Peter Draisaitl verordnet den Kölner Haien Leidenschaft als SaisonzielKEC will Abstand zu Topteams verkleinern

Peter Draisaitl hat klare Vorstellungen, wie sich die Kölner Haie präsentieren sollen. (Foto: dpa)Peter Draisaitl hat klare Vorstellungen, wie sich die Kölner Haie präsentieren sollen. (Foto: dpa)
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Am Freitag starten die Haie mit einem Heimspiel gegen die Augsburger Panther in die neue Saison und erwarten dabei 14 bis 15.000 Zuschauer. Eine Sache ist Draisaitl dann ganz und gar nicht egal – nämlich wie seine Mannschaft dann auftritt. So formulierte der Haie-Trainer, der das Team im vergangenen November übernommen hatte, das Saisonziel auch eher ungewöhnlich: „Ich will, dass wir uns als eine Mannschaft präsentieren, mit der sich die Kölschen identifizieren können, dass die Fans uns als ihr Team annehmen – auf das sie stolz sein können.“ Was er sehen will: „Die Leidenschaft, für diesen Club zu spielen.“ Eine Vorgabe, die sich an Platzierungen oder Play-off-Runden richtet gibt es also nicht? „Wenn wir das umgesetzt haben, war ich gerade gesagt habe, dann mache ich mir Gedanken über unsere Konkurrenzfähigkeit.“

„Eine Million Euro kannst du mit sportlicher Leistung wettmachen“

Doch auch die hat Draisaitl natürlich im Blick. Die Frage nach dem Liga-Favoriten beantwortet der Haie-Trainer kurz und knackig: „München.“ Und er schiebt hinterher: „Man wird nicht einfach mal so dreimal hintereinander Deutscher Meister. Das ist eine bemerkenswerte Leistung.“  Und fast schon versteckt in einem Nebensatz verrät Draisaitl dann doch ein Ziel. „Unser sportlicher Ehrgeiz muss es sein, den Abstand zu den Topteams zu verringern. Wie weit waren wir hinter den ersten Drei? Über 20 Punkte? Das sind Welten!“ Eine Formel dafür hat er parat: „Eine Million Euro kannst du mit sportlicher Leistung wettmachen.“

Die Stimmung im Kölner Team scheint gut zu sein. „Das habe ich schon ganz anders erlebt“, sagt Draisaitl, der sich mit den Leistungen in dieser Vorbereitungsphase – gerade auch angesichts der zahlreichen Ausfälle – zufrieden zeigt. „Ich habe nichts zu meckern.“ Am Anfang kassierte der KEC einige Niederlagen, zum Ende gab es unter anderem Erfolge gegen Wolfsburg und Mannheim.

Steve Pinizzotto ist der Kabinen-DJ

Haie-Kapitän Moritz Müller bestätigt den Eindruck. „Großartig war das Trainingslager in Südtirol“, sagt der KEC-Dauerbrenner. Und er verrät etwas aus dem Team. „Einige haben ja über die Verpflichtung von Steve Pinizzotto geredet. Ich kann nur sagen, dass er im Team sehr beliebt ist. Er ist unser Kabinen-DJ und sorgt immer für gute Stimmung.“ Ohnehin sei der Zusammenhalt gut: „Letztens kam ich herein, da saßen zwölf Jungs um einen Platz, haben Kaffee getrunken und sich Geschichten erzählt.“ Etwas, das offenbar vor nicht allzu langer Zeit noch gefehlt hat.

Was Mo Müller – wie das gesamte deutsche Eishockey – immer noch fasziniert, ist der Silbererfolg bei den Olympischen Spielen. „Wir werden durch die Ehrungen ja immer wieder daran erinnert und auch wirklich oft darauf angesprochen. Es war auch für mich persönlich wichtig. Ich habe dadurch mehr Ruhe entwickelt.“

Das Freundschaftsspiel gegen die Edmonton Oilers

In knapp einem Monat, am 3. Oktober, steht dem KEC zudem noch ein besonderes Spiel bevor: Die Partie gegen die Edmonton Oilers aus der NHL. „Ganz ehrlich, im Moment ist das kein Thema in der Kabine. Wir fokussieren uns auf den Saisonstart.“ Beim Trainingsauftakt, als Trainersohn und Oilers-Star Leon Draisatil in Köln mittrainiert hat, war das noch anders. „Da hat er uns einige Sprüche gedrückt“, lacht Müller. „Wenn es so weit ist, werden wir uns riesig darauf freuen.“ Aber erst einmal steht die DEL im Mittelpunkt.

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