Perfekt: Beardsmore statt Maurer - Schauer noch nicht fit

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Was bereits gestern via Garmisch-Partenkirchen übermittelt wurde, bestätigten die Sinupret Ice Tigers heute auf einer Pressekonferenz: Uli Maurer wird in der kommenden Spielzeit überwiegend beim SC Riessersee in der 2. Bundesliga zum Einsatz kommen.

Der SC Riessersee sicherte den Ice Tigers zu, Uli Maurer in der ersten und zweiten Reihe, sowie in Über- und Unterzahlsituationen spielen zu lassen. Möglichst viel Eiszeit in der 2. Liga sollen den jungen deutschen Spieler in seiner weiteren Entwicklung nach vorne bringen. „Genau so habe ich das auch mit Uli Maurer besprochen und mit ihm in den letzten Wochen kommuniziert“, erklärte Nürnbergs Sportdirektor Otto Sykora. „Uli hat diese Idee für sehr gut befunden und möchte den gleichen Weg gehen. Wir haben für ihn in Anbetracht der weiteren Ausländerreduzierung mittelfristig eine tragende Rolle in unserem Team vorgesehen", so Sykora weiter.

Für Irritationen hatte ein Bericht des GAP Tagblatts gesorgt, in dem den Ice Tigers vorgeworfen wurde, Maurer auf unfaire Art und Weise abserviert zu haben. Dass dieser Bericht auch noch den Weg auf die offizielle Webseite des SCR gefunden hatte, verwunderte in Nürnberg doch sehr. "Wir haben mit Herrn Hertel darüber gesprochen und Herr Bader hat sich von diesen Aussagen distanziert", kündigte Sykora eine Gegendarstellung auf der Homepage des SC Riessersee an. Geschehen ist dennoch bis dato nichts, der Artikel thront immer noch auf der Startseite.

Auch Josef Frank (wir berichteten) wird für mindestens 20 Pflichtspiele den Weg zurück machen und den Zweitliga-Aufsteiger beim Kampf um den Klassenerhalt unterstützen. Maurers Platz in Nürnberg wird unterdessen mit Colin Beardsmore ein alter Bekannter einnehmen. Der Kanadier sollte nach der Verpflichtung von Ahren Spylo trotz laufenden Vertrags aussortiert werden. Durch die Übernahme von "70 % des Gehalts" von Uli Maurer durch den SC Riessersee wurden allerdings wieder finanzielle Mittel frei, die eine Weiterbeschäftigung Beardsmores zu "leicht reduzierten Bezügen" ermöglichen.

„Wir freuen uns sehr, dass Colin bei uns bleibt, auch die Jungs und er selbst sind glücklich über die nun gefundene Lösung. Wir wollten Colin Beardsmore immer halten, aber nach der Verpflichtung von Ahren Spylo hatten wir nicht mehr die finanziellen Mittel hierzu. Dass es nun doch geklappt hat ist einfach super, für uns alle“, so Sportdirektor Otto Sykora.

An seiner Seite soll nächste Saison auch Stürmerkollege Shawn Carter wieder angreifen. Nachdem der US-Amerikaner nach einem schweren Check im Dezember letzten Jahres in der vergangenen Saison nicht mehr spielen konnte, soll er jetzt wieder nahezu voll belastbar sein. Ebenso wie Rich Brennan, der während dem Playoff-Viertelfinale verletzt ausschied.

Aber es gibt auch weniger erfreulichere Neuigkeiten aus dem Lager der Ice Tigers. Der schon vermeldete Abgang von Verteidiger Jame Pollock zu den Washington Capitals steht nun definitiv fest. "Das ist ein herber Verlust für unsere Mannschaft, aber wir werden versuchen mit ihm zu vereinbaren, dass er in Europa nur für uns spielen wird", so Sykora. Allerdings ist die Verpflichtung eines vierten Kontingentverteidigers - auch in Anbetracht der Tatsache, dass Nationalverteidiger Stefan Schauer nach wie vor nicht voll leistungsfähig ist - zeitnah geplant. "Stefan fühlt sich deutlich besser, aber an Hochleistungssport ist noch nicht zu denken", erklärte Sykora den Zustand Schauers nach einer mysteriösen Viruserkrankung.

Da die offensiven Qualitäten von Pollock ohnehin auf dem derzeitigen Verteidigermarkt nicht adäquat zu ersetzen wären, wollen die Ice Tigers die letzte Verteidigerstelle mit einem "stabilen, großen Defensivverteidiger" besetzen, da "wir vorne eh sehr offensiv ausgerichtet sind". Einer von 2-3 Kandidaten soll derzeit der Ex-Düssseldorfer Sean Brown sein, nachdem sich ein Engagement von Jean-Luc Grand-Pierre aufgrund von dessen Unterschrift in der Organisation der New Jersey Devils zerschlagen hat. Ebenfalls definitiv nicht mehr für die Ice Tigers spielen wird Toni Bader, der kurz vor der Vertragsauflösung steht und wohl schon bei einem anderen DEL-Club unterschrieben hat.

Die Ice Tigers und der EHC 80 Nürnberg werden weiterhin gemeinsame Wege gehen. Bei einer Pressekonferenz wurde heute die Kooperation für das kommende Jahr (plus Option auf zwei weitere Jahre) bekannt gegeben. Sowohl für Ice Tigers Geschäftsführer Christian Riedle als auch für den stellvertretenden EHC Vorsitzenden Jan Marcordes sind damit wichtige Weichen für die Zukunft und den Nachwuchs im Nürnberger Eishockey gestellt.

„Es wurden vernünftige Gespräche geführt und es ist die richtige Entscheidung den EHC und die Ice Tigers weiter zusammenzuhalten“, so Jan Macordes. Christian Riedle darauf: „Die Wogen sind geglättet und es soll nun auch im Sponsorenbereich gemeinsam gearbeitet werden.“

Einer dieser Sponsoren ist die Sparkasse Nürnberg, die sowohl als „offizieller Finanzpartner“ der Sinupret Ice Tigers agiert, als auch „ offizieller Jugendpartner des EHC 80 Nürnberg“ ist. (Foto by City-Press)


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