Pinguine: Mühsamer Sieg über Straubing

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Der Überraschungssieger des ersten Tages mit dem einzigen Shut-out des

Spieltages gegen das Team, welches sang- und klanglos auf “eigenem”

Eis in Regensburg unterging, das müsste eigentlich eine klare Sache sein. Doch

wer auch nur einigermaßen mit der Materie Eishockey vertraut ist, weiß, dass

Milchmädchenrechnungen nur allzu selten aufgehen. So war es auch an diesem

Abend.

 Straubing bestimmte zunächst das Spiel, und keiner hätte sich wundern

müssen, wenn der Gast aus Niederbayern in Führung gegangen wäre. Ein Elfring-Knaller

wurde noch so eben geblockt, und Ex-Pinguin Brian Maloney  fand in Scott Langkow seinen Meister. Dass

die Schwarz-Gelben zu kontern verstehen, bewies das 1:0, das in Unterzahl

erzielt wurde. Patrick Hager hatte sogar die Möglichkeit, erneut beim „penalty-killing“

zu treffen. Doch Tigers-Goalie Mike Bales verhinderte das 2:0, und fast im

Gegenzug kamen die Straubinger zum verdienten Ausgleich durch den völlig

freistehenden Eric Chouinard.

 Im Mitteldrittel sah es schon eher nach einer Überlegenheit des

Favoriten aus. Vor allen Dingen die erste Reihe mit dem überragenden Charlie

Stephens sowie die Youngsters wie André Huebscher und Patrick Hager setzten die

Gäubodenstädter mächtig unter Druck. Die erneute Führung fiel jedoch Shay

Stephenson zu, von Stadionsprecher Kristian Lach als das schönste Mädchen im

KönigPalast bezeichnet. Der langmähnige Kanadier schaufelte einen Pass vom

ansonsten recht enttäuschenden Jimmy Fahey über die Torlinie. Beinahe wäre ihm

dieses Kunststück ein paar Minuten später wieder gelungen. Zwischendurch der

erneute Gästeausgleich, als Pinguin-Center Serge Payer die Scheibe verlor, und das

3:2 durch einen energisch nachsetzenden André Huebscher.

 Erst nachdem der überragende Charlie Stephens (Foto by City-Press), der schon in der 41.

Minute mit seinem Solo Pech hatte und zwei Zeigerumdrehungen später zweimal an

Bales scheiterte, durch einen sehenswerten Handgelenkschuss für einen

Zwei-Tore-Vorsprung sorgte, kam so etwas wie Ruhe in das Spiel der Hausherren. Doch

ab der 55. Minute durfte auf den Rängen gezittert werden. Einen von Eric

Meloche abgefälschten Schuss konnte Scott Langkow gerade noch parieren, und

auch beim anschließenden Powerplay hielt der Kanadier seinen Kasten sauber. Als

in der letzten Spielminute Pinguin-Verteidiger Richard Pavlikovsky in die

Kühlbox musste, dauerte es glatte drei(!) Sekunden, bis der Anschlusstreffer

die Straubinger noch einmal hoffen ließ. Die letzte Chance, ausgerechnet vom

Ex-Pinguin Brian Maloney kreiert, blieb ungenutzt, Krefeld hatte sechs Punkte endgültig

auf dem Konto.

 Tore: 1:0 (13;38) Vasiljevs (Stephens), 1:1 (19;29) Chouinard (Olver,

Elfring), .2:1 (21;18) Stephenson (Loyns, Fahey), 2:2 (27;28) Trew

(Canzanello), 3:2 (28;44) Huebscher (Riefers), 4:2 (46;09) Stephens (Blank),

4:3 (59;19) Trew (Chouinard, Maloney). – Zuschauer: 5.679. –

Strafminuten: Krefeld 16, Straubing 12. – Schiedsrichter: Kadow

(Eppelheim)


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