Patrick Reimer schießt die DEG zum Sieg

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Die Düsseldorfer EG hat den Hannover Scorpions den Stachel ziehen können. Mit 4:2 (2:0/0:2/2:0) besiegte das Team von Trainer Harold Kreis am Dienstag Abend den Gast von der Leine vor 7508 Zuschauern im Rather Dome und glich damit in der Halbfinalserie zum 1:1 nach Siegen aus. Das dritte Spiel steigt am Donnerstag um 19.30 Uhr nun wieder in der Landeshauptstadt von Niedersachsen. Der Gewinner dieser Partie hat dann am Sonntag in Düsseldorf die Möglichkeit, mit einem weiteren Erfolg ins Endspiel um die Deutsche Eishockey-Meisterschaft 2009 einzuziehen.


"Wir sind heute viel mehr gelaufen, waren aktiver und auch aggressiver. Ich hoffe, dass wir emotional jetzt in der Serie angekommen sind", sagte Harold Kreis, während sein Gegenüber Hans Zach völlig nüchtern bilanzierte: "Es war das erwartet schwere Spiel und nun geht es eben bei uns wieder von vorne los."


Die Mannschaft des am Montag 60 Jahre alt gewordenen Alpenvulkans begann zielstrebig. Wie schon beim 5:2 in der ersten Begegnung wollte sie dem Gegner mit einem frühen Tor den Zahn ziehen, blieb in diesem Bemühen aber diesmal erfolglos, weil die DEG wesentlich konzentrierter agierte als noch vor zwei Tagen. Und da die Düsseldorfer offensichtlich auch ihre Lektion in Sachen Disziplin gelernt hatten und die Strafbank während des ersten Drittels über die gesamten 20 Minuten zur verbotenen Zone erklärten, ließ der Lohn nicht lange auf sich warten. Als Hannovers Abwehrspieler Dan Lambert als erster in die Kühlbox musste, gelang Rob Collins vier Sekunden vor Ablauf dieser Strafe mit einem Handgelenksschuss das 1:0 (9.). Das gab Selbstvertrauen und nach dem Motto "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt", zog DEG-Verteidiger Andy Hedlund nur 41 Sekunden später aus der neutralen Zone einfach mal ab. Sein mächtiger Schlagschuss wurde von Sascha Goc noch leicht abgefälscht und flatterte so am völlig verdutzten Schlussmann Dimitri

Pätzold vorbei zum 2:0 ins Netz.


Doch wer die Scorpions, die ohne den verletzten Rainer Köttstorfer sowie die gesperrten Martin Hlinka und Klaus Kathan an den Rhein gereist waren, nun schon geschlagen sah, musste sich eines Besseren belehren lassen. Aris Brimanis setzte mit einem Distanzschuss das Signal zur Aufholjagd. Der Lette scheiterte zwar noch, aber sein Mannschaftskamerad Chris Herperger hatte wenig später mehr Glück und konnte in der 25. Minute auf 1:2 verkürzen. Das Momentum war gewechselt und der Vorrunden-Zweite nutzte den neu gewonnenen Schwung nur drei Minuten später zum Ausgleich. Beim Schuss von Sascha Goc ins kurze Eck machte DEG-Torhüter Jamie Storr allerdings keine gute Figur.

Wenig später hätte Garrett Festerling das Spiel dann beinahe komplett gedreht, aber die vorjährige Torfabrik des zweifachen Spengler-Cup-Siegers EV Füssen zielte knapp daneben.


Die Hannoveraner blieben am Drücker, bis sie ausgerechnet bei einem eigenen Powerplay die Hausherren wieder beflügelten. Während Rob Collins auf der Strafbank saß, unterlief den Scorpions ein schlechter Wechsel, durch den Patrick Reimer auf und davon ziehen konnte. Der 26-Jährige traf in dieser 44. Minute zwar nur den Pfosten, doch die Szene gab der DEG neue Kraft. Besonders Patrick Reimer war nun kaum noch zu bremsen. In der 47. Minute zog der Allgäuer erneut Richtung Tor von Dimitri Pätzold. Und diesmal machte er es besser. Mit viel Schwung umkurvte er den Schlussmann und legte den Puck mit der Rückhand zum 3:2 ins Netz. Dem Mann des Abends war es dann auch vorbehalten, 19 Sekunden vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor für den Endstand zu sorgen.

Thomas Schulz



DEG - Hannover 4:2 (2:0/0:2/2:0)



Schiedsrichter: Georgij Jablukov (Berlin-Wedding) und Richard Schütz (Moers)



Zuschauer: 7508





Tore: 1:0 (8.13) Collins (Reid/ 5-4), 2:0 (8.54) Hedlund; 2:1 (24.55) Herperger (Festerling), 2:2 (27.13) S. Goc (Dolak, Herperger); 3:2 (46.47) P. Reimer (Collins), 4:2 (59.41) P. Reimer (5-6)





Strafzeiten: DEG 8 - Hannover 10

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