Panther müssen sich knapp geschlagen geben

Personalentscheidungen bei den Grizzly AdamsPersonalentscheidungen bei den Grizzly Adams
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Nach zwei hart umkämpften Begegnungen in Wolfsburg traten die Augsburger Panther in den Pre-Playoffs erstmals vor eigenem Publikum an. Nach Spielen stand es 1:1, so dass die Gastgeber nun die Chance gehabt hätten, eine Entscheidung der Runde in den zwei Aufeinandertreffen im Curt-Frenzel-Stadion herbeizuführen. Erneut blieb es bis zum Schluss äußerst eng und ein einziger etwas glücklicher Treffer reichte den Grizzlies schließlich zum Sieg.

Beide Teams begannen sehr konzentriert und ließen, selbst in Unterzahl, keine gegnerischen Chancen zu. Erstmals brenzlig wurde es für die Panther, als sie dann kurzzeitig sogar zwei Mann weniger auf dem Eis hatten. Doch die Grizzlies konnten daraus kein Kapital schlagen. Die beste Chance hatte in dieser Phase der Augsburger Kapitän Mark Murphy, dem am Ende seines Alleingangs aber der Schläger brach. Jedenfalls bekamen die Zuschauer lupenreines Playoff-Eishockey mit viel Kampf und packenden Szenen auf beiden Seiten geboten. Doch wie schon in den ersten beiden Spielen blieb das erste Drittel torlos.

57 Sekunden und jeweils zwei Strafminuten später entschieden die Unparteiischen nach einem Foul von Ken Magowan gegen Chris Collins auf Penalty für Augsburg, doch Murphy konnte Oliver Jonas dabei nicht überwinden. In den folgenden Minuten waren dann die Wolfsburger eindeutig das druckvollere Team. Doch die Panther wehrten sich nach Kräften und kamen durch Steve Junker auch zu einer hochkarätigen Chance. Ein Tor lag in der Luft, doch die Torhüter auf beiden Seiten machten einen fehlerlosen Job und entschärften teilweise spektakulär, was auf ihren Kasten kam. Zwischenzeitlich war das Spiel so schnell, dass die beiden Schiedsrichter-Assistenten mit ihren Icing- und Abseitsentscheidungen häufiger daneben lagen. Ansonsten lieferten die beiden Hauptschiedsrichter eine tadellose Leistung ab, indem sie sich nicht mehr als nötig in den Vordergrund drängten. Die Panther waren im weiteren Verlauf wieder völlig gleichwertig, versäumten es allerdings, eines ihrer Powerplays zu einer Führung zu nutzen, obwohl es vor dem Wolfsburger Tor einige Male lichterloh brannte.

Es wurde das Warten auf den entscheidenden Fehler einer der beiden Mannschaften und es sah zu Beginn des Schlussdrittels so aus, als wäre er den Augsburgern unterlaufen. Die Panther konnten nach einem Schuss von Alavaara, bei dem die Scheibe unkontrolliert sprang, den Querpass vor dem Tor nicht unterbinden, Dennis Endras prallte sie gegen den Handschuh und Andreas Morczinietz war zur Stelle, um die Gäste in Führung zu schießen. Längst war klar, dass für den Ausgang nicht zuletzt auch die vorhandenen Kraftreserven eine entscheidende Rolle spielen würden. Und da wirkten die Grizzlies gerade in läuferischer Hinsicht etwas frischer als die Gastgeber, die in manchen Situationen einen Schritt langsamer waren. Dafür mussten die Wolfsburger in den letzten zehn Minuten auf Verteidiger Alexander Genze verzichten, den ein Augsburger Schlagschuss getroffen hatte. Bei Spielende stand die Schwere seiner Verletzung allerdings noch nicht fest. Drei Minuten vor dem Ende gab es dann noch einmal Überzahl für die Panther, da Matt Kinch auf die Strafbank musste. Die Hausherren versuchten zwar, alle Kräfte zum Endspurt zu mobilisieren, und nahmen den Torhüter vom Eis, doch es reichte einfach nicht mehr, die Partie noch zu drehen.

„Beide Teams haben aufopferungsvoll gekämpft“, so Wolfsburgs Trainer Toni Krinner. „Wir haben uns nach der Niederlage im ersten Spiel gut in die Serie zurückgekämpft und gehen nun mit viel Selbstbewusstsein in die Partie am Montagabend.“ – „Wir haben es versäumt, in Führung zu gehen“, so das Fazit von Larry Mitchell, „im Schlussdrittel war Wolfsburg dann etwas besser. Wir müssen uns morgen wiederum von der Strafbank fernhalten und einfach das Tor treffen, dann ist weiterhin alles möglich.“

(mor)



Tor: (0:0 / 0:0 / 0:1)

0:1 (44:32) Morczinietz ( Regan ; Alavaara )



Zuschauer: 6096

Strafzeiten: Augsburger Panther 8, Grizzly Adams Wolfsburg 14

Schiedsrichter: Stephan Bauer / Rick Looker


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