Panther kommen glücklos aus der LänderspielpauseAugsburg - Iserlohn 1:4

Die Roosters setzten sich in Augsburg durch. (Foto: Imago)Die Roosters setzten sich in Augsburg durch. (Foto: Imago)
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Exakt 566 Kilometer sind es laut Routenplaner vom Sitz der Iserlohn Roosters bis zum Curt-Frenzel-Stadion in Augsburg. Dennoch hatten sich mehrere hundert äußerst lautstarke Fans auf den Weg vom Sauerland nach Schwaben gemacht. Und zunächst hatten sie auch allen Grund zur Freude und konnten die Augsburger per Fangesang „Stimmung wie in Düsseldorf“ ein wenig verhöhnen. Nachdem zu Beginn trotz temporeichen Spiels nicht arg viel passiert war, traf IEC-Verteidiger Sean Sullivan den Pfosten (7.). Kurz darauf machte es Mike York besser: Nach einem Querpass von Brooks Macek traf er aus kurzer Distanz zum 1:0 für Iserlohn. Kurz darauf musste AEV-Goalie Markus Keller nochmal in höchster Not retten, als Markus Friedrich einen Schuss von Dupont gefährlich abfälschte. Ab der 15. Spielminute erarbeiteten sich auch die Panther einige Chancen: Conolly spielte in Überzahl Trevelyan frei, der aber ebenso wenig traf wie in der 19. Spielminute Arvids Rekis, als er bei einem Alleingang Mathias Lange mit seinem Schuss auf das kurze Eck nicht bezwingen konnte. Sekunden vor der ersten Drittelpause hatte nochmals TJ Trevelyan die bis dato beste Chance für den AEV, als er nach einem Querpass durch den Torraum frei zum Schuss kam, aber am Roosters-Torhüter Mathias Lange scheiterte, den IEC-Trainer nach dem Spiel zu Recht als besten Spieler auf dem Augsburger Eis an diesem Nachmittag sah.

Roosters ziehen Dank effizienten Überzahlspiels davon

Im zweiten Drittel versuchten zunächst die Augsburger, gleich den Anschluss zu erzielen, und hatten auch nach einem Abpreller von Lange durch Ciernik eine gute Möglichkeit. Danach übernahmen aber wieder die Sauerländer das Kommando und hatten durch den ehemaligen Augsburger Chad Bassen eine gute Chance, als bereits eine Strafe gegen Carciola angezeigt war. Im darauf folgenden Überzahlspiel staubte Brodie Dupont aus dem Gewühl vor dem Tor zum 2:0 für die Roosters ab. In der 26. Spielminute saß Augsburgs Ciernik wegen eines Wechselfehlers auf der Strafbank. Und auch diese Überzahl nutzten die Iserlohner: Nach einer schnellen Kombination um das Augsburger Tor kam Ryan Button auf Zuspiel von Nick Petersen frei zum Schuss und vollstreckte zum 0:3 aus Augsburger Sicht. Kurz drauf saß erneut Ciernik auf der Strafbank. Nur mit Mühe konnten die Augsburger das vierte Roosters-Tor verhindern. Danach erarbeiteten sich die Panther einige gute Chancen, aber entweder scheiterten sie am sehr guten Roosters-Keeper Lange oder es warf sich noch ein Iserlohner Feldspieler in den Schuss- oder Passweg. Fünf Minuten vor Ende des zweiten Drittels wartete Woywitka freistehend in zentraler Position einen Moment zu lange mit seinem Schuss und wurde ebenfalls geblockt, auch Machacek verzog nach toller Vorarbeit von Ivan Ciernik drei Minuten später und scheiterte nur wenige Sekunden danach mit seinem Schuss am überragenden Lange.

Was geht noch im letzten Drittel?

Trevelyan lief bereits nach zehn gespielten Sekunden etwas übermotiviert ins Abseits. Dennoch hatten die AEV-Fans gleich Grund zum Jubeln: Die während zum letzten Drittel umformierte Sturmreihe mit DaSilva, Caporusso und Trevelyan setzte die Roosters direkt ordentlich unter Druck, so dass Brady Lamb, einer der Top-Spieler des ersten Saisonviertels, den Anschluss erzielen konnte. Es keimte etwas Hoffnung auf, doch wenig später saß Augsburgs Adrian Grygiel wegen Spielverzögerung auf der Strafbank. Dieses Mal hielten die Panther dem Druck der Roosters aber Stand. Augsburg drängte danach auf das zweite Tor, die klareren Chancen hatten aber die Iserlohner, etwa acht Minuten vor Schluss, als Keller zunächst mit der Fanghand gegen Petersen und dann gegen Ex-Panther Derek Whitmore mit dem Schoner im vollen Spagat rettete. Auch bei einem Alleingang von Petersen parierte Keller und hielt die Augsburger damit fünf Minuten vor Ende im Spiel.

Nach dem Motto „desparate times call for desparate measures” nahm AEV-Coach Larry Mitchell bereits viereinhalb Minuten vor Ende Torwart Keller vom Eis. Die Panther entwickelten in der 6:5-Überzahl auch enormen Druck. Colton Teubert traf aber in der 57.Spielminute aus dem eigenen Drittel ins leere Panther-Tor. Die Augsburger gaben sich dennoch nicht auf und kamen in der 59. Spielminute noch zu einer Dreifach-Chance, konnten aber nichts Zählbares mehr erreichen. So konnten die Roosters-Fans nach dem Ende des Spiels entspannt „Wir ha’m gute Laune“ singen. AEV-Coach Larry Mitchell sagte nach dem Spiel, dass sein Team es der tief stehenden Iserlohner Iserlohn zu oft ermöglicht hätte, Schüsse zu blocken, zudem merkte er an, dass es nicht gelungen sei, den Gegner so unter Druck zu setzen, dass man Strafzeiten hätte ziehen können.

Iserlohn hat damit aus den drei Partien im November sieben Punkte geholt, während Augsburg mit einem Null-Punkte-Wochenende aus der Deutschland-Cup-Pause startet.

Tore:
0:1 (8:59) Mike York (Brooks Macek, Brent Raedeke)
0:2 (24:25) Brodie Dupont (Alex Foster, Jonas Liwing – PP1)
0:3 (25:56) Ryan Button (Nick Petersen, Mike York – PP1)
1:3 (40:42) Dan DaSilva (Brady Lamb, Luigi Caporusso)
1:4 (56:42) Derek Whitmore (Nick Petersen, Mathias Lange – ENG)

Strafminuten: Augsburg 10,  Iserlohn 2
Zuschauer: 4482


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