Panther verlieren im Kellerduell

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Beim Duell der Panther gegen die Freezers waren die Vorzeichen eigentlich klar: Keine der beiden Mannschaften kann es sich derzeit leisten, Punkte zu verschenken, will man nicht schon relativ früh den Anschluss an die Playoff-Ränge verlieren. Wobei die Gäste aus dem Norden angesichts der Tatsache, dass sie bereits mehr Spiele als die Panther absolviert haben, fast noch mehr unter Druck standen. Zu merken war davon allerdings nicht sehr viel, denn es entwickelte sich ein richtiges Kellerderby auf bescheidenem Niveau, in dem die Hausherren am Ende 1:2 unterlagen.

Mit Brett Engelhardt und Colin Murphy waren zwei Leistungsträger aus der Vizemeister-Saison der Augsburger an ihrer früheren Wirkungsstätte zu Gast. Zu Beginn nahmen sich beide Teams erst einmal ein paar Minuten Zeit, sich zu sortieren. Danach entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, die mehr vom Kampf lebte, als von spielerischer Raffinesse. Die Defensive auf beiden Seiten stand weitgehend stabil, so dass die ganz großen Chancen eher Mangelware blieben. Gerade einmal 13 Sekunden waren die Panther dann in Überzahl, bevor der Treffer fiel – leider einmal mehr auf der falschen Seite. Denn bereits der erste Augsburger Angriff endete in einem Konter der Hamburger, den Alexander Polaczek mit einem schönen Sololauf erfolgreich abschloss. Doch beim nächsten Mal machten es die Hausherren besser und Barry Tallackson sorgte umgehend für den Ausgleich. Die Partie nahm nun deutlich an Fahrt auf und die Torhüter hüben wie drüben bekamen mehr Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Da sowohl Dennis Endras als auch sein Gegenüber Daniel Taylor fehlerlos agierten, ging es mit diesem Spielstand in die erste Pause.

Danach nahmen die Panther das Heft in die Hand und für einige Minuten spielte sich das Geschehen überwiegend vor dem Hamburger Gehäuse ab. Allerdings verpassten es die Gastgeber, auch etwas Zählbares aus dieser Überlegenheit zu machen. Im weiteren Verlauf konnten sich die Freezers dann wieder etwas befreien und ergriffen selbst wieder mehr die Initiative. Immerhin relativ schnell und abwechslungsreich war die Partie, da aber beide Mannschaften einige Schwächen im Abschluss offenbarten, blieb der Mittelabschnitt letztlich torlos.

Im letzten Drittel bekam die Partie dann weitgehend das Niveau eines Kellerduells. Gezielte Aktionen gab es nur noch in Ausnahmefällen und dann fehlte es an der Genauigkeit. Gerade noch einmal die Reihe um Darin Olver vermochte auf Augsburger Seite manchmal im Ansatz so etwas wie Gefahr für das Hamburger Tor zu verströmen. Die Panther versuchten es in der Schlusshase noch einmal, eine Verlängerung zu vermeiden, doch dann hatten die Freezers das Glück auf ihrer Seite. Garrett Festerling überwand im Nachschuss den Augsburger Keeper und sorgte damit für die Entscheidung. (mor)

Stephane Richer (Hamburg): „Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Wir haben konzentriert und kompakt gespielt und einen guten Job in der neutralen Zone gemacht. Daniel Taylor hat eine gute Partie im Tor absolviert und kurz vor Schluss ist uns das wichtige zweite Tor gelungen.“

Garrett Festerling (Stürmer Hamburg Freezers): „Es ist natürlich ein überragendes Gefühl, in so einem wichtigen Spiel das Siegtor kurz vor Schluss zu schießen. Das war ein Sieg der ganzen Mannschaft heute, wir haben das System sehr gut umgesetzt. Man hat schon in den letzten Spielen gemerkt, dass wir von der momentanen Situation die Schnauze voll hatten. Alle ziehen an einem Strang und arbeiten hart!“

Larry Mitchell (Augsburg):
“Wir hatten uns vorgenommen, besser defensiv zu spielen, weil wir bisher zwar viele Tore erzielt haben, das aber oft nicht gereicht hat. Das ist uns gelungen und wir haben im letzten Drittel nur drei Torschüsse zugelassen. Am Ende war der Hamburger Spieler hungriger und hat das entscheidende Tor geschossen. Von einigen unserer Spieler kommt zu wenig.“

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