Panther weiter auf Erfolgskurs - 6:2 gegen lahme Adler

Das Vorbereitungsprogramm des ERC IngolstadtDas Vorbereitungsprogramm des ERC Ingolstadt
Lesedauer: ca. 3 Minuten

4681 Zuschauer waren, bis auf die rund hundert Adlerfans,

hellauf begeistert. Man kann also trotz (oder vielleicht sogar wegen) der neuen

Regelauslegung noch brillantes Eishockey spielen! Was DEL-Spitzenreiter

Ingolstadt am Freitagabend vor ausverkauftem Haus gegen Mannheim bot, war aller

Ehren wert. Dies musste selbst Gäste-Trainer Poss, an dessen Gesicht man den

Ärger über die deftige Niederlage unschwer ablesen konnte, neidlos anerkennen:

„Ingolstadt war sehr stark. Das war zweifellos die beste Leistung, die ich in

dieser Saison in der DEL gesehen habe.“


Dabei sah es anfangs gar nicht danach aus. Die Panther

hatten im ersten Drittel noch einige Mühe mit der strengeren Regelauslegung und

waren fast zehn Minuten in Unterzahl. Doch in dieser Phase zeigte sich bereits

die gravierende Schwäche der Adler: Ihr Überzahlspiel war so harmlos, dass

Goalie Jimmy Waite kaum einmal in Gefahr geriet. Und die Führung der Gäste in

der 18. Minute kam daher auch eher zufällig zustande. Schiedsrichter Aumüller wurde in dieser Phase zum Buhmann

der Fans, obwohl man ihm beim besten Willen keinen Fehler ankreiden konnte. Er

hielt sich nur konsequent an die Regeln, wie auch sein Beobachter Stefan

Trainer bestätigte.


Als sich im zweiten Drittel die Panther konsequent an die

Regeln hielten, fielen endlich auch die fälligen Tore. Doug Ast und Martin

Jiranek brachten die Ingolstädter völlig verdient in Führung.  Und hätten sie nicht noch das Kunststück

fertig gebracht, fünfmal am leeren Tor vorbei zu schießen, wäre das Debakel für

die überaus harmlosen Adler bereits jetzt perfekt gewesen. Doch auch mit den

Toren von Sean Tallaire und Robert Valicevic, bei einem Gegentreffer von

Christoph Ullmann, entsprach das Ergebnis endlich dem Spielverlauf.

Im letzten Abschnitt beschränkten sich die Panther, wie

gewohnt, auf das Halten des Ergebnisses. Erst in den Schlussminuten gelangen

ihnen noch zwei Treffer zum 6:2 durch Ficenec und Jiranek.


Die anschließenden Ovationen ihrer Fans hatten sie sich mehr

als verdient: Was besonders die erste Reihe mit Ast, Mann und Valicevic auf das

Eis zauberte, erinnerte an das Feuerwerk der NHL-Stars Sturm, McDonald und

Langenbrunner aus der vergangenen Saison. Besser kann man in Deutschland kaum

Eishockey spielen! Aber auch bisher relativ unbeachtete Spieler wie Christoph

Melischko, Martin Jiranek oder Günter Oswald zeigten stark ansteigende Form.

Wenn man die Panther so spielen sieht, könnte man fast bedauern, dass in zwei

Wochen die Olympiapause beginnt. Wer weiß, ob es Trainer Kennedy gelingt, die

gute Form bis zu den Playoff-Spielen zu konservieren.


Doch soweit denkt der Ingolstädter Coach derzeit noch nicht:

„Wir hatten heute wieder alle Mann an Bord und konnten mit vier Reihen spielen.

Unsere Special-Teams haben mir  sowohl in

Unter- als auch in Überzahl sehr gut gefallen.“ Kein Wunder, schließlich

konnten die Panther, die ein hervorragendes Powerplay aufzogen, immerhin drei

Treffer bei eigener Überzahl schießen. Und das 4:2 durch Valicevic gelang ihnen

nach einer Traumkombination sogar in Unterzahl.


Während also bei den Panthern wieder Zufriedenheit

eingezogen ist, herrscht bei den Adlern Tristesse. Zwar mussten sie in

Ingolstadt auf ihre Leistungsträger Pyka, Bohonos, Edgerton und Corbet

verzichten, doch was der Rest bot, war nicht gerade berauschend. Mit solchen

Leistungen werden es die Mannheimer schwer haben, überhaupt die Playoffs  zu erreichen. Kein Wunder, dass es Greg Poss

nicht nur wegen der Kälte recht unwohl war! 

Tore:

0:1  17:57 

Hedin

1:1  23:45 

Ast (Ficenec,Sutton)

2:1  27:26  Jiranek (Keller, Oswald)

3:1  35:03  Tallaire (Sutton, Seidenberg)

3:2  38:51  Ullmann (Tremblay, Ratchuk)

4:2  39:27  Valicevic (Ficenec

5:2  58:58  Ficenec (Mann, Valicevic)

6:2  59:27  Jiranek (Keller, Hilpert)

Zuschauer: 4681

Schiedsrichter: Roland Aumüller

Strafen: Ingolstadt 

16   Mannheim 14

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