Panther schlagen Prügel-Pinguine

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Nach den eher unbefriedigenden Ergebnissen in den letzten Partien stand für die Augsburger Panther einiges auf dem Spiel. Eigentlich sollten die Pinguine aus Krefeld ein dankbarer Gegner zur Stärkung des angeschlagenen Selbstbewusstseins sein, denn die Liste der Ausfälle bei den Gästen ist beträchtlich lang. Aus der personellen Not heraus hatte man zuletzt noch den Verteidiger Michail Koshevnikov, vor zwei Jahren in der Regionalliga für den AEV tätig, sowie Angreifer George Zajankala verpflichtet, der seit fast einem Jahr ohne Vertrag war. Trotzdem standen nur 15 Feldspieler auf dem Spielberichtsbogen. Doch es wurde ein hartes Stück Arbeit. Bei den Panthern fehlten weiterhin die Defender Shawn Anderson und Eric Dandenault. Von der ersten Minute an ließen die Gastgeber keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie diesmal als Sieger vom Eis gehen wollten. Entsprechend war ein gewohnt starker Robert Müller im Krefelder Kasten unter Dauerbeschuss, allerdings konnten die Augsburger selbst aus vier Minuten Überzahl kein Kapital schlagen. Allerdings erlebten die Zuschauer ein Spiel auf ein Tor, denn den Pinguinen war im ersten Drittel eigentlich kaum eine nennenswerte Torchance vergönnt. Eigentlich hätten die Hausherren längst deutlich führen müssen, doch so gelang ihnen wenigstens noch das 1:0 durch Bob Wren. Eine Co-Produktion der in Augsburg noch bestens bekannten Marc Beaucage und Rob Guillet sorgte allerdings umgehend für den zweifelsohne schmeichelhaften Ausgleich. Unmittelbar nach Wiederanpfiff dann ein Schock für Augsburg: Nach einem Stockschlag von Beaucage verließ Spielmacher Bob Wren sofort verletzt das Eis, der Krefelder Angreifer folgte mit einer Spieldauerstrafe. Doch diese Überzahl, selbst als man zwei Minuten mit zwei Mann mehr auf dem Eis war, konnten die Panther nicht zu einem Treffer nutzen. Im nächsten Powerplay nahm also Kapitän Duanne Moeser die Sache selbst in die Hand und fälschte die Scheibe nach einem Schuss von Marc Savard unhaltbar für Müller ab. Anscheinend hatten es die Gäste an diesem Abend darauf abgesehen, die Augsburger zu dezimieren, denn kurz vor der zweiten Pause fällte Rob Guillet per Stockschlag Rick Girard, doch trotz dessen Verletzung kam er mit zwei Minuten Strafe davon. Die richtige Antwort ließ diesmal nicht lange auf sich warten, denn Xavier Delisle erhöhte auf 3:1. Während Wren im Schlussabschnitt mit einer Prellung am Arm wieder spielen konnte, trug Girard eine schwere Blessur davon. Eine Fingerkuppe wurde teilweise abgetrennt und möglicherweise ist die Saison für den Panther-Stürmer beendet. Langsam kam jetzt auch die Augsburger Torfabrik auf Touren und erstmalig trug sich Verteidiger-Neuzugang Savard in die Torschützenliste ein. Etwas mehr als zehn Minuten vor Schluss war die Partie damit entschieden, die über weite Strecken unter der unfairen Spielweise der Krefelder litt, die eines amtierenden Meisters kaum würdig war. Fast wäre der junge Koshevnikov ebenfalls zu seinem ersten Treffer gekommen, doch wegen Torraumabseits wurde dieser nicht anerkannt. Die Panther taten nur noch das Nötigste und sicherten sich die wichtigen drei Punkte im Kampf um die Playoffs. Einiges Unverständnis riefen nach der Begegnung die Äußerungen von Krefelds Trainer Haralds Vasiljevs hervor. Nachdem er sich über die seiner Ansicht nah unkorrekten Entscheidungen des Schiedsrichter beschwert hatte, meinte er: „Über solche Verletzungen braucht man nicht weinen, das ist einfach Eishockey. Wir haben derzeit viel mehr verletzte Spieler.“ Sein Gegenüber Benoit Laporte ließ sich auf keine Diskussionen ein: „Ich hoffe nur, dass die Schiedsrichter weiterhin daran denken, dass die Saison noch nicht für alle Teams gelaufen ist.“ (mor)

Tore: (1:1 / 2:0 / 1:0)

1:0 (17:30) Wren ( Carter )

1:1 (18:38) Guillet ( Beaucage ; Wright )

2:1 (28:40) Moeser ( Savard ; Girard ) 5:4

3:1 (39:19) Delisle ( Kofler ; Rau )

4:1 (46.20) Savard ( Beardsmore ; Barta )

Zuschauer: 4516

Strafzeiten: Augsburger Panther 12 ; Krefeld Pinguine 25 + 10 Herperger + Spieldauer Beaucage

Schiedsrichter: Christian Oswald

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