Pinguine ohne Sechs werfen Augsburg aus den Play-off-PlätzenAugsburg - Krefeld 3:4 n.P.

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Das erste Drittel sah ein eher ausgeglichenes Spiel bei leichten Vorteilen für den KEV. Augsburg spielte sehr kontrolliert, fast vorsichtig, aber bei dem Restprogramm der Augsburger (in Berlin und Iserlohn, zu Hause gegen Köln und München) wollte man gegen die (immer noch) beste Auswärtsmannschaft der Liga offensichtlich nicht in Rückstand geraten.  Krefeld spielte bei 5:5 überlegen, brachte sich aber durch diverse unnötige Strafzeiten selbst in Verlegenheit. Während Adam Courchaine Pech mit einem Pfostenschuss hatte, waren die Krefelder in der zweiten Unterzahl zu offensiv: jeder Pinguin griff seinen gerade im Scheibenbesitz befindlichen Gegenspieler  ohne Rücksicht auf die Raumaufteilung sofort an, so dass folgerichtig der zuletzt angespielte Augsburger, Rob Brown, frei von links zum Schuss auf die freie Ecke kam und Lukas Lang keine Chance ließ:  1:0 Augsburg. Nach einer Chance für Ivan Ciernik auf Augsburger Seite passte dann im Augsburger Drittel Oliver Mebus aus der Ecke auf Andreas Driendl, der Patrick Ehelechner mit einem Schuss rechts oben zum verdienten 1:1-Ausgleich überwand. Bei verteiltem Spiel  ergab sich die nächste klare Chance für Augsburg, als wiederum zwei Pinguine in der Ecke um den Puck kämpften und in der Mitte zwei Augsburger nur einen Abwehrspieler vor sich hatten, aber Lang vereitelte die Augsburger Führung. Als  1:43 vor Drittelende Steve Hanusch auf die Strafbank musste, konnte Kevin Clark einen Break nicht erfolgreich abschließen.

Zu Anfang des zweiten Drittels zeigten die Krefelder wieder ihre Gefährlichkeit bei Unterzahl: als Clark auf der Bank saß, verpasste Courchaine eine gute Gelegenheit. Kaum zurück im Spiel vergab auch Clark eine gute Chance und auf der Gegenseite verhinderte Lukas Lang  mit toller Reaktion einen Treffer von Caporusso. Dann zeigten die Pinguine wieder einen ihrer Schwachpunkte: bei einem 4:2-Überzahlangriff wurde nicht der am besten postierte Pinguin angespielt, sondern sofort auf den Torwart geschossen, der bei freier  Sicht locker abwehrte und einen 3:1-Überzahlangriff der Panther einleitete, die es bedeutend besser machten: die Scheibe wanderte zu Ryan Bayda, der keine Mühe hatte, sie im quasi leeren Tor zu versenken; Lukas Lang hatte keine Chance. In der zweiten Hälfte des zweiten Drittels gab es noch Chancen für Perrault und Clark, aber am Zwischenstand änderte sich nichts. Die Pinguine leisteten sich gegen Augsburg zu viele überflüssige Strafzeiten, wobei  allerdings auch– wie Rick Adduono im Pauseninterview mit laola1.tv sagte – der Stockschlag gegen Kevin Clark  kurz vor Ende des 2. Drittels nicht, seine „Reaktion“ eine Sekunde vor Drittelende (inkorrekter Körperangriff) aber sehr wohl geahndet wurde.

Folgerichtig versuchten die Krefelder, der Kühlbox fern zu bleiben. Bei einer Strafzeit für Augsburg sorgte Conolly beinah für ein Unterzahltor der Panther, aber wiederum war Lukas Lang nicht zu überwinden. Dann kam eine starke Phase  der Krefelder:  zunächst spielte Mitja Robar aus der Ecke Joel Perrault an, der direkt vor dem Tor annahm und den Pass in die Maschen verlängerte. In der 53. Minute gestaltete der Zirkus Krone II wieder einmal das Spiel: Courchaine spielte auf Kevin Clark, der von rechts in die Mitte zog und dank eines zu passiven Seifert Torwart Ehelechner mit einem verdeckten Schuss zum Krefelder 3:2 überwinden konnte. Danach  führte Meister Leichtsinn im Krefelder Drittel wieder Regie: vier Pinguine versuchten, hinter dem eigenen Tor und an der Bande die Augsburger zu stören, die den Puck in den Slot spielten, von wo Jeff Woywitka ihn trocken ins Tor der Pinguine schoss. Beide Mannschaften konnten die restliche Spielzeit einschließlich der Verlängerung nicht zum entscheidenden Treffer nutzen – wobei  u.a. Fischer, Clark und Vasiljevs  gute Chancen ausließen -, so dass es zum Penaltyschießen kam. 1998 (!) hatte  Harry Birk den letzten Penalty-Heimsieg gegen Krefeld perfekt gemacht, also konnten die Pinguine diesem „Glücksspiel“ gelassen entgegen sehen, und Glück hatten sie heute  in der Tat.  Perrault verwandelte den dritten Krefelder Penalty, wohingegen Caporusso den Pfosten und den Rücken von Lukas Lang traf, von wo der Puck von oben auf das Netz fiel, und auch Meisterpinguin Adrian Grygiel traf beim letzten Penalty nur den Pfosten, so dass die Pinguine den Zusatzpunkt ins Rheinland mitnahmen und zur Rückeroberung des zweiten Tabellenplatzes nutzten.

Tore:
1:0 (9:57) R. Brown (Boyle,Werner/5-4)
1:1 (14:25) Driendl (Courchaine, Clark)
2:1 (25:17) Bayda (Forrest, Connolly)
2:2 (47:52) Perrault (Vasiljevs, Robar/5-4)
2:3 (50:42) Clark (Courchaine, Akdag)
3:3 (51:20) Woywitka (Ciernik, Grygiel)
3:4 (65:00) Perrault (entscheidender Penalty)

Strafen: Augsburg 6, Krefeld 12
Schiedsrichter: Jablukov / Lenhart
Zuschauer: 4819

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Krefeld Pinguine Krefeld
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Sonntag 08.12.2019
ERC Ingolstadt Ingolstadt
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Fischtown Pinguins Bremerhaven
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
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Krefeld Pinguine Krefeld
Augsburger Panther Augsburg
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Kölner Haie Köln
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