Peter Stastny zu Gast bei den Ice Tigers - Ohne Druck nach Berlin

Zittersieg gegen HuskiesZittersieg gegen Huskies
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Einen echten Kufen-Star hatten die Ice Tigers am Mittwoch auf dem Eis. Nürnbergs Stürmer Yan Stastny bekam Besuch von Vater Peter, und die lebende NHL-Legende (bestritt für Quebec, New Jersey, St. Louis 1070 Spiele in der besten Liga der Welt) ließ es sich nicht nehmen, mit den Noris-Cracks eine Trainingseinheit zu absolvieren.



Aber nicht nur der Gaudi wegen ging der 47-jährige aufs Eis: Der früherer Stürmer-Star (483 Tore) ist mit einer Oldie-Mannschaft von NHL-Spielern auf Tour und tritt nächste Woche in Russland gegen eine Auswahl des früheren Serien-Weltmeisters an. Sykora: "Er wollte sich bei uns fit machen." Den Noris-Cracks hat es jedenfalls eine Menge Spaß gemacht, mit einem Großen des Eishockeys zu trainieren. Besonders die frankokanadische Tiger-Fraktion war begeistert über den Besuch - Abwehrrecke Guy Lehoux ("Bei uns zu Hause ist Peter Stastny ein Eishockey-Gott") bestand auf einen "Bildbeweis", dass er mit dem NHL-Star ein Spielchen gemacht hat.

Der Kontakt zwischen den Ice Tigers und Peter Stastny besteht schon längere Zeit und soll weiter intensiviert werden. "Wir haben ihn eingeladen, uns öfter zu besuchen", sagte der Manager. Auch Greg Poss würde sich freuen, "wenn er ab und zu nach Nürnberg kommt." Denn, wie Sykora verriet: "Unser Trainer kann sich mit Peter Stastny stundenlang über Eishockey unterhalten, sie tauschen sich regelmäßig aus."



Aber nicht nur Vater Stastny war Gast in der Arena - auch Roman Cisar (52) begutachtete den Trainingsauftritt von Sohn Marian. Und konnte sich anschließend zufrieden mit seinem alten Kameraden Peter (beide spielten in den 70er Jahren drei Jahre gemeinsam für Bratislava) über die tolle Entwicklung ihrer Sprößlinge unterhalten. Immerhin rangiert Marian Cisar in der internen Tiger-Statistik mit neun Treffern an erster Stelle, und in der DEL-Torjägerliste belegt er hinter Kelly Fairchild (Berlin/11) und Jesse Belanger (Frankfurt/10) den dritten Platz.



Ohne Blessuren trat kein Nürnberger Puckjäger die Heimfahrt aus Ingolstadt an, Eisbeutel waren fast Mangelware. Doch viel Zeit zur Erholung bleibt nicht: Das knüppelharte Nürnberger Programm findet am Wochenende mit Spiel vier und fünf binnen zehn Tagen seine Fortsetzung.



Bis auf Christian Schönmoser sind aber alle Ice Tigers fit und an Bord, wenn es am Donnerstag zum Zweiten der DEL-Tabelle nach Berlin geht. Auch der gegen Ingolstadt gesperrte Yan Stastny ist dann am Freitag gegen die Eisbären wieder mit von der Partie. Ob Trainer Greg Poss seinen Verteidiger am Wochenende einsetzen kann, ist noch fraglich: Bei Schönmoser besteht der Verdacht auf eine Aussenmeniskus-Verletzung, aber erst nach einer Kernspin-Untersuchung und der genauen Diagnose von Teamarzt Dr. Udo Linde wird am Donnerstag über einen Einsatz entschieden.



"Wir fahren als Aussenseiter und ohne Druck nach Berlin", so Manager Sykora. Denn zu verlieren haben die Ice Tigers beim Top-Titelkandidaten nichts. Zwei Punkte Vorsprung haben die Berliner (36) im Moment auf Nürnberg (34), mit einem Sieg also könnten die Ice Tigers den Favoriten hinter sich lassen. Deshalb erwartet der Manager ein sehr interessantes Spiel: "Für Berlin ist es auch eine Prestigesache, wenn es gegen einen Verfolger geht. Und sie praktizieren ein ähnliches System wie wir."



Unter Zugzwang sind also die Eisbären, denn nach dem verpassten Titelgewinn letzte Saison ist die Meisterschaft für die Berliner beinahe Pflicht. Dass der Favorit die Ice Tigers ernst nehmen wird, daran hat Sykora keine Zweifel. "Aber unsere Jungs haben eine tolle Moral. Und dazu haben wir einen Marian Cisar in Topform."