Panther schlagen Schafe im Wolfspelz

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Wie stark man bei den Ausgburger Panthern den Liganeuling eingeschätzt hat, mag man daran ablesen, dass sich Trainer Benoit Laporte entschieden hatte, erstmals in der Saison Backup-Torhüter Steffen Karg in den Kasten zu stellen. Nach dem sich die Meldung, dass die Wölfe kurzfristig Michael Bresagk von Frankfurt für die Abwehr verpflichtet hätten, als zu voreilig herausgestellt hatte, war in Augsburg der junge Stefan Person, zuletzt in Schwenningen tätig, mit dabei, damit die Breisgauer wenigstens fünf Verteidiger zur Verfügung hatten. Und die gerieten auch bald gehörig unter Druck, denn die Hausherren begannen einmal mehr mit ihrer Eröffnungsoffensive. Rostislav Haas hatte alle Hände voll zu tun, einen frühen Rückstand seines Teams zu verhindern, während die Freiburger Angriffsbemühungen eher harmlos bleiben. Lediglich die Sturmreihe um Kapitän Leo Stefan konnte für etwas Gefahr vor dem Augsburger Gehäuse sorgen und erzielte in Überzahl sogar die Führung für die Gäste. Kurz darauf gab es einige Aufregung, denn nach dem Hinweis seines Assistenten schickte Schiedsrichter Dahle den jungen Wölfe-Angreifer Peter Boon wegen eines Stockendenstichs mit einer Spieldauerstrafe zum Duschen. Die fünfminütige Überzahl schlossen die Panther schließlich mit dem Ausgleich durch Shawn Carter ab. Zwar gelang kurz vor der Pause noch die Führung durch Ronny Arendt, insgesamt aber gingen die Hausherren mit ihren Chancen weiterhin ziemlich fahrlässig um. An der drückenden Überlegenheit gab es trotzdem keinen Zweifel und ein Doppelschlag in der 26./27. Minute machte das endlich auch im Ergebnis deutlich. Erst traf erneut Arendt, dann Beardsmore in Überzahl. Freiburg bemühte sich zwar redlich, doch wirkliche Chancen spielte man sich kaum heraus, und wenn, war Karg jeweils hellwach. An den ungleichen Kräfteverhältnissen änderte sich auch im Schlussabschnitt nicht viel. Die Gäste kamen kaum aus der Defensive und Augsburg wirbelte nach Belieben. Der einmal mehr überragende Bob Wren auf Augsburger Seite, der bereits drei Treffer vorbereitet hatte, krönte seine Leistung schließlich mit dem 5:1, Arendt machte dann noch das halbe Dutzend voll und erzielte den ersten Hattrick seiner DEL-Laufbahn. Geht es nach den Chancen, hätte man allerdings längst zweistellig führen müssen, verdient gewesen wäre es allemal. Wölfe-Coach Thomas Dolak gab sich auch keinerlei Illusionen hin: „Wir haben gegen eine eindeutig stärkere Mannschaft verloren. Unsere verletzungsbedingten Ausfälle sind nicht zu verkraften und am Ende hat uns Augsburg an die Wand gespielt.“ Außer an der mangelhaften Chancenverwertung hatte auch Benoit Laporte an seinen Panthern an diesem Abend nichts auszusetzen. (mor)