Panther zittern sich zum Sieg - 2:1 gegen DEG erhält Playoff-Chancen

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Zum Duell der Verfolger trafen sich an Freitagabend die Augsburger Panther und die DEG Metro Stars. Nachdem Krefeld zuletzt vorgelegt hatte, mussten eigentlich beide Teams unbedingt punkten, um den Anschluss an den achten Platz zu halten und damit wichtigen Boden beim Kampf um die Playoffs nicht zu verlieren. Mit vier Punkten Rückstand auf die DEG war der Druck für die Augsburger vor der Begegnung natürlich noch um einiges höher. Dem zeigten sie sich aber gewachsen, wenn der Sieg am Ende auch wenig glanzvoll und mit 2:1 denkbar knapp war.


Beide Mannschaften begannen sehr verhalten und legten sichtlich den Schwerpunkt auf die Defensive, weswegen es in der Anfangsphase zu keinen nennenswerten Chancen kam. Erst in der 10. Minute kamen die Hausherren zu den ersten guten Möglichkeiten, aber sowohl Shawn Carter als auch Francois Methot brachten die Scheibe nicht im Tor von Alex Jung unter. Nach und nach erspielten sich die Panther eine leichte Überlegenheit, ohne allerdings aus den Fehlern der Düsseldorfer im eigenen Drittel Kapital schlagen zu können. Selbst in Überzahl - NHL–Star Kevyn Adams saß auf der Bank – reichte es nur zu einem Nachschuss von Methot, der knapp neben das Gehäuse ging. Allerdings machten es die Gäste auch nicht besser: In ihrem Powerplay schossen sie gar nicht ernsthaft Richtung Augsburger Tor. Insofern blieb das erste Drittel weit hinter den Erwartungen an eine Entscheidungspartie zurück.


Immerhin tat sich nach der Pause etwas. Nach einem Fehler der Düsseldorfer Abwehr setzte sich Ronny Arendt durch und konnte Jung aus kurzer Distanz überwinden. Zuvor hatten die Gäste dreimal die Scheibe in der eigenen Zone verloren und damit fast schon zum Toreschießen eingeladen. Die Begegnung nahm nun etwas Fahrt auf und auch die DEG erschien ab und an gefährlich vor dem Augsburger Kasten, ohne Jean-Francois Labbé aber vor unlösbare Probleme zu stellen. Beide Torhüter bekamen nun öfter die Gelegenheit, sich auszuzeichnen, doch taten sie das so überzeugend, dass kein weiterer Treffer fiel. Dafür kamen die Zuschauer im gut gekühlten Curt-Frenzel-Stadion jetzt wenigstens etwas mehr in Stimmung.


Eigentlich hätten die Gastgeber längst für die Entscheidung sorgen müssen, Gelegenheit dazu wäre auch zu Beginn des Schlussabschnittes ausreihend gewesen. Doch es kam anders: Fast aus dem Nichts heraus kamen die Düsseldorfer zum glücklichen Ausgleich. Ausgerechnet der ehemalige Augsburger Tommy Jakobsen traf mit seinem Schlenzer genau in den Torwinkel. Jetzt mussten die Panther alles nach vorne werfen und die Bemühungen wurden belohnt. John Miner, der nach der Saison seine Karriere beenden wird, nagelte einen Schlagschuss aus der Halbdistanz unhaltbar in die Maschen. In den letzten zehn Minuten kamen nun die Emotionen ins Spiel, die man sich für die gesamte Begegnung gewünscht hätte. Einige Male musste Labbé in höchster Not retten, so beispielsweise rund sieben Minuten vor dem Ende gegen Mike Pellegrims. Denn nun blies die DEG zur Aufholjagd und machte mächtig Druck. 48 Sekunden vor der Sirene verließ Jung das Tor, vier Sekunden vor dem Ende kassierten die Panther noch eine Strafe wegen Spielverzögerung – doch es blieb beim letztlich verdienten Heimsieg.


DEG-Trainer Butch Goring schien nach der Partie nicht sonderlich unzufrieden: „Den zwei Gegentoren gingen jeweils Fehler von uns voraus, aber es gab auf beiden Seiten genug Chancen. Augsburg war etwas besser und hat daher verdient gewonnen.“ Seinen Torhüter hob Benoit Laporte besonders hervor: „Labbé hat vor allem im Mittelabschnitt stark gehalten und meine Mannschaft hat mit viel Disziplin gespielt. Sicherlich war die Partie nichts für die Zuschauer, als Trainer aber ist man zufrieden.“ (mor)


Tore: (0:0 / 1:0 / 1:1)

1:0 (21:54) Arendt ( Barta ; Girard )

1:1 (47:13) Jakobsen ( Kreutzer ; Vikingstad )

2:1 (51:15) Miner ( Carter ; Felsner )


Zuschauer: 4139

Strafzeiten: Augsburger Panther 16, DEG MetroStars 12

Schiedsrichter: Harald Deubert, Bad Kissingen