Panther stellen Tabellenführer ein Bein

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In den letzten Wochen hatten sich die Panther vermehrt als Favoritenschreck herausgestellt, daheim Siege gegen Ingolstadt und Mannheim, am Freitag dann auswärts nach Penaltyschießen in Köln – würde diese Serie nun auch gegen die Lions halten, zuletzt eigentlich das Maß aller Dinge in der DEL? „Wenn sich die Mannschaft an die taktischen Vorgaben hält, haben wir durchaus eine Chance“, hatte Panther-Coach Paulin Bordeleau am vergangenen Wochenende erklärt. Was sich bei den Haien bestätigt hatte, fand auch gegen den Spitzenreiter seine Fortsetzung, denn die Augsburger erkämpften sich erneut in der Verlängerung einen 3:2-Sieg.

Erneut mit voller Kaderstärke konnten die Panther in diese Partie gehen und signalisierten nach 39 Sekunden durch einen Schuss von Harlan Pratt, dass sie auch gegen den Tabellenführer offensiv Akzente setzen wollten. Erst recht beim ersten Powerplay, wo man erneut teilweise mit fünf Angreifern auf dem Eis war. Doch die Frankfurter Defensive erwies sich als stabil und konnte Schlimmeres verhindern. Danach allerdings bewiesen die Lions, dass sie nicht ohne Grund oben stehen und zeigten den Gastgebern verschiedentlich ihre Grenzen auf. Mehr als ein paar gute Chancen, die der starke Patrick DesRochers aber allesamt vereiteln konnte, gab es dabei aber nicht. In Überzahl änderte sich das dann. Erst traf Jason Marshall den Pfosten, wenig später konnte Jeff Ulmer einen Nachschuss im Tor unterbringen. Die Panther taten sich über weite Steecken schwer, beim schnellen und aggressiven Spiel der Lions mitzuhalten. Selbst in doppelter Überzahl konnten sie zunächst nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen. Dann gelang aber Mathis Olimb doch noch der sehenswerte und vielumjubelte Ausgleich.

Nach der ersten Pause zeigte sich zunächst das selbe Bild. Die Lions waren spielerisch überlegen, die Panther kämpften mit allen Mitteln, hielten zunehmend dagegen und blieben bei Kontern gefährlich. Mehr und mehr verloren nun die Gäste aber ihre Linie. Ab etwa der 28. Minute übernahmen die Hausherren das Kommando und drückten den Tabellenführer in die Defensive. Die Chancen häuften sich und schließlich verwertete eine davon Brock Radunske zur inzwischen verdienten Führung. Nur kurzzeitig gewannen die Frankfurter die Initiative zurück, dann rollten wieder die Angriffswellen der Panther, die im Zweikampf immer bissiger wurden. Von einem Leistungsunterschied war jetzt nichts mehr zu sehen und die Zuschauer bekamen eine schnelle und mitreißende Partie geboten. Letztlich profitierten die Hausherren auch von der Tatsache, dass es keine Strafen im Mitteldrittel gab, denn die Augsburger Unterzahlbilanz ist immer noch die Schlechteste der Liga.

Hätte Stefan Mann in der 43. Minute nicht knapp das Gehäuse von Ian Gordon verfehlt, die Vorentscheidung wäre vermutlich gefallen gewesen. Die Gäste versuchten nun wieder mehr Druck aufzubauen und bekamen ihre zwischenzeitliche Zweikampfschwäche besser in den Griff, doch von der anfänglichen Überlegenheit war weiterhin nichts mehr zu sehen. Trotzdem wurde es noch einmal spannend. Jason Young gelang nach Zuspiel von Chris Taylor, der ein Bully im Augsburger Verteidigungsdrittel gewonnen hatte, der Ausgleich, was den Lions wieder Auftrieb gab. Beide Teams hätten noch in der regulären Spielzeit mehrmals für die Entscheidung sorgen können, wobei die Gäste in der Schlussphase leichtes Übergewicht hatten.

Nach 50 Sekunden der Velängerung wanderte Michael Bresagk auf die Strafbank, was den Panthern letztendlich den entscheidenden Vorteil verschaffte. Harlan Pratt, der bereits in Köln den Siegtreffer in der Overtime erzielt hatte, nahm erneut Maß und sicherte seinem Team den zusätzlichen Punkt.

Lions-Trainer Rich Chernomaz schein nicht übermäßig unzufrieden mit dem Ergebnis und zeigte sich beeindruckt von der Vorstellung der Gastgeber. „Augsburg hat gut gearbeitet und verdient zwei Punkte geholt, da uns trotz 40 Torschüssen nur zwei Treffer gelungen sind.“ Paulin Bordeleau sieht dennoch genügend Arbeit für die kommenden Wochen. „Es war insgesamt ein glücklicher Sieg, gut für das Selbstvertrauen der Mannschaft, doch im Defensivverhalten im eigenen Drittel bleibt noch einiges zu tun.“ (mor)

Tore: (1:1 / 1:0 / 0:1 / 1:0 )

0:1 (10:17) Ulmer Jeff ( Marshall ; Vorobjev ) 5:4

1:1 (18:29) Olimb ( Radunske ; Chartier ) 5:4

2:1 (31:16) Radunske ( Slovak ; Mayr )

2:2 (51:15) Young ( Taylor )

3:2 (62:31) Pratt ( Gordon ; Olimb ) 4:3

Zuschauer: 2996

Strafzeiten: Augsburger Panther 6, Frankfurt Lions 8

Schiedsrichter: Richard Schütz, Moers

DEL PlayOffs

Samstag 20.04.2019
EHC Red Bull München München
0 : 3
Adler Mannheim Mannheim
Montag 22.04.2019
Adler Mannheim Mannheim
- : -
EHC Red Bull München München
Mittwoch 24.04.2019
EHC Red Bull München München
- : -
Adler Mannheim Mannheim