Panther mit dem glücklichen Ende

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Im Duell gegen den direkten Konkurrenten um den zehnten Tabellenplatz ging es für die Panther in erster Linie darum, den Vorsprung auf die Kölner Haie weiter anwachsen zu lassen. Doch die Domstädter hatten zuletzt ebenfalls gezeigt, dass sie im Rennen um die Playoff-Plätze durchaus noch ein Wort mitzureden gedenken. An diesem Abend jedenfalls bewiesen beide Mannschaften, dass sie nicht ganz zu Unrecht im unteren Tabellenbereich angesiedelt sind.

Bei den Panthern sind mit Chris Heid und Riley Armstrong zwei zuletzt Verletzte wieder in den Kader zurückgekehrt, weiterhin verzichten muss Larry Mitchell allerdings auf Sean Bentivoglio und Thomas Jörg. Austin Wycisk hatte zudem keinen Platz mehr auf dem Spielberichtsbogen gefunden, Kyle Wanvig dagegen Augsburg bekanntlich in Richtung Slovakei verlassen. Bei den Haien ist die Situation insofern noch angespannter, da sie nur fünf Verteidiger aufbieten konnten. Nach 48 Sekunden hatte Barry Tallackson bereits die Führung für die Hausherren auf dem Schläger, doch verhinderte das die Latte. Etwas mehr als drei Minuten später war sich wohl so ziemlich jeder im Stadion sicher, dass die Scheibe nach Schuss von Florian Kettemer im Kölner Tor war, doch Schiedsrichter Dahle hatte beim Videostudium erneut nur Metall erkannt. Wenigstens gab es dann in Überzahl keinen Zweifel mehr, als Peter Zingoni Danny Aus den Birken zur Augsburger Führung überwinden konnte. Doch in der Folge verpassten es die Panther, ihren Vorsprung auszubauen, wozu sie mehrfach die Gelegenheit hatten. So gelang es den Gästen dann kurz vor der ersten Pause, aus einem Wechselfehler Kapital zu schlagen und in Person von Brett Breitkreuz den glücklichen Ausgleich zu markieren.

Es war zwar wunderschön anzuschauen, was vor allem die Augsburger Topreihe zeitweilig mit den Kölnern anstellte, doch kam dabei zunächst nichts Zählbares heraus. Um so größer war der Jubel der Pantherfans, als das Trio Clarke, Tallackson und Olver dann doch in sehenswerter Art und Weise das 2:1 in die Maschen zauberte. Die Freude währte allerdings erneut nicht lange, denn umgehend nutzten die Haie ein Powerplay, um durch Jason Jaspers wieder auszugleichen. Regelmäßig verhalfen die Panther ihren Gegnern durch leichtfertiges Spiel in der Defensive zu guten Möglichkeiten. Eine davon nutzte Mike Card von der blauen Linie dann erstmals zur Führung für die Haie, womit der Spielverlauf endgültig auf den Kopf gestellt war.

Die Kölner verlegten sich im Schlussdrittel darauf, ihren Vorsprung mit viel kämpferischem Einsatz zu verteidigen, kamen aber immer wieder zu Konterchancen. Die Panther taten sich dagegen zunehmend schwerer, sich Möglichkeiten zu erspielen und bleiben bei ihren Bemühungen immer wieder hängen. Selbst in Überzahl gelang es ihnen kaum, das Tor der Haie in Gefahr zu bringen. Insofern war es eine Erlösung für die Fans als Riley Armstrong dann kurz vor dem Ende doch noch den Ausgleich erzielte, der die Verlängerung erzwang. Hier dominierten die Kölner zwar fast nach Belieben, doch ein Tor fiel keines mehr. Im Penaltyschießen war Dennis Endras im Augsburger Tor nicht zu überwinden und so reichte der umjubelte Treffer von Barry Tallackson für den Zusatzpunkt. (mor).

Niklas Sundblad (Köln): „Am Anfang war Augsburg sehr stark, aber danach sind wir gut zurückgekommen und haben das Spiel kontrolliert. Dennoch ist Augsburg noch das späte Tor gelungen, während wir in der Verlängerung einfach nicht getroffen haben. So haben wir zwei wichtige Punkte verloren.“

Larry Mitchell (Augsburg): „Zu Beginn war ich sehr zufrieden, danach aber dann nicht mehr. Es ist unheimlich frustrierend, wenn ein Eishockeyspiel nur aus Behindern und Blocken besteht. Jedenfalls sind wir sehr glücklich über die zwei Punkte.“

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