Panther rehabilitieren sich - 4:0 gegen Krefeld beendet Niederlagenserie

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Angesichts von zuletzt sieben Niederlagen in Folge bekommt derzeit fast jedes Spiel der Augsburger Panther den Charakter eines Entscheidungsspieles. Gegen Krefeld, einen der härtesten Mitbewerber um den Einzug in die Playoffs gilt das natürlich umso mehr. Eine Reaktion der Mannschaft hatten Trainer und Manager nach der 2:9-Pleite in Nürnberg gefordert und die sollten sie auch bekommen.


Auf drei Angreifer musste Coach Benoit Laporte an diesem Abend erneut verzichten. Brian Felsner fehlt wegen familiärer Gründe, Marc Brown ist an der Schulter verletzt und Robert Brezina wird Augsburg in Richtung zweite Liga verlassen. Wie zuletzt auch übernahmen die Hausherren zu Beginn das Kommando. Nicht einmal eine Minute war vergangen, als Manuel Kofler alleine auf Krefelds Schlussmann Robert Müller zu fuhr, aber nicht verwandeln konnte. Auch die erste Überzahl verging ohne zählbares Ergebnis und die Pinguine kamen nun etwas besser ins Spiel. Doch auf spielerische Glanzpunkte wartete man in den ersten zwanzig Minuten auf beiden Seiten vergebens. Wenig durchdachte Kombinationen, dafür um so mehr Fehlpässe – immerhin die beiden Torhüter erwiesen sich jeweils als sicherer Rückhalt ihres Teams. Erst kurz vor der ersten Pause gab es für die einheimischen Fans etwas zu jubeln. Francois Fortier beendete seine rund zweimonatige Torflaute mit einem satten Schuss aus spitzem Winkel direkt über die Fanghand von Robert Müller. Die Führung ging im Hinblick auf die Spielanteile zu diesem Zeitpunkt auch in Ordnung.


Lichterloh brannte es vor dem Augsburger Gehäuse, nachdem Steve Bancroft nur sechs Sekunden nach Beginn des zweiten Drittels wegen eines Ellbogenchecks auf die Strafbank musste. Nur mit viel Glück konnten die Gastgeber den Ausgleich verhindern, wobei die Pinguine auch ziemlich leichtfertig mit ihren Chancen umgingen. Doch auch die Panther hätten in der Folge einiges für ihr Torverhältnis tun können, scheiterten aber immer wieder am starken Müller. Als Kofler dann nach schönem Zuspiel von Robert Busch erneut zu einem Alleingang kam, machte er es besser als zu Beginn und verwandelte zum 2:0. Balsam schien das für die Seelen und das Selbstvertrauen der Hausherren zu sein, denn kurz darauf fuhren sie in Unterzahl einen Bilderbuchkonter, den Shawn Carter erfolgreich abschloss. Den Unterschied zwischen beiden Mannschaften, die in der Defensive teilweise erschreckende Lücken zeigten, war letztlich die bessere Chancenauswertung der Augsburger. Allein Rob Guillet hatte bis zu diesem Zeitpunkt mehrere klare Möglichkeiten versemmelt. Fünf Sekunden vor Ende des Mittelabschnittes kochten dann die Emotionen auf dem Eis über. Rund um das Gehäuse von Panther-Goalie Jean-Francois Labbé fanden einige handfeste Auseinandersetzungen statt, die zu je zwei Spieldauerstrafen führten. Auf Krefelder Seite erwischte es Chris Herperger und Alexander Selivanov, bei Augsburg durften Ronny Arendt und Steve Bancroft vorzeitig zum Duschen. Selbst nach Meinung von Schiedsrichter-Beobachter Jupp Kompalla war diese Entscheidung allerdings überzogen.


An diesem Abend wollten sich die Panther den Sieg nicht mehr lassen und machten weiter Druck. Ein Fehler von Müller, dem die Scheibe zwischen den Schonern durchrutschte, brachte die Vorentscheidung. Rick Girard musste nur noch einschieben. Eigentlich hätte man die Partie nun ruhig zu Ende bringen können, doch sahen das einige Akteure anders. Rob Busch und Shayne Wright gerieten aneinander und der Krefelder Verteidiger funktionierte die erbeutete Kopfbedeckung seines Kontrahenten kurzerhand zur Keule um und prügelte damit auf den Augsburger ein. Eine Spieldauer und eine Matchstrafe waren die Folge. Spielerisch passierte nicht mehr viel und so konnte sich Labbé immerhin über den zweiten Shutout freuen.

Verärgert waren beide Trainer über die aus ihrer Sicht ebenfalls übertriebenen Sanktionen des Unparteiischen. Sowohl Bob Leslie als auch Benoit Laporte fehlen in der nächsten Begegnung auf jeden Fall drei weitere Spieler. „Wir fahren mit nur noch 14 Spielern nach Hannover“, so der Panther-Coach. „Daher fehlt mir das Lächeln über den Sieg!“ Zufrieden war er dennoch. „Wichtiger als die drei Punkte ist mir noch die Reaktion der Mannschaft am heutigen Abend nach dem 2:9 gegen Nürnberg.“ (mor)


Tore: (1:0 / 2:0 / 1:0)

1:0 (18:59) Fortier ( Pudlick ; Methot )

2:0 (28:42) Kofler ( Miner ; Busch )

3:0 (29:47) Carter ( Bancroft ; Moeser ) 4:5

4:0 (44:03) Girard ( Rekis ; Methot ) 5:4


Zuschauer: 3732

Strafzeiten: Augsburger Panther 31 + Spieldauer Arendt, Bancroft und Busch, Krefeld Pinguine 27 + Spieldauer Herperger und Selivanov + Matchstrafe Wright

Schiedsrichter: Heiko Dahle, Berlin


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