"Patrick war Weltklasse"

"Patrick war Weltklasse""Patrick war Weltklasse"
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"Ich sage so etwas sehr selten, aber Patrick hat heute überragend gehalten. Er war Weltklasse", lobte Andreas Brockmann nach dem Spiel gegen starke Frankfurt Lions. Auch sein Gegenüber Rich Chernomaz analysierte die erneute Niederlage seiner Mannschaft kurz und knapp: "Der Unterschied waren die zwei Überzahltreffer der Nürnberger und Patrick Ehelechner, der heute Abend der beste Spieler auf dem Eis war."

Man merkte den Gästen aus Hessen von Beginn an, den Siegeswillen an. Mit viel Druck dominierten sie die ersten 15 Minuten und hätten durchaus eine komfortable Führung herausschießen können. Schon so früh im Spiel musste Patrick Ehelechner mehrmals in höchster Not eingreifen. Schon nach 12 Minuten sah sich Andreas Brockmann genötigt eine Auszeit zu nehmen. "Das war ein 'Hallo wach' für die Mannschaft. Es brannte stellenweise lichterloh in unserem Drittel. Wir haben um ein Gegentor gebettelt in dieser Phase", erklärte Nürnbergs Trainer seine Maßnahme.

In der Tat waren seine Mannen danach besser im Spiel und hatten durch Greg Leeb auch so etwas ähnliches wie eine nennenswerte Offensivaktion. Wie so oft kamen dann die "special teams" ins Spiel. Shane Peacock nutzte das erste "ganze" Überzahlspiel zur schmeichelhaften Führung. Sein Schuss ins kurze Eck schien nicht unhaltbar. Überhaupt offenbarte Ian Gordon einige Unsicherheiten an diesem Abend. Fast wäre Alain Nasreddine vor der Pause sogar der zweite Treffer geglückt, aber sein Schuss sprang vom Innenpfosten wieder ins Feld.

Im Mittelabschnitt war das Spiel ausgeglichener. Frankfurt hatte mehr Aktionen, aber Nürnberg war gefährlicher. Morten Ask hätte in Unterzahl das 2:0 machen müssen, verpasste aber mit der Scheibe am Schläger das leere Tor. Die Lions wurden für ihr unermüdliches Anrennen dann doch endlich belohnt. Greg Leeb hatte scheinbar ein Einsehen und servierte im eigenen Drittel Joey Tenute den Puck maßgenau auf den Schläger. Da konnte selbst Ehelechner nichts mehr ausrichten.

Das schlechte Gewissen sah man Greg Leeb förmlich an. Und den Drang zur Wiedergutmachung auch. Es waren gerademal 25 Sekunden im Schlussabschnitt gespielt, als Greg nahezu "blind" seinen Bruder Brad fand und dieser in gewohnter Manier sein 15. Saisontor markierte. Die Lions wollten jedoch ihre Negativ-Serie endlich beenden und rannten weiter unbeirrt nach vorne. Aber wohin sie auch schossen, Ehelechner war schon da. Lediglich Tobias Wörle konnte den gebürtigen Rosenheimer überwinden und schien seiner Mannschaft damit wenigstens einen Punkt zu sichern.

Aber es kam anders. André Savage, der zuvor eine schwache Partie ablieferte, war 32 Sekunden vor Spielende der umjubelte Mann. Mit einer feinen Einzelaktion und einem präzisen Handgelenksschuss unter die Latte entschied er die spannende und hart umkämpfte Partie.

"Wir haben gegen einen sehr, sehr guten Gegner gewonnen. Ich muss ein unglaubliches Kompliment an meine Mannschaft machen, wie sie in den letzten acht Wochen gespielt hat. Sie hat immer hart gearbeitet und nie aufgegeben. Unser Ziel bleibt weiterhin ein Platz unter den ersten 10. Man weiß doch wie schnell in dieser engen Liga alles auch wieder anders laufen kann. Aber wir glauben an uns, dass wir das schaffen können", so Brockmanns Schlussfazit.

Tore:

1:0 (15.10) Peacock (Barta, B. Leeb)5:4

1:1 (33.56) Tenute (Ulmer)

2:1 (40.25) B. Leeb (G. Leeb, Peacock) 5:4

2:2 (46.27) Wörle (Gawlik)

3:2 (59.28) Savage (Fical, Ask)

Strafen: Nürnberg 8 min. - Frankfurt 12 min.

Schiedsrichter: Reichert

Zuschauer: 5340

(Foto: Nürnbergs Sieggarant Patrick Ehelechner auf der Ehrenrunde by www.foto.hm)


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