Panther ringen Metro Stars nieder

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Wenn auch nur knapp, hat die Niederlagen-Serie der Augsburger Panther auch am vergangenen Freitag in Iserlohn kein Ende gefunden. Um nicht weiter in der Tabelle an Boden zu verlieren, musste daher ein Sieg gegen die Düsseldorfer her. Es wurde ein schweres Stück Arbeit und am Ende auch etwas glücklich, doch mit einem hartumkämpften 3:1 holten die Augsburger schließlich die ersten Punkte seit der Länderspielpause.

Trainer Larry Mitchell hatte seine Formationen wegen der längerfristigen Ausfälle von Thomas Jörg und Brett Engelhardt, aber nicht zuletzt auch wegen der anhaltenden Ladehemmung seiner Angreifer in den letzten Spielen mehrfach umgebaut, bislang aber nur mit begrenztem Erfolg. Auch an diesem Abend sahen die Reihen wieder etwas anders aus, allerdings konnte immerhin Verteidiger Chris Heid wieder mit aufs Eis. Dafür fiel nach zweieinhalb Minuten dann sein Kollege Steffen Tölzer aus, der eine Scheibe ins Gesicht bekommen hatte. Die Gäste begannen sehr druckvoll und stellten die Panther mit ihrem schnellen Spiel vor einige Probleme. So traf Patrick Traverse nur den Pfosten und auch in den folgenden Minuten konnten die Augsburger ihrem Torhüter dankbar sein, dass sie nicht in Rückstand gerieten. Um so effektiver waren sie dann in der Offensive. Die erste richtige Chance der Hausherren nutzte Darin Olver dann auch gleich zur glücklichen Führung. Schiedsrichter Alfred Hascher, der sofort auf Torerkannt hatte, sicherte sich aufgrund gegnerischer Beschwerden per Video ab und entschied dann erneut auf Treffer. In der Folge entwickelte sich langsam ein offener Schlagabtausch mit vielen Zweikämpfen zweier Teams auf Augenhöhe, in dem beide Torhüter alles abfingen, was gefährlich wurde. Kurz vor der Pause glichen die Panther auch in Sachen Pfostentreffer aus, am Spielstand änderte sich bis zur ersten Pause aber nichts mehr.

Auch im Mitteldrittel blieb die Partie kampfbetont und Chancen boten sich auf beiden Seiten. Das Augsburger Überzahlspiel sah zwar recht gut aus, aber beim Abschluss hatten die Panther ihre Probleme, zudem waren sie dabei sehr anfällig für Konter. In der 30. Minute hatte Dennis Endras Glück, dass er den Schuss des allein auf ihn zu stürmenden Rob Collins zu parieren vermochte. Wenig später konnte allerdings auf der anderen Seite Connor James per Abstauber doch noch den längst fälligen Powerplaytreffer für die Hausherren markieren. Allerdings zeigten die Panther teilweise ungewohnte läuferische Schwächen und zogen in vielen solcher direkten Duelle den Kürzeren. Daraus resultierte auch der Anschlusstreffer der Düsseldorfer. Rob Collins ließ Endras bei seinem Schlenzer keine Abwehrmöglichkeit.

Im Schlussabschnitt übernahmen dann die Düsseldorfer immer mehr das Kommando, was auch an der zunehmenden Passivität der Panther lag. Diese hätten zwar in Überzahl ihren knappen Vorsprung frühzeitig ausbauen können, doch war das Powerplay in dieser Phase dazu einfach zu schwach. Glück hatte man zudem, als in der 45. Minute Courchaine nur die Latte traf. Bitter aus Augsburger Sicht war danach, dass nach einem Check gegen das Knie mit Richard Rochefort der nächste Spieler das Eis verlassen musste. Während Steffen Tölzer wohl nur eine Platzwunde am Kopf davongetragen haben und am kommenden Wochenende wieder einsetzbar sein dürfte, könnte dessen Verletzung nach ersten Diagnosen weit schwerwiegender und vor allem langwieriger sein. Die DEG war in der Folge dem Ausgleich einige Male sehr nahe, doch scheiterten die Gäste immer wieder an Dennis Endras. Am Ende wuchsen er und seine Mannschaftskameraden dann fast über sich hinaus und stemmten sich trotz 3:5-Unterzahl mit allen Kräften erfolgreich gegen die anrennenden Metro Stars, die einfach keinen Weg fanden, die Scheibe ins Augsburger Tor zu befördern. Als die Düsseldorfer in der letzten Minute ihren Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahmen, folgte dann die Entscheidung. Colin Murphy behauptete im Düsseldorfer Drittel gegen drei Gegenspieler die Scheibe, Rhett Gordon eilte schließlich zu Hilfe und erzielte schließlich aus dem Gedränge heraus das entscheidende 3:1.



Harold Kreis: „Ich kann meiner Mannschaft nur Lob aussprechen, denn sie hat hart gearbeitet und unter erschwerten Bedingungen hervorragend gespielt.“



Larry Mitchell: „Natürlich bin ich nach fünf Niederlagen in Folge sehr glücklich über den Sieg. Düsseldorf hatte sehr viele Chancen, doch Dennis Endras hat uns vor allem zu Beginn und in der Schlussphase des Spiels die drei Punkte festgehalten.“

(mor)

Tore: (1:0 / 1:1 / 1:0)


1:0 (07:08) Olver ( Rochefort ; Murphy )

2:0 (32:54) James ( Collins ; Chartier ) 5:4

2:1 (37:04) Collins ( MacDonald )

3:1 (59:32) Gordon ENG



Zuschauer: 3291

Strafzeiten: Augsburger Panther 16, DEG Metro Stars 20 + 10 Holzer; Harrington + 20 Harrington

Schiedsrichter: Alfred Hascher, Miesbach

(Foto: Dennis Endraß hielt seine Panther im Spiel by City-Press)


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