Panther machen Wunder wahr - 4:3 gegen Iserlohn sichert den siebten Platz

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Letzter Spieltag und die Augsburger Panther hatten es glücklicherweise selbst in der Hand, das kleine Wunder noch zu vollbringen und den Einzug in die Playoffs als Achter oder gar Siebter zu schaffen. Da sollte es vor eigenem Publikum eigentlich Ehrensache sein, sich noch einmal so richtig rein zu hängen und die Punkterunde mit einem Sieg abzuschließen. Zwar sind die Iserlohn Roosters alles andere als ein Lieblingsgegner für die Augsburger, doch ging es für die ja schließlich um überhaupt nichts mehr. Das merkte man dem Spielverlauf aber nicht an und die Hausherren hatte alle Hände voll zu tun, ehe der 4:3-Sieg und damit der siebte Platz im Kasten war.

Die Stimmung bereits vor dem Anpfiff hätte nicht besser sein können und schnell hatten sich die Fans aus beiden Lagern – rund 150 waren aus Iserlohn gekommen – im Gesang geeinigt, was die Playoffs anging: „Lieber Augsburg, als die DEG“, da stimmten die Panther-Anhänger natürlich gerne ein. Und Stimmung herrschte dann auch auf dem Eis. Die Hausherren wollten wohl keinen Zweifel daran aufkommen lassen, wer hier die Punkte holt. Bereits in der ersten Spielminute trafen sie zweimal den Pfosten von Leo Conti, der seine Jugendjahre in Augsburg verbracht hatte. Danach gab es ein wahres Wechselbad der Gefühle, denn nach knapp vier Minuten lagen die Gäste durch Treffer von John-Michael Liles und Mike Kennedy in Überzahl mit zwei Toren vorn. Doch die Panther ließen sich nicht beeindrucken und setzten ihren Sturmlauf fort. Und als das Spiel gerade einmal 302 Sekunden alt war, hatten sie die Möbel erst einmal wieder gerade gerückt. Rick Girard und Daniel Rau – sein erstes Saisontor, und was für eines - hatten für den Ausgleich gesorgt. Jedoch gingen die Augsburger weiterhin in der Defensive teilweise viel zu leichtfertig zu Werke und so konnten die Sauerländer erneut durch Rhett Gordon in Führung gehen. Diesmal dauerte es etwas länger, bis der Ausgleich gelang. Francois Fortier staubte nach einem Schuss von Manuel Kofler ab und stellte auf 3:3.

Aus den letzten Sekunden des ersten Drittels brachten die Panther eine doppelte Überzahl mit und hatten nun die Chance, erstmals in dieser Partie selbst in Front zu gehen. Obwohl sie sich durchaus nicht ungeschickt anstellten, gelang es den Roosters, diese Phase ohne Gegentreffer zu überstehen. Auch einen Alleingang von Francois Methot kurz darauf konnte Leo Conti reaktionsschnell entschärfen. Wie bei allen Auseinandersetzungen mit Iserlohn taten sich die Panther mit dem kampfbetonten und körperlich robusten Spiel des Gegners ziemlich schwer, dafür stand nun die Abwehr etwas stabiler. Aber vor allem bei ihren Kontern blieben die Gäste immer brandgefährlich. Vom zuletzt so starken Überzahl der Panther war am heutigen Tag nichts zu sehen, denn Möglichkeiten hätte es genügend gegeben. So blieb der Mittelabschnitt torlos.

Bereits vor dem Spiel hatte das Publikum im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion Kapitän Duanne Moeser gefeiert, der am Freitag sein 700. Spiel für Augsburg absolvierte. Und der 42-jährige Publikumsliebling, der nach der Saison seine lange Karriere beenden wird, brachte seine Mannschaft endgültig auf Playoff-Kurs. Mit der Rückhand aus der Drehung schob er die Scheibe am überraschten Conti vorbei flach ins Eck – in Unterzahl wohlgemerkt. Wäre „Beamer“ nicht ohnehin schon unsterblich in den Herzen der heimischen Fans, spätestens dieser Treffer hätte dafür gesorgt. Danach regierte erneut in erster Linie der Kampf, doch die Panther stemmten sich mit aller Macht gegen einen möglichen Ausgleich. Mehr als eineinhalb Minuten vor dem Ende nahm Doug Mason den Torhüter heraus, doch der letzte Höhepunkt war leider ein unschöner. Mike York kassierte 41 Sekunden vor Schluss eine Spieldauerstrafe, weil er Ronny Arendt niedergestreckt hatte, doch ein Stockcheck zum Kopf, wie vom Schiedsrichter geahndet, war es wohl nicht. Vielmehr traf der Iserlohner den Augsburger mit der Schulter im Gesicht. Am Ergebnis änderte sich aber nichts mehr.

Harmonische Töne gab es dann auch von den Trainern. Doug Mason ließ den Glückwünschen einige anerkennende Worte über den Panther-Kapitän folgen, den er aus seiner Zeit in Augsburg noch kennt. „Es ist eine perfekte Geschichte für Augsburg und natürlich für Duanne, dass er dieses Tor erzielt hat.“ Dem konnte Benoit Laporte nur zustimmen. Selten sah man den Panther-Coach so viel lächeln. „Ich bin sehr, sehr stolz auf die Mannschaft, die in den letzten Wochen und auch heute nach dem 0:2 noch an sich geglaubt hat.“ Auf den Playoff-Gegner, die Eisbären aus Berlin, angesprochen meinte er: „Sie sind wohl das kompakteste und spielstärkste Team der Liga. Wir werden unser bestes Eishockey spielen müssen, um erfolgreich sein zu können.“ (mor)

Tore: (3:3 / 0:0 / 1:0)

0:1 (01:59) Knold ( York ; Gordon )

0:2 (03:48) Kennedy ( Mitchell ; Knold ) 5:4

1:2 (04:28) Girard ( Miner ; Barta )

2:2 (05:02) Rau ( Methot ; Kofler )

2:3 (10.42) Gordon

3:3 (17:21) Fortier ( Kofler )

4:3 (41:59) Moeser ( Carter ) 4:5

Zuschauer: 7774 (ausverkauft)

Strafzeiten: Augsburger Panther 6, Iserlohn Roosters 16 + 10 Gerbig, Lysak, Kennedy + Spieldauer York

Schiedsrichter: Thomas Schurr, Bad Wörishofen

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