Philip Gogulla: „Wir wollen souveräneres Eishockey spielen!“DEG-Stürmer im Hockeyweb-Interview

Philip Gogulla von der DEG im Hockeyweb-Interview. (picture alliance / Eibner-Pressefoto / Thomas Haesler)Philip Gogulla von der DEG im Hockeyweb-Interview. (picture alliance / Eibner-Pressefoto / Thomas Haesler)
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Hockeyweb: Die Spielzeit 2022/2023 ist beendet. Wie lautet Ihr persönliches Fazit nach der letzten Saison für die Düsseldorfer EG?   

Philip Gogulla: Minimalziel war das Erreichen des Viertelfinales, was trotz Umweg über die Pre-Play-Offs erreicht wurde. 54 Spieltage standen wir wirklich gut da, teilweise in den Top 4 und teilweise in den Top 6. Alles in allem eine zufriedenstellende Saison, aber um besser zu werden, müssen wir an gewissen Sachen arbeiten. Ich hoffe, dass wir es nächste Saison machen werden.

Hockeyweb: Was ist die Zielsetzung für die kommende Saison?   

Philip Gogulla: Unsere Zielsetzung ist natürlich vor einer Saison, wie bei allen Vereinen, das Erreichen der Play-Offs. So auch bei uns. Die Liga ist enorm stark und jeder kann jeden schlagen. Man sieht es immer wieder, die Liga wird immer enger. Es gibt dann natürlich irgendwann vier Topvereine, die in der Breite gut aufgestellt sind. Ich glaube im Großen und Ganzen, aus unserer Sicht, dass wir besser werden wollen als letzte Saison. Das heißt: Souveräneres Eishockey spielen. Letzte Saison hatte uns oft Henrik Haukeland die Siege geklaut, wo wir wirklich nicht gut gespielt haben. Wichtig ist auch hier zu erkennen, dass jeder mehr machen muss, dass wir uns nicht nur auf "Hauke" verlassen können und dürfen. Aber klar, wenn er uns nächste Saison nochmal viele Spiele klauen wird, wo wir natürlich Punkte mitnehmen können, nehmen wir sie mit. Intern sollte man auch schon Realist sein, um zu wissen, ob wir gut waren oder nicht. Deswegen glaube ich, sollte auch wieder das Ziel sein, in die Play-Offs zu kommen.   

Hockeyweb: Hat man als Spieler auf dem Eis die Wucht der neuen DEG-Fanwand während der Spiele gespürt? Wie ist Ihr persönlicher Eindruck davon? 

Philip Gogulla: Das ist oft ein unterschätztes Thema. Ich glaube, grundsätzlich haben wir sehr hohes Fachwissen von unseren Fans in Düsseldorf und das ist natürlich sehr wichtig in engen Spielen, wenn man auch merkt, dass es von beiden Seiten kein gutes Spiel ist oder auch von uns dann nicht. Was natürlich auch vorkommt und uns die Fans dann diesen sogenannten Push geben. Man hat letztes Jahr gesehen, es waren oft super Spiele dabei, wo die Fans dann enorm laut waren und das ist natürlich wichtig für eine junge Mannschaft wie die DEG. Sozusagen, diesen 6. Mann auf dem Eis zu haben und hinter sich stehen zu haben. Deswegen hoffe ich, dass es auch sogar in der Liga mit unseren Fans im Rücken einzigartig wird und jede Mannschaft sagt: WOW! Heute müssen wir nicht nur die Mannschaft auf dem Eis schlagen, sondern müssen auch damit klarkommen, dass die Fans enorm laut im Rücken oder hinter der DEG stehen. Hinter Düsseldorf stehen, was auch ein cooles und geiles Zeichen für die gegnerischen Fans oder besser gesagt, gegnerischen Spieler oder Mannschaften ist, die nach Düsseldorf kommen. Wenn wir das irgendwie gemeinsam hinbekommen, hoffe ich wieder auf erfolgreiche Heimspiele.   

Hockeyweb: Haben Sie die DEL- Finalserie verfolgt und was zeichnet Münchens Meistertrainer Don Jackson sportlich sowie menschlich aus?

Philip Gogulla: München ist absoluter Topfavorit auch vor der Saison gewesen. Sie haben es echt sehr gut gemacht, stark gelöst und sind dann auch verdient Deutscher Meister geworden. Don Jackson hat allein durch seine Vita mit seiner 9. Meisterschaft als Headcoach in der Liga Bemerkenswertes und Bewundernswertes vollbracht. Einen schöneren Abschied kann man nicht haben. Deswegen ist er nicht nur von der Statistik, sondern auch vom Wissen ein sehr guter Eishockey-Trainer. Vielleicht der Beste, den die DEL die letzten 10 bis 15 Jahre hatte. Deswegen wünsche ich ihm alles Gute und hoffe, er bleibt dem deutschen Eishockey treu. Menschlich gesehen ist er wirklich ein sehr symphatischer Kerl und war immer, egal bei wem, hilfsbereit und freundlich. Ich kann nur Gutes über ihn sagen.

Hockeyweb: Harold Kreis ist aktueller Bundestrainer. Wie sehen Sie die Entwicklung der DEB-Auswahl?   

Philip Gogulla: Die letzten fünf bis sieben Jahre hat man gesehen, das der deutsche Eishockey auf einem sehr guten Weg ist, mit dem sogenannten Ziel, dass man sich immer vor der WM gesetzt hat, wir wollen das Viertelfinale erreichen. Man muss ehrlich sagen, der DEB und das deutsche Eishockey haben es sich inzwischen erarbeitet und mittlerweile gilt das Viertelfinale als Ziel. Sehr gute junge Spieler, die nachrücken und das Team Deutschland wird glaube ich, als ernst zu nehmender Gegner wahrgenommen. Es ist gegen Deutschland kein Spaziergang mehr, wie vielleicht noch vor 10 bis 15 Jahren. Deswegen ist die Entwicklung meiner Meinung nach in den letzten Jahren sehr gut gewesen.   

Hockeyweb: Letzte Saison hatten Sie die beeindruckende Marke von 1.000 Spielen geknackt, nachträglich Glückwunsch auch von Hockeyweb.

Philip Gogulla: 1.000 Spiele sind natürlich eine Hausmarke. Man sieht, dass man schon lange dabei ist. Für mich persönlich eine schöne Marke, schöner Meilenstein und ich hoffe es kommen noch ein paar Spiele dazu. Ich hoffe ich kann noch sehr lange, sehr gutes Eishockey spielen und würde mich natürlich auch sehr darüber freuen. Es ist ein langer Weg gewesen, nicht immer alles leicht, was natürlich auch dazugehört. Nichtsdestotrotz muss man sagen, war es im Großen und Ganzen so okay.   

Hockeyweb: Wer ist oder war ihr witzigste Mitspieler?   

Philip Gogulla: Schwer zu sagen. Ich habe mit vielen witzigen und lustigen Kerlen zusammengespielt. Mit einigen Jungs ist man natürlich immer noch in Kontakt und deswegen haben wir in einer Gruppe immer relativ viel Spaß gehabt. Kann man sich vorstellen, wenn man mit 20 Jungs in einer Kabine sitzt, man spricht über gewisse Themen, ist doch klar, dass dem Einen oder Anderen witzige Sätze über die Lippen gehen. Deswegen ist es ein Hin und Her und man veräppelt sich gegenseitig. Ich hatte einige und deswegen ist es schwer, einen Speziellen zu nennen. Es waren dann doch für mich ein paar mehr.    

Hockeyweb: Was machen Sie in der Sommerpause? Wann beginnt die Vorbereitung bei der DEG?   

Philip Gogulla: Die Off-Season ist im Gange, angefangen am 01.05. mit der DEG zu trainieren. Es macht Spaß und gehört auch dazu. Im Sommer versucht man natürlich sich zu verbessern. Man arbeitet an Sachen, die vielleicht noch nicht so gut sind. Irgendwann geht es dann in den Urlaub für uns alle. Dann sind auch schon der Juli und der August wieder da und die Zeit rast dann doch sehr schnell. Und umso schöner, denn dann kann man wieder das machen, was man so gerne macht: Nämlich Eishockey spielen! Deswegen freuen wir uns alle darauf.   

Hockeyweb: Vielen Dank für das Interview!


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