Panther ringen Roosters nieder

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Am Freitag hatten die Augsburger in Nürnberg über die volle Distanz gehen müssen, sich dafür aber im Penaltyschießen dann auch den Zusatzpunkt sichern können. Die heutigen Gäste aus Iserlohn dagegen taten sich bei ihrem Kantersieg gegen Kassel deutlich leichter. Doch davon war auf beiden Seiten nicht viel zu merken. Die Roosters hatten ihre Treffsicherheit fast vollständig eingebüßt, die Panther dagegen wirkten über weite Strecken alles andere als müde und setzten sich völlig verdient mit 3:2 durch.

Zwei Akteure standen Panther-Coach Larry Mitchell nicht zur Verfügung. Florian Kettemer hatte sich gegen Nürnberg eine Gehirnerschütterung zugezogen, Brett Engelhardt war wegen einer Spieldauerstrafe gesperrt, dafür rückte Uli Maurer in die zweite Sturmformation. Beide Teams versuchten vom Start weg hohes Tempo zu gehen, was allerdings in erster Linie zu Hektik und nur zu wenigen koordinierten Aktionen führte. Doch bei ihrem ersten Powerplay gelang es den Panthern schließlich doch, eine ihrer schnellen Kombinationen zum Abschluss zu bringen. Darin Olver schoss zum 1:0 ein. In der Folge hätten die Hausherren ihre Führung gleich mehrfach ausbauen können, doch selbst beste Chancen blieben ungenutzt. Insofern waren die Roosters gut damit bedient, lediglich mit so einem knappen Rückstand in die erste Pause zu gehen.

Dass die Gäste dann kurz nach dem Wiederanpiff durch Robert Hock den Ausgleich erzielen konnten, hatten sie eigentlich in erster Linie dem äußerst schwachen Schiedsrichter Schütz zu verdanken, der ihnen zu einer doppelten Überzahl verhalf. Doch an den Kräfteverhältnissen änderte das nicht viel. Die Panther erarbeiteten sich eine Vielzahl von guten Möglichkeiten, doch es fehlte an der nötigen Kaltblütigkeit und oft auch einfach am Glück. Um so lauter war der Jubel, als Connor James endlich den längst fälligen Treffer erzielte und der stark agierende Steve Junker wenig später mit einem „Volley“ nachlegte, denn nun entsprach das Ergebnis langsam dem Spielverlauf. Allerdings litt die Begegnung, die eigentlich sehr gut anzuschauen war, unter den unsäglichen Entscheidungen des Unparteiischen-Trios, was dann auch mehr und mehr Frust bei den Akteuren auslöste. Zugegebenermaßen war das Auftreten, vor allem des Hauptschiedsrichters, einfach nicht DEL-tauglich. Wenigstens konnten sich die Anhänger beider Mannschaften an einem inzwischen offenen Schlagabtausch erfreuen, der jede Menge spektakuläre Szenen zu bieten hatte.

Auch wenn man es sich fast nicht hatte vorstellen können, das Spiel wurde im Schlussdrittel nicht ein bisschen langsamer. Beide Mannschaften zündeten noch einmal ein richtiges Feuerwerk und beide Torhüter, die ohnehin zu den besten ihrer Teams gehörten, bekamen noch einmal genügend Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Als Michael Wolf dann einen Schuss von Mark Ardelan in Überzahl - Schiri Schütz hatte wieder zugeschlagen - zum Anschlusstreffer abfälschte, kam bei den Gästen wieder Hoffnung auf, aber so langsam schwanden nun doch die Kräfte. So konnten die Panther ihren Sieg über die Zeit retten.



„Nach dem 8:1 gegen Kassel war ich unzufrieden, aber wir hatte gewonnen. Heute haben wir zwar verloren, doch ich bin eigentlich zufrieden mit meiner Mannschaft“, so Roosters-Coach Uli Liebsch. „Wir waren kämpferisch gut, haben uns Chancen erspielt, doch letztlich hat Augsburg verdient gewonnen, weil sie ihre Chancen besser genutzt haben.“

„Ich bin glücklich über drei Punkte gegen einen starken Gegner“, lautete das Fazit von Larry Mitchell. „Die Mannschaft hat die richtige Antwort auf das vergangene Wochenende gegeben. Wir waren laufbereit, haben in Überzahl getroffen und waren stark in Unterzahl. Besonders hervorheben möchte ich die Reihe Junker, Collins und James, aber auch Michael Kreitl und Thomas Jörg, die einen sehr guten Job gemacht haben.“

(mor)



Tore: (1:0 / 2:1 / 0:1)

1:0 (03:44) Olver ( Kemp ; Ryan ) 5:4

1:1 (21:04) Hock ( Christensen ; Wolf ) 5:3

2:1 (26:50) James ( Collins ; Junker )

3:1 (30:15) Junker ( Murphy ; Collins)

3:2 (54:29) Wolf ( Wilford ; Ardelan ) 5:4



Zuschauer: 3171

Strafzeiten: Augsburger Panther 16 + 10 Chartier, Iserlohn Roosters 14

Schiedsrichter: Richard Schütz, Moers


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