„Pinguine bedienen sich im Kühlschrank“ - Freezers vs. Krefeld 2:3 n.P.

Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“Hamburg Freezers „frieren Pinguine ein“
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Die Krefeld Pinguine hätten fast drei Punkte aus der Color Line Arena mitgenommen, es fehlten genau 79 Sekunden. Trotzdem war Trainer Bob Leslie zufrieden mit den gewonnenen zwei Punkten, die sich seine Mannschaft auch mehr als verdient hatte.

Die Hamburg Freezers verzeichneten schon vor Spielbeginn den weiteren Ausfall eines Leistungsträgers, Daren Van Impe konnte wegen einer Armverletzung nicht auflaufen.

Man sah es mehr als deutlich am Spiel der Hamburger, dass ihnen entscheidende Spieler fehlten. Es gab keine einzige eingespielte Reihe mehr, keine Harmonie und Sicherheit. Besonders das Überzahlspiel funktioniert derzeit überhaupt nicht mehr. Gestern Abend hatten die Freezers insgesamt fünfmal die Gelegenheit, mit einem Spieler mehr auf dem Eis zum Erfolg zu kommen, doch es kam nichts Zählbares dabei heraus.

Die Gäste aus Krefeld bestimmten von Beginn an das Spiel und brauchten nicht einmal 3 Minuten, um in Führung zu gehen. Ivo Jan stand plötzlich ganz allein vor Giguere und schlenzte den Puck in den Torwinkel, keine Chance für den Goalie der Hamburger. Nur eine Minute später rettete Giguere großartig gegen Brulè. Auf der anderen Seite war es ein gut aufgelegter Robert Müller, der ein ums andere mal die Torschüsse der Freezers entschärfte. „Er hat uns heute die Punkte gesichert, im Spiel und besonders im Penaltyschießen“, lobte Bob Leslie seinen Torhüter.

Die Gastgeber versuchten ins Spiel zu kommen, doch es lief einfach nicht rund und so waren es Einzelleistungen, die das Krefelder Tor in Gefahr brachten.

Gleich zum Beginn des zweiten Drittels klappte es dann auch endlich mit einem Treffer. In der 22. Minute war es der Ex-Krefelder Brad Purdie, der mit einem abgefälschten Schuss zum 1:1 Ausgleich traf. Jetzt begann die stärkste Phase der Hamburger, es war nur noch eine Frage der Zeit, wann der Führungstreffer fällt. Er fiel dann auch, allerdings für die Krefelder Pinguine. Eine harmlose Situation ging diesem Treffer voraus. Goalie Giguere fuhr seitlich aus seinem Tor heraus, um einen lang gespielten Puck anzunehmen. Dann kam Peacock angefahren, beide behinderten sich kurz, das brachte den Torwart so durcheinander, dass er den Puck unvermittelt zur anderen Seite spielte. Dort stand aber nur ein Krefelder, Stefan Schröder nämlich und dieser bediente Florian Schnitzer, der keine Mühe hatte ins leere Tor zu treffen, 1:2 in der 35. Minute.

Danach lief dann nichts mehr bei den sichtlich frustrierten Freezers. Sie mühten sich redlich, aber es fehlten die spielerischen Mittel, außerdem wirkten einige Spieler mehr als platt.

In der 59. Minute war es dann aber Jacek Plachta, der 8 Meter vor dem Tor zum Schuss kam und mit einem mächtigen Schlagschuss ins Gehäuse der Gäste traf. Der glückliche Ausgleich, der den Weg zum Penaltyschießen frei machte. Auch hierbei konnten die Gastgeber nicht überzeugen, lediglich ihr Torwart Giguere machte eine gute Figur, doch gegen den entscheidenden Penalty von Krys Kolanos war er machtlos.



Ergebnis: 2:3 (0:1, 1:1, 0:1, 0:1)

Tore:
0:1 02:19 I. Jan (S. Ziesche, J. Kurtz)

1:1 21:56 B. Purdie (N. Antons, C. Oravec)

1:2 34:41 F. Schnitzer (S. Schröder)

2:2 58:41 J. Plachta (C. Young, S. Peacock)

2:3 60:00 K. Kolanos

Strafzeiten: Hamburg Freezers 4 Min., Krefeld Pinguine 14 Min.

Torschüsse: Hamburg 32, Krefeld 23

HS: Willi Schimm

Zuschauer: 12.478


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