Panther schlagen aufopferungsvoll kämpfende Adler

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Zu drastischen Maßnahmen hat man in der vergangenen Woche bei den Mannheimer Adlern gegriffen, um angesichts des nach Meinung der Verantwortlichen unakzeptablen Tabellenstandes ein Zeichen zu setzen. Man suspendierte Kapitän Stefan Ustorf und seinen Stellvertreter Yves Racine, sehr zum Missfallen allerdings der restlichen Mannschaft, zumal es bislang keine offizielle Begründung gibt. Auf dem Eis im Augsburger Curt.Frenzel-Stadion war von Verunsicherung bei den Adlern aber zunächst nichts zu merken, vielmehr übernahmen sie in den Anfangsminuten das Kommando und setzten die Hausherren gehörig unter Druck. Erst in Überzahl kamen die Panther zu ihren ersten nennenswerten Chancen, kurz darauf traf Andrej Strakhov nur den Pfosten. Die Partie wurde nun ausgeglichener, wobei die kämpferischen Elemente deutlich in der Überzahl waren. Geht man rein nach den Chancen, hätten die Panther, die mit einem speziellen Halloween-Trikot spielten, Mitte des ersten Drittels schon führen müssen, doch brachten sie die Scheibe einfach nicht im Tor unter. Erst bei einer 4:3-Überzahl gelang schließlich Bob Wren der verdiente Treffer. Von den zahlreichen folgenden Möglichkeiten nutzten die Augsburger immerhin noch eine schön herausgespielte durch Ronny Arendt, doch nur 21 Sekunden später gelang Derek Plante der Anschlusstreffer, als die Abwehr der Gastgeber pennte. Doch auch nach der Pause setzte sich die Überlegenheit der Panther fort, nicht zuletzt, weil die Adler immer wieder Strafen kassierten. Zunächst erneut Bob Wren, dann Colin Beardsmore brachten die Panther weiter in Front. Der Treffer von Andy Roach machte den rund 150 Mannheimer Fans immerhin wieder etwas Hoffnung. Und das nicht zu Unrecht, denn den Augsburgern ging nun weitgehend ihre Linie verloren und die Fehlern häuften sich. Einen krasser Fehlpass von John Miner im eigenen Drittel direkt zu seinem Gegenspieler nutzte Tomas Martinec dann auch zum 4:3. Dessen klare Tätlichkeit gegen Panther-Verteidiger Arvids Rekis kurz vor der zweiten Pause ahndete Schiedsrichter Langer zu dessen Glück nur mit zwei Minuten. Allerdings ließ auch das Überzahlspiel der Hausherren in dieser Phase zu wünschen übrig. Als dann Derek Plante bereits zu Beginn des Schlussabschnittes den Ausgleich erzielte, war die Partie wieder völlig offen. Beide Mannschaften setzten aber weiter auf Offensive, so dass es spannend und abwechslungsreich bis zum Schluss blieb. In Unterzahl fischte Francois Fortier einen unbedrängten Querpass im gegnerischen Drittel ab und konnte diesen auch noch an Richard Shulmistra vorbei in die Maschen stochern. Um jeden Meter Eis wurde in der Folge erbittert gekämpft, so dass die Vermutung mancher, die Adler würden möglicherweise gegen ihren Trainer und die Vereinsführung spielen, eindeutig widerlegt wurde. Vielmehr stemmten sich die Gäste bis zum Schluss gegen die Niederlage. In der vorletzten Minute nahm Adler-Coach Bill Stewart seine Auszeit und danach den Torhüter vom Eis. Doch sieben Sekunden standen noch auf der Uhr, als Girard mit einem Empty-Net-Goal für die endgültige Entscheidung zugunsten der Panther sorgte.

„Es war ein Schock für die Mannschaft, doch das Ergebnis war gut“, lautete die Antwort von Bill Stewart, nach dem Spiel zu den Vorkommnissen der letzten Woche gefragt. „Im zweiten und dritten Drittel war ich stolz auf mein Team.“ Zufrieden war auch Trainer-Kollege Benoit Laporte, der im effektiven Überzahlspiel seiner Mannschaft den Schlüssel zum Erfolg sah. (mor).


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