Per Eklund kennt seine Rolle beim Aufsteiger

Straubing: Trew bleibt ein TigerStraubing: Trew bleibt ein Tiger
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Für Per Eklund ist die Rolle des Underdogs nichts Neues. Auch bereits in seiner Heimat lief der Angreifer der Straubing Tigers für Linköpings HC in einem Aufsteigerteam auf. In der Gäubodenstadt, wo er sich gut eingelebt zu haben scheint, lastet in dieser Saison viel Verantwortung auf den Schultern des Schweden.



Wenn der 36-Jährige am heutigen Freitagabend gegen die Krefeld Pinguine auf das Eis geht, dann steht er einer Mannschaft gegenüber, bei der er vor sechs Jahren bereits DEL-Luft schnupperte. Auf 60 Spiele kam er damals, mit 14 Toren und 12 Vorlagen trug er sich in die Statistik ein. „Es ist ein bisschen was Besonderes und schön, jetzt gegen Krefeld zu spielen“, meint er vor dem zweiten Heimspiel des Neulings in der DEL.



Damals kassierte er nur acht Strafminuten in einer ganzen Saison. Jetzt hat er schon nach zwei Spielen vier Minuten in der Kühlbox verbracht. Deshalb sagt Per Eklund auch: „Was sich in den sechs Jahren in der DEL am meisten verändert hat, das ist die Regelauslegung der Schiedsrichter. Man geht jetzt schneller auf die Strafbank. Wir müssen deshalb auch als Mannschaft lernen, dass wir weniger Strafen bekommen.“



Ansonsten sei er mit einem guten Gefühl nach Deutschland zurückgekehrt. „Ich hatte gute Erinnerungen, besonders an die Fans, die Stimmung hier macht Laune.“ Einen Eindruck, was in der DEL los ist, bekam er bereits am letzten Wochenende beim Heimspiel gegen Ingolstadt und beim Gastauftritt in Hamburg.



Per Eklund gehörte dabei zu den Spielern im Team des Aufsteigers, die sich nicht so sehr von der Color Line Arena beeindrucken ließen. Kein Wunder, schließlich hat er in seiner langen Karriere schon jede Menge durchgemacht, war Vize-Weltmeister und trug mehr als 60 Mal das Trikot der „Tre Kronors“. „Ich habe mich in Hamburg gut gefühlt. Das macht Spaß und ist ein besonderes Gefühl. Für mich ist es positiv, wenn viele Leute im Stadion sind.“



Offenbar spricht der Skandinavier dabei aber nicht für die ganze Mannschaft, für die die 0:5-Schlappe in der Hansestadt eher eine Lektion war, denn der Führungsspieler sagt getreu seiner Rolle: „Ich hoffe, wir haben das jetzt hinter uns und abgehakt. Es sollte uns mehr Energie geben, einen positiven Effekt haben.“



Den Routinier scheint so leicht nichts umzuwerfen. Aus seiner Aufsteiger-Erfahrung bei Linköping heraus stellt er fest: „Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren. Jeder in der Mannschaft muss seine Rolle finden.“ Seine eigene sieht er dabei vor allem als Angreifer mit Defensivaufgaben: „Ich will im System meinen Teil im Defensivspiel erfüllen und hoffe natürlich, dass ich vorne für das Team auch scoren kann.“



In seinen ersten Spielen für die Straubing Tigers hat der Erstlinien-Außen an der Seite von den Nordamerikanern David Lundbohm und Cam Severson seine Qualitäten mit einer sicheren Scheibenführung und einem Zug zum Tor bereits aufblitzen lassen. Mit seiner Erfahrung, seinem Teamgeist und seinen spielerischen Möglichkeiten hat Per Eklund in der Planung von Trainer Erich Kühnhackl eine tragende Rolle inne. So ist er einer der Schlüsselspieler, von dem im Team der Ostbayern eine ganze Menge abhängt.

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DEL Hauptrunde Gruppe

Sonntag 18.04.2021
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
5 : 3
Kölner Haie Köln
EHC Red Bull München München
6 : 1
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Adler Mannheim Mannheim
4 : 2
Krefeld Pinguine Krefeld
Iserlohn Roosters Iserlohn
3 : 0
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Fischtown Pinguins Bremerhaven
4 : 2
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
Augsburger Panther Augsburg
6 : 5
Eisbären Berlin Berlin
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
2 : 4
Straubing Tigers Straubing