Piettas Willensleistung gab Ausschlag für KrefeldNach dem Duell der Pinguine

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Das erste Duell zwischen den norddeutschen Frackträgern und ihren Namensvettern vom Niederrhein war ein schnelles, spannendes und sehr faires Spiel. Beide Mannschaften spielten vom Auftaktbully an auf Sieg. Zwar wies die Schussbilanz des ersten Drittels ein Plus für Bremerhaven auf, jedoch stand es nach 20 Minuten 1:2 durch ein Unterzahltor von Christian Kretschmann in der siebten Minute, den Ausgleich durch Rob Bordson und einen feinen Drehschuss von Dragan Umicevic. Dabei hatte Marcel Müller bei einem Break in Minute neun schon das 0:2 auf dem Schläger, ebenso wie das 1:3 in Minute 20, als er nach einem tollen Zuspiel von Daniel Pietta den Torwart austanzte und dann am leeren Tor vorbeischoss.

Im Mitteldrittel kamen die Pinguins besser ins Spiel und erzielten schließlich auch den verdienten Ausgleich, nachdem Patrick Galbraith, der eine ausgezeichnete Leistung bot, zuvor eine hundertprozentige Chance der Bremerhavener verhindert hatte.

In Minute 43 fiel durch ein geradezu artistisches Tor von Daniel Pietta die Vorentscheidung: er zog auf das Tor von Jani Nieminen, wurde gefoult und konnte trotzdem – zunächst auf einem Bein fahrend, dann im Fallen – die Scheibe per Rückhandschlenzer hoch oben rechts ins Dreieck setzen. Bremerhaven kämpfte um den erneuten Ausgleich, aber als zehn Minuten später Umicevic sich für das schöne Zuspiel von Müller zum 2:1 bedankte und ihn seinerseits zum 2:4 bediente, war die Messe gelesen. Zwar nahm Thomas Popiesch noch Nieminen vom Eis, aber die Niederrheiner erkämpften sich die Scheibe und Umicevic beförderte sie in Minute 58 ins leere Tor zum 2:5. Damit war der Torhunger beider Mannschaften gestillt.

Pinguine-Coach Franz Fritzmeier urteilte abschließend wie folgt. „Wir sind sehr froh, dass wir hier die drei Punkte entführen konnten. Wir wussten, es wird ein sehr schweres Spiel. Im zweiten Drittel hat Bremerhaven sehr stark gespielt, und man hat gesehen, warum sie am Sonntag Berlin geschlagen haben. Im letzten Drittel hat die absolute Willensleistung von Daniel Pietta den Ausschlag gegeben. Es war ein sehr intensives und interessantes Eishockeyspiel.“

Pinguins-Coach Thomas Popiesch meinte: „Krefeld hatte im ersten Drittel gute Chancen, da konnten wir froh sein, dass wir da so gut raus gekommen sind. Im zweiten Drittel haben wir viel besser gestanden, so dass ich glaubte, wir finden einen Weg, gegen eine starke Krefelder Mannschaft drei Punkte zu holen. Diesen Weg haben wir nicht gefunden, weil Krefeld in Form der ersten Reihe die besseren Antworten hatte und seine Chancen genutzt hat, so dass der Sieg von Krefeld in Ordnung geht. Krefeld war heute den Tick besser.“

Tore: 0:1 (7.) Kretschmann (Hambly) 4-5, 1:1 (17.) Bordson (Pentikäinen, Combs), 2:1 (18.) Umicevic (Müller, Pietta), 2:2 (30.) Quirk (Lavallee, Owens), 2:3 (43.) Pietta (Hambly), 2:4 (54.) Müller (Pietta, Umicevic), 2:5 (58.) Umicevic (Pietta, Müller) EN. Strafen: Bremerhaven 4, Krefeld 2. Schiedsrichter: Piechaczek / Schukies. Zuschauer: 3905.