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In den letzten Wochen vermochten die Augsburger Panther nur selten zu überzeugen und insofern gingen sie in das bayerische Derby gegen die Ice Tigers aus Nürnberg eher als Außenseiter. Vor der diesjährigen Rekordkulisse von 5683 Zuschauern bestätigte sich das auch, denn obwohl man über weite Strcken eine ordentlich Leistung bot, „fand man am Ende noch eine Möglichkeit, zu verlieren“, wie Trainer Larry Mitchell feststellen musste.

Was die letzten Wochen allerdings ebenfalls prägte, waren die immer wieder neuen verletzungsbedingten Ausfälle, die sich kaum kompensieren lassen. So fehlten diesmal Richard Rochefort, Chris Collins, Ulrich Maurer und Steffen Tölzer. Die Anfangsphase gehörte dennoch die Hausherren, die die Gäste weitgehend in deren Drittel zu beschäftigen wussten, aber bereits das erste Powerplay offenbarte dann schon wieder die derzeitigen Probleme der Panther. Immerhin entwickelte sich im weiteren Verlauf ein schnelles und kampfbetontes Spiel, bei dem die Fans beider Lager auf ihre Kosten kamen. Die von den Spielanteilen her völlig verdiente Augsburger Führung war dann auch schwer erarbeitet, denn T.J. Kemp brachte die Scheine aus dem Gewühl vor Patrick Ehelechner über die Linie. Die Ice Tigers bugsierten die Scheibe zwar auch zweimal in die Augsburger Maschen, doch verwehrte Schiedsrichter Aumüller in beiden Fällen die Anerkennung, weil das Tor vorher verschoben war. Dafür pfiffen ihn dann ausnahmsweise mal nicht die Augsburger Anhänger, sondern die der Nürnberger aus.

Den besseren Start nach der Pause erwischten erneut die Panther denn nach nur 33 Sekunden erhöhte Christian Chartier durch einen strammen Schuss unter die Latte auf 2:0. In der Gästekurve wurde es schlagartig ruhig, zumal die Augsburger auch in der Folge den Ton angaben. Doch deren Defensive war auch des Öfteren alles andere als sattelfest, so dass die Ice Tigers wenig später durch Eric Chouinard den Anschlusstreffer markieren konnten. Beide Teams bemühten sich um schnelle Kombinationen, dafür fehlte es meist an der Genauigkeit, so dass die Torhüter jeweils das bessere Ende für sich hatten. Mehr Chancen erarbeiteten sich die Panther, doch konnten sie aus diesem Vorteil kein weiteres Kapital schlagen.

Die Nürnberger gingen mit einem Mann weniger ins Schlussdrittel, was aber angesichts des schwachen Überzahlspiels ihrer Gegner kein großes Handicap war. Kurz darauf, als Petr Fical auf die Strafbank musste, sah es zwar teilweise etwas gefälliger aus, etwas Zählbares kam aber nicht dabei heraus. Darüber hinaus blieb die Partie ansonsten durchaus sehenswert. Ein kapitaler Fehler von Panther-Verteidiger Jeff Likens, der die Scheibe im eigenen Drittel unbedrängt zum Gegner spielte, leitete dann den Ausgleich durch Björn Barta ein. Nun zeigten die Augsburger Nerven und die logische Folge war kurz darauf das 2:3 durch Brad Leeb. Trotz einer engagierten Schlussoffensive der Hausherren im Anschluss besiegelte das die bittere Niederlage, die noch bitterer dadurch wurde, dass sich Thomas Jörg dem Vernehmen nach erneut am Knie verletzt hat.

Ein Kompliment im übrigen noch an Schiedsrichter Roland Aumüller, der das Spiel - ungewohnt - gelassen leitete und nicht für unnötige Unterbrechungen sorgte.



Andreas Brockmann: „Wir waren am Anfang zu passiv, sind dann aber besser in die Partie gekommen. Meine Mannschaft hat Charakter gezeigt und ist am Schluss belohnt worden.“



Larry Mitchell: „Nach gutem Beginn haben wir dann auch das schöne 2:0 geschossen, danach aus dem Nichts einen Gegentreffer kassiert. Obwohl wir uns im Anschluss stabilisieren konnten, führte dann ein Fehler zum Ausgleich und wir haben schließlich noch einen Weg gefunden, zu verlieren. Wenn unsere Schlüsselspieler weiterhin wie zuletzt keine Tore erzielen, werden wir kaum gewinnen können.“

(mor)



Tore: (1:0 / 1:1 / 0:2)


1:0 (13:13) Kemp ( James ; Gordon )

2:0 (20:33) Chartier ( James ; Gordon )

2:1 (26:26) Chouinard ( Spang ; Keller )

2:2 (50:15) Barta ( Leeb B.; Leeb G. )

2:3 (52.40) Leeb B. ( Barta ; Leeb G. )



Zuschauer: 5683

Strafzeiten: Augsburger Panther 6, Nürnberg Ice Tigers 8

Schiedsrichter: Roland Aumüller, Planegg

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