Papiertiger zittern vor Keintor-Bären

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Dass zwei Mannschaften mit gleichen Misserfolgsserien aufeinander treffen, kommt schon mal vor. Die Zahlen, die hinter dem DEL-Spiel am Freitag, 25. Februar, zwischen den Straubing Tigers und den Eisbären Berlin stehen, sind einfach nur kurios. Wie die Hockeyweb.de Statistik-Abteilung ermittelt hat, haben die Straubinger nun schon seit 144:23 Minuten kein Tor mehr geschossen. Bei den Berlinern ist das 142:40 Minuten her. Außerdem haben beide Mannschaften ihr letztes Spiel 0:2 verloren. Die Partie zuvor ging jeweils mit 0:1 in die Binsen. Beide Mannschaften sind seit sieben Dritteln ohne Torerfolg.

Noch nicht verrückt genug? Kein Problem. Das Spiel davor gewannen beide Teams jeweils mit fünf geschossenen Toren (Straubing 5:2 gegen Nürnberg und Berlin 5:3 gegen Wolfsburg). Im Spiel davor wiederum trafen die Eisbären Berlin und Straubing Tigers aufeinander. Damals gewann Straubing in Berlin mit 2:1.

Für Eisbären Co-Trainer Hartmut Nickel ist somit klar: „Damit gewinnen wir morgen in Straubing mit 2:1!“ Jedenfalls war dies die erste Reaktion, als Nickel mit diesen Fakten von Hockeyweb.de konfrontiert wurde. An eine ähnliche Serie kann sich die Eisbären-Legende in seiner nun schon 48-jährigen Tätigkeit bei den Berlinern nicht erinnern. „Es ist schon interessant, so etwas zu erfahren!“, schmunzelte der 66-jährige.

Straubings Trainer Dean Fedorchuk, konfrontiert mit den Fakten und Nickels Prognose, lacht: „Na klar, Hartmut muss das sagen, aber das sind wirklich unglaubliche Fakten. Ich wünschte nur sie träfen auf den Tabellenplatz zu. Bei uns muß der Knoten endlich mal platzen. Wir haben in dieser Woche viel darüber gesprochen, wie man es anstellt Torchancen auch zu verwandeln. Ich hoffe nur, dass wir gegen die Eisbären die ersten sind, die endlich mal wieder treffen“.

Spannend: Die Buchmacher scheinen die Torflaute der beiden Mannschaften noch gar nicht mitbekommen zu haben. bet365 zahlt für ein 0:0 bei einem Einsatz von 10 Euro unglaubliche 510 Euro aus.

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