Pflicht gegen KürERCI startet in die Play-offs gegen Bremerhaven

Der ERC Ingolstadt trifft heute Abend auf Bremerhaven. (Foto: dpa)Der ERC Ingolstadt trifft heute Abend auf Bremerhaven. (Foto: dpa)
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Während die Schanzer mit der Qualifikation für die Runde der letzten Acht eine durchwachsene Saison noch zu einem halbwegs versöhnlichen Abschluss bringen können, sind bereits die höchstens drei Spiele gegen die Oberbayern für den Neuling aus dem hohen Norden so etwas wie die Kür nach einer Premierensaison in der DEL, die man als vollen Erfolg bezeichnen kann. Durch einige Niederlagen am Ende der Hauptrunde hat das Team von Trainer Thomas Popiesch sogar eine noch bessere Ausgangsposition verpasst.

Für die Schanzer hingegen stand schon seit einiger Zeit fest, dass man die Extra-Arbeit der Pre-Play-offs auf sich wird nehmen müssen, zu groß war der Abstand war auf Platz sechs, zu kurz die Siegesserien. Einem guten Saisonstart folgte ein regelrechter Lauf im Dezember, als die Panther im Schnitt 2,1 Punkte pro Spiel einfuhren. Nach Weihnachten folgte erst eine Gala gegen die Eisbären Berlin, danach fünf Niederlagen in Folge. Ein Sinnbild dieser Saison: Zu wenige Highlights, zu viele frustrierende Momente. Dazu beigetragen haben sicher auch die Verletzungen wichtiger Spieler: Thomas Greilinger fiel länger aus, John Laliberte gleich mehrmals, Petr Pohl wird gerade wieder fit – und auch Brandon Buck quälte sich gesundheitsbedingt durch einen guten Teil der Saison.

Ingolstadt kommt in Form, Bremerhaven in den Genuss der DEL-Play Offs

Nun also die Pre-Play-offs, und es mehren sich die Anzeichen, dass die Ingolstädter rechtzeitig in Form kommen: Beim vorletzten Heimspiel gegen die DEG steuerte „Bucky“ vier Tore zum 7:2-Sieg bei, drei Tage darauf folgte die Thomas Greilinger-Show in Berlin, als man nach sehr ansprechender Leistung nur knapp gegen die Eisbären verlor. Das letzte Heimspiel gegen die Kölner Haie wurde auch gewonnen, insofern stehen alle Ampeln auf Grün für die Play-offs. Das Sahnehäubchen wäre vielleicht noch ein großer Auftritt von John Laliberte gewesen, aber „Libs“ begnügte sich mit einem Punkt gegen die Haie. „Es ist wichtig, jetzt in den Tritt zu kommen und Schwung aufzunehmen für die Play Offs, für uns als Team und für mich persönlich. Ich sehe mich als einen der Führungsspieler im Team. Insofern war es hart, immer wieder zuschauen zu müssen. Aber ich merke jeden Tag, dass es besser geht.“ So lautete sein Fazit nach dem Spiel gegen Düsseldorf, aber man kann es auch als Drohung an die Konkurrenz empfinden. Die Panther sind wieder da und wissen noch ganz genau, was man vor drei Jahren geschafft hat: aus den Pre-Play-offs auf den DEL-Gipfel. Trainer war auch damals ein Schwede, und die Hauptrunde seinerzeit mit dem Etikett durchwachsen noch beschönigend beschrieben.

Die Pinguins hingegen können locker aufspielen, denn nicht wenige haben sie als einen der Top-Kandidaten für den letzten Platz gesehen – vor der Saison. Personifizieren kann diesen Marsch vielleicht Neuzugang Jack Combs. Nach seinem Wechsel von den Greenville Swamp Rabbits (ECHL) wurde er zunächst nur mit einem Probevertrag ausgestattet, und dann mit 27 Treffern Torschützen-König. Wohlgemerkt: der gesamten Liga, nicht nur teamintern! Wer jetzt allerdings einen oder vielleicht zwei lustige Betriebsausflüge der neuen Lieblingsmannschaft von Moritz Müller (19 nicht in Deutschland geborene Spieler – Liga-Höchstwert zu Saisonbeginn!) nach Ingolstadt erwartet, sollte sich dringend in ärztliche Behandlung begeben. Denn dass unter anderem der bedingungslose Einsatzwille das „Wunder von der Küste“ erst ermöglicht hat, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Das heißt auch, dass die Verantwortlichen hervorragende Arbeit geleistet haben im Sommer. Denn in so kurzer Zeit und mit dem engen Budget der Pinguins eine Mannschaft – natürlich auf Basis von Kontingent-Profis und eingebürgerten Spielern – zusammenzustellen, ist eine große Leistung, für die sich Mannschaft, Betreuer, Management und Fans nun belohnen können, unabhängig vom Ausgang der Serie.

Ein weiterer Umstand müsste Ingolstadt zu denken geben: Drei der vier Hauptrunden-Spiele haben die Schanzer verloren, aber – Vorsicht, Phrase! – in den Play-offs werden die Karten neu gemischt: „Vergangene Saison haben wir mit Färjestads in der Elitserien und in der CHL sechs mal gegen Luleå gespielt und davon fünf Spiele gewonnen. Die Play-off-Serie im Viertelfinale haben wir dann mit 4:1 verloren“, berichtete ERC-Trainer Samuelsson kürzlich im Gespräch mit Hockeyweb.de.


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