Panther setzen Meister matt

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So richtig schlau wird man aus den Augsburger Panthern einfach nicht. Nach dem letzten Heimerfolg gegen Ingolstadt hätte man eigentlich in Iserlohn mit etwas mehr als einer deutlichen Niederlage rechnen können. Was auswärts in dieser Saison an Punkten fehlt, lässt sich zuhause kaum ausreichend kompensieren, erst recht, wenn als Gegner der amtierende Meister ins Curt-Frenzel-Stadion kommt. Andererseits tun sich die Augsburger gegen starke Mannschaften oft leichter, das Problem der schwachen Zuschauerzahlen bekommt man damit allerdings auch nicht in den Griff. Dabei war wirklich sehenswert, was die Hausherren an diesem Abend boten, denn mit begeisterndem Spiel zeigten sie nicht nur eine erstklassige Leistung, sie gewannen auch noch deutlich mit 4:1.

Die Panther konnten erneut in voller Besetzung antreten und hatten nach etwas mehr als einer Minute bereits in Überzahl mehrere gute Chancen, die allerdings Adam Hauser im Mannheimer Tor zu vereiteln wusste. Trainer Paulin Bordeleau hatte auf das zuletzt wenig überzeugende Überzahlspiel seiner Mannschaft in der Art reagiert, dass er mit fünf Angreifern spielen ließ Ansonsten bemühten sich die Adler erfolgreich, die Hausherren frühzeitig unter Druck zu setzen. Travis Brigley hatte aber aufgepasst an der gegnerischen blauen Linie, schnappte sich dort die Scheibe und traf mit einem platzierten Schlenzer unter die Latte. Kurz darauf scheiterte auf der Gegenseite Rico Fata allein vor dem Augsburger Gehäuse. Die Zuschauer erlebten ein ungemein schnelles Spiel mit guten Spielzügen auf beiden Seiten. Kaum hatte Brock Radunske die Führung auf 2:0 erhöht, gelang Pascal Trepanier bei Überzahl mit einem verdeckten Schlagschuss der Anschlusstreffer. Die folgende Drangphase der Adler überstanden die Panther aber unbeschadet und kamen ihrerseits kurz vor dem Drittelende noch zu einigen sehr guten Möglichkeiten. Letztlich passierte vor der Pause nichts Zählbares mehr.

Beide Mannschaften konnten danach nahtlos anknüpfen und das atemberaubende Tempo auf dem Eis ging weiter, wobei zwischen Meister und Underdog wahrlich kein Unterschied feszustellen war. Vorteile hatten die Mannheimer lediglich im Powerplay, das etwas druckvoller war, was die Gastgeber durch Einsatz aber weitgehend ausgleichen konnten. Insofern ist es völlig unverständlich, weshalb die Augburger in den vergangenen Wochen mit spielerisch und läuferisch deutlich limitierteren Gegnern so oft Probleme hatten. Mochten die Gäste in dieser Phase auch das bessere Überzahlspiel haben, dafür hatten die Panther Mathis Olimb, der Adam Hauser austanzte und mit einem Shorthander auf 3:1 stellte. Doch damit nicht genug, denn 27 Sekunden vor dem Ende des Mittelabschnittes setzte sich Mark Murphy an der Bande gegen zwei Gegner durch und spielte auf Rhett Gordon, der dem Adler-Goalie das selbe Erlebnis noch einmal bescherte. Die Stimmung auf den Rängen stieg auf entsprechende Höhen.

Wer erwartet hatte, dass die Adler nun ein Offensiv-Feuerwerk zünden würden, sah sich getäuscht. Fast schienen sie sich mit der Niederlage schon abgefunden zu haben, denn viel kam da nicht mehr. Mit relativ geringen Aufwand konnten die Panther das Ergebnis verwalten, alles weitere was noch gefährlich hätte werden können, beseitigte Torhüter Patrick DesRochers.

„Wenn wir so arbeiten wie heute, werden wir in dieser Liga nicht viel gewinnen“, erklärte ein sichtlich angefressener Greg Poss nach dem Spiel. „Augsburg hatte mehr Siegeswillen und hat verdient gewonnen, bei uns war es wie schon zu oft in dieser Saison.“ Eigentlich rundum zufrieden war natürlich Paulin Bordeleau: „Wir haben sehr kompakt gespielt und die Scheibe gut aus dem eigenen Drittel gebracht. Die Tore fielen für uns zum richtigen Zeitpunkt.“ (mor)

Tore: (2:1 / 2:0 / 0:0)

1:0 (06:02) Brigley ( Pratt )

2:0 (12:29) Radunske ( Tölzer ; Slovak )

2:1 (13:03) Trepanier ( Shantz ; Girard ) 4:3

3:1 (35:28) Olimb ( Rekis )

4:1 (39:27) Gordon ( Brigley ; Murphy )

Zuschauer: 3022

Strafzeiten: Augsburger Panther 14, Adler Mannheim 18

Schiedsrichter: Georgij Jablukov