Paukenschlag der DEGNürnberg - Düsseldorf 1:2 n.P.

Lesedauer: ca. 1 Minute

„Oldtimer“ Niki Mondt verwandelte für die rot-gelben Milchbubis alle seine drei Strafschüsse, doch der Matchwinner stand zwischen den Pfosten. Stefan Ridderwall entschärfte 63 der 64 auf sein Tor abgegebenen Schüsse und brachte die Nürnberger damit schier zur Verzweiflung.

Ohne die verletzten Ebner, Long, Bostrom, Martinsen und Olimb sowie den gesperrten Kapitän Daniel Kreutzer war die DEG mit dem letzten Aufgebot in die Noris gefahren und so hatten die nur wenigen mitgereisten Anhänger keine allzu große Hoffnung, dem Tabellenzweiten ernsthaft Paroli bieten zu konnen. Bereits nach 15 Sekunden schien sich ihre Befürchtung auch zu bestätigen. Niki Mondt musste auf die Strafbank und die Nürnberger kamen durch Patrick Reimer zum ersten gefährlichen Schuss. Doch die Mannschaft des früheren Düsseldorfer Assistenztrainers Tray Tuomie, dessen Vertrag als Chefcoach der Ice Tigers gerade bis 2016 verlängert wurde, hatte schon am vergangenen Dienstag beim 2:1 gegen Iserlohn viel Mühe in ihren Offensivaktionen. Mit leidenschaftlicher Zweikampfführung unterband die DEG den Spielfluss der Franken, die so nur durch Distanzschüsse für Unruhe sorgen konnten.

Die ersten 20 Minuten gaben den Gästen offenbar Mut, denn sie wurden forscher, suchten öfter den Weg nach vorne, waren dadurch allerdings auch anfälliger für das nun höhere Tempo der Nürnberger. So hatte Rupprich die Führung auf dem Schläger (26.), doch Ridderwall konnte retten. Eine Minute später aber war der Schwede dann ohne Chance, als sein Landsmann Fredrik Eriksson einen Schuss von Evan Kaufmann unhaltbar abfälschte. Nun schien das Spiel doch seinen erwarteten Lauf zu nehmen, aber da hatte der zähe Ashton Rome entschieden was dagegen. Der gerade erst in Rekordzeit von einer schweren Schulterverletzung genesene Kanadier zog nach einem Pass von Niki Mondt ganz trocken ab und ließ in der 34. Minute mit seinem ersten Saisontreffer die Halle verstummen.

Im Schlussabschnitt drehten die Ice Tigers mit viel Wut im Bauch mächtig auf. Schuss um Schuss flog Ridderwall um die Ohren. Doch egal, ob Patrick Reimer, Jason Jaspers oder immer wieder James Pollock - der Schwede steigerte sich von Minute zu Minute und zog dem Favoriten dann schließlich auch im Penaltyschießen den Zahn.

Tore: 1:0 (27:46) Eriksson (James, Kaufmann), 1:1 (33:39) Rome (Mondt), 1:2 (65:00) Mondt (entscheidender Penalty).

Schiedsrichter: Stefan Vogl (München) und Florian Zehetleitner (Oberstdorf)
Strafminuten: Nürnberg 6 , Düsseldorf14
Zuschauer: 4856

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