Penaltyschießen entscheidet bayerisches Derby: Augsburg - Nürnberg 1:2

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Da die Augsburger Panther bislang auf fremdem Eis noch keine Punkte erringen konnten, kommt den Heimspielen eine besondere Bedeutung zu. Die Nürnberg Ice Tigers waren in der Vergangenheit gern gesehene Gäste, da sie meist eine Niederlage einstecken mussten. Das sollte sich aber an diesem Abend ändern, denn am Ende nahmen die Ice Tigers nach dem Penaltyschießen zwei Punkte mit nach Hause.

Bayerische Derbys sind traditionell kampfbetonte Partien und da machte auch diese keine Ausnahme. Beide Mannschaften gingen von Beginn an voll zur Sache, wobei sich die Hausherren, bei denen Verteidiger Arvids Rekis fehlte, in den ersten Minuten ein deutliches Übergewicht erspielten. Francois Fortier und Marc Brown hätten die Panther schon früh in Führung bringen, doch rettete einmal der Pfosten, beim anderen Mal strich die Scheibe nur knapp am Gehäuse von Adam Svoboda vorbei. Im weiteren Verlauf gestaltete sich das Spiel mehr und mehr ausgeglichen und es gab gute Torchancen auf beiden Seiten, doch die Torhüter gaben sich keine Blößen. So ging man torlos in die erste Pause.

Danach war der Faden irgendwie gerissen. Keiner der beiden Mannschaften gelangen kontrollierte Angriffsaktionen, Fehlpässe häuften sich hüben wie drüben. Dafür ging man teilweise heftiger zur Sache. So musste Marc Brown in der 25. Minute nach einer Attacke von Nürnbergs Verteidiger Felix Petermann verletzt in die Kabine gebracht werden. Man stellte später eine Gehirnerschütterung fest, so dass der Angreifer wohl für einige Tage nicht zur Verfügung stehen wird. Aus einer Überzahlsituation - Lasse Kopitz saß draußen - gelang den Panthern schließlich die Führung. Francois Fortier verwandelte ein Zuspiel von Francois Methot fast von der blauen Linie. Als die Ice Tigers zwei Minuten später nach einer Strafe gegen Manuel Kofler ihrerseits einen Mann mehr auf dem Eis hatten, fiel auch umgehend der Ausgleich. Tomas Martinec stocherte die Scheibe über die Linie. Zwar brachten die beiden Treffer wieder etwas mehr Zug in die Partie, insgesamt aber blieb das spielerische Niveau aber eher bescheiden.

Das änderte sich dann im Schlussabschnitt. Beide Teams suchten nun die Entscheidung und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Ronny Arendt hatte die neuerliche Führung der Hausherren auf dem Schläger, doch scheiterte knapp an Svoboda. Beide Torhüter bekamen nun wieder mehr Gelegenheiten, sich auszuzeichnen, was sie auch taten. Auch wenn weiterhin eher Kampf als Technik angesagt war, wirkten die Aktionen nun wieder wesentlich zielgerichteter, was dem Spiel deutlich zugute kam. Erst in den Schlussminuten gewann dann die Sicherung des einen Punktes wieder die Oberhand. Das Penaltyschießen musste also die Entscheidung bringen. Während die Augsburger Fortier, Methot, Carter und Felsner an Svoboda scheiterten, der allerdings mit den schwachen Schüssen auch wenig Mühe hatte, verwandelten bei den Nürnbergern der Ex-Augsburger Greg Leeb und Sean Tallaire und sicherten so ihrem Team den Zusatzpunkt.

Beide Trainer waren sich sicher, eine packende Partie gesehen zu haben. „Besonders wichtig für die Mannschaft ist, dass wir auch enge Spiele gewinnen können“, so Greg Poss, dessen Team schon am Freitag ein 0:1 in einen 2:1-Sieg umwandelte. Sein Gegenüber Benoit Laporte dagegen hatte als Matchwinner den gegnerischen Torhüter Adam Svoboda ausgemacht. Pech für Augsburg: Auch Angreifer Robert Brezina konnte die Partie nicht zu Ende spielen. Er hat sich sehr wahrscheinlich eine Schultereckgelenkssprengung zugezogen und fällt vermutlich für mehrere Wochen aus. (mor)

Tore: (0:0 / 1:1 / 0:0 / 0:1)

1:0 (30:40) Fortier ( Methot ; Pudlik ) 5:4

1:1 (32:26) Martinec ( Tallaire ; Leeb ) 5:4

1:2 (60:00) Leeb GWS

Zuschauer: 5613

Strafzeiten: Augsburger Panther 10 + 10 Carter, Nürnberg Ice Tigers 12

Schiedsrichter: Frank Awizus

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