Panther stoppen Pleiten-Serie - Verdienter 4:1-Sieg gegen Mannheim

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Nach inzwischen 13 Niederlagen in Folge waren an diesem Abend sicher nur die ausgemachtesten Optimisten mit der Erwartung eines Sieges ins Augsburger Eisstadion gekommen. Denn gegen die Adler aus Mannheim hatten sich die Panther selbst in Jahren, in denen es besser lief, immer sehr schwer getan. Doch so negativ die Vorzeichen auch gewesen sein mochten, die Realität sah dann anders aus. Zwar wirkte die Abwehr nach wie vor des öfteren alles andere als sattelfest, doch zeigten die Hausherren Kampfgeist und gewannen am Ende durchaus verdient mit 4:1.

Bis auf Verteidiger Steffen Tölzer, der wegen eines Daumenbruchs noch aussetzen musste, waren die Gastgeber an diesem Abend komplett. Vor allem die Rückkehr von Rick Girard hatte man schmerzlich herbeigesehnt. Bei den Adlern fehlten Rene Corbet und natürlich der Langzeitverletzte Lonny Bohonos, dafür gab Daniel Del Monte sein Debüt.

Beide Teams vergaben in der Anfangsphase jeweils in Überzahl die Möglichkeiten zu einer frühen Führung. In der Folge hatten die Panther einige Male gehöriges Glück, dass die Adler nicht gut genug zielten. Insofern war es zwar nicht unverdient, aber doch etwas überraschend, als Daniel Rau einen Abpraller von Manuel Kofler an Ilpo Kauhanen vorbei zum 1:0 in die Maschen schob. Fast im Gegenzug hätte Fabio Carciola den Ausgleich markieren können, doch ging die Scheibe aus kurzer Distanz knapp am Tor vorbei. Zwei Minuten später hatte Del Monte bei einer 3:1-Situation die nächste gute Chance, doch scheiterte er genau wie John Tripp in der Schlussminute des ersten Drittels am gut aufgelegten Torhüter Rolf Wanhainen. So gingen die Augsburger mit der knappen Führung in die Pause.

Und aus der kamen sie mit einigem Selbstvertrauen. In den ersten Minuten war es ein Spiel auf nur ein Tor und verdientermaßen konnte man diesmal auch den Lohn für die Mühen einstreichen. Steve Potvin vollendete zum 2:0. Doch dann häuften sich auf Augsburger Seite wieder die Nachlässigkeiten in der Defensive und als Konsequenz musste man den Gegentreffer einstecken. Sachar Blank nagelte die Scheibe aus kurzer Distanz unter die Latte. Wer nun vermutete, das damit die Nerven bei den Panthern erneut versagen würden, sah sich getäuscht, denn man konnte weiter gut mithalten und schließlich stellte Scott King sogar den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch mit guten Chancen auf beiden Seiten. Doch während die Adler einfach nichts daraus machten, schien bei den Panthern der Knoten endlich geplatzt. Eine schöne Augsburger Kombination krönte dann die Leistung der Gastgeber in diesem Drittel. Mit seinem Schuss direkt in den Winkel ließ erneut King dem ansonsten gut haltenden Kauhanen keine Chance zur Abwehr. Auch wenn die Führung inzwischen verdient war, war sie zu diesem Zeitpunkt etwas zu hoch ausgefallen.

Zwar versuchten die Adler im Schlussabschnitt zumindest anfangs die Partie noch einmal zu drehen, doch war ihren Bemühungen kein Erfolg beschieden. Zum einen fehlte den Angriffen die letzte Konsequenz, und wenn sie dann vor dem Augsburger Tor auftauchten, war Wanhainen jeweils Endstation, der längst zum Matchwinner für sein Team geworden war. Dass die Panther es eher ruhig angehen ließen und sich in erster Linie auf die Sicherung ihrer Führung konzentrierten, war nachvollziehbar. Und sie machten das gut, denn im Endeffekt waren sie einem weiteren Treffer sogar näher als die Gäste.

Daher zeigte sich Adler-Coach Stephane Richer auch gänzlich unzufrieden mit seiner Mannschaft. „Das war einfach viel zu wenig, was wir gezeigt haben. In den Zweikämpfen fehlte der Einsatz unserer Spieler und so haben die Augsburger völlig verdient gewonnen.“ Glücklich dagegen war sein Gegenüber, Paulin Bordeleau: „Ich freue mich für die Mannschaft, die mit viel Disziplin und System gespielt hat und endlich einmal ihre Chancen nutzen konnte.“ (mor)

Tore: (1:0 / 3:1 / 0:0)

1:0 (11:28) Rau ( King ; Kofler )

2:0 (23:01) Potvin ( Fendt ; Lindman )

2:1 (26:30) Blank ( Ratchuk; Ulmann )

3:1 (30:43) King ( Lindman ; Potvin )

4:1 (38.14) King ( Aufiero ; Henderson )

Zuschauer: 2832

Strafzeiten: Augsburger Panther 12, Adler Mannheim 12

Schiedsrichter: Harald Deubert