Panther kommen gegen Huskies „unter die Kufen“

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Es war ein streckenweise „vogelwildes“ Spiel, das die 5161 Zuschauer im Curt-Frenzel-Stadion zu sehen bekamen. Dass die Panther am Ende nur einen Punkt verbuchen konnten, hatten sie letztlich ihrer Schwäche in der Defensive zu verdanken. Auf Grund einer frühen Strafe gegen Angreifer Colin Beardsmore, der Thomas Daffner am Kopf getroffen hatte, gerieten die Panther von Beginn an unter Druck. Eben wieder komplett musste man dann schon den ersten Treffer durch Alexander Serikov hinnehmen. Steffen Karg, der bereits beim Auswärtssieg in Düsseldorf den Vorzug vor Magnus Eriksson erhalten hatte, griff an der abgefälschten Scheibe vorbei und machte kurz darauf erneut eine unglückliche Figur. Obwohl er den Puck eigentlich schon sicher hatte, rutschte er ihm doch noch über die Linie. So lagen die Hausherren nach dreieinhalb Minuten bereits mit zwei Treffern zurück – so hatte man sich das natürlich nicht vorgestellt. Entsprechend war sofort Offensive angesagt, doch man tat sich ziemlich schwer gegen Huskies, die sich nun in erster Linie auf Sicherung verlegten und mit Kontern durchaus ihre Chancen hatten. Den Panthern war die Verunsicherung deutlich anzumerken und selbst mit zwei Mann mehr auf dem Eis gelang ihnen nur wenig Zwingendes, sieht man von einem Lattentreffer von Beardsmore ab.

Allerdings kamen sie nun langsam besser ins Spiel. Das setzte sich nach der ersten Pause fort und als Björn Barta den Anschlusstreffer erzielte, übernahmen die Hausherren endgültig das Kommando. Nicht einmal zwei Minuten später fiel der Ausgleich: Francois Fortier verwandelte einen Pass von Duanne Moeser „volley“ zum 2:2. Da die Huskies nun wieder mehr nach vorne tun mussten, gewann die Begegnung deutlich an spielerischem Niveau, auch wenn beide Trainer sich vermutlich abwechselnd die verbliebenen Haare angesichts der Defensivaktionen ihrer Akteure rauften. Ein schneller Konter brachte die Gäste wieder in Front, wobei Rob Busch trotz heftiger Attacken den Augsburger Keeper überraschen konnte. Dass die Panther zur Zeit ihre Sorgen mit den Männern zwischen den Pfosten haben, wurde kurz darauf einmal mehr deutlich. Denn der zweite Treffer von Matthias Trattnig an diesem Abend ging geradewegs durch die Hosenträger von Karg. Zum Glück für die Gastgeber haben sie Bob Wren in ihren Reihen. Der quirlige Center gestaltete die Partie nämlich binnen Minutenfrist wieder offen für sein Team. Erst legte er John Miner auf, dann schlug er selbst zu, vollstreckte zum 4:4 und ließ dabei der Kasseler Nummer Zwei im Tor, Jan Münster keine Chance. Obwohl das Ergebnis es nicht verriet, eigentlich waren die Panther über weite Strecken überlegen, ließen es aber in der eigenen Zone häufig am nötigen Biss und der Konzentration fehlen.

So ging das Spiel spannend in den Schlussabschnitt. Die Augsburger ließen zahlreiche Möglichkeiten aus, die Entscheidung vorzeitig herbeizuführen, allerdings wehrten sich die Hessen nach Kräften. Insofern war die erneute Führung der Huskies eher überraschend und glücklich, zumal sich der Augsburger Keeper die Scheibe letztlich selbst in den Kasten lenkte. Doch die Entscheidung war auch das noch nicht, denn mit einem Hechtsprung konnte Rick Girard zweieinhalb Minuten vor Schluss das Penaltyschießen erzwingen. Dort hatten die Gäste dann das bessere Ende für sich, denn während für die Panther nur Shawn Carter erfolgreich war, trafen bei den Huskies Peterson, Busch und Robitaille. Entsprechend zufrieden war deren Trainer Axel Kammerer über die zwei Punkte in der Fremde, nicht zuletzt angesichts der 1:8-Schlappe zuletzt in Hamburg. Um so mehr war seinem Augsburger Kollegen Benoit Laporte der Ärger über die Einstellung von Teilen seiner Mannschaft anzumerken. „Wer nur ein Drittel lang Eishockey spielt, kann nicht gewinnen. Da haben einige die Partie zu leicht genommen.“ Außerdem müssen die Panther für die nächste Zeit auf Verteidiger Eric Dandenault, der angeblich für die kommende Saison bereits in Düsseldorf angeheuert hat, verzichten. Ein Stockschlag eines Gegenspielers hat ihm den Unterarm gebrochen. (mor)

Tore: (0:2 / 4:2 / 1:1 / 0:1 )

0:1 (02:29) Serikov ( Retzer S.; Wahlberg )

0:2 (03:30) Trattnig ( Loth ; Abstreiter )

1:2 (21:27) Barta ( Lukes ; Wren )

2:2 (23:17) Fortier ( Moeser ; Fendt )

2:3 (28.08) Busch ( Retzer C. )

2:4 (31:18) Trattnig ( Abstreiter ; Retzer S. ) 5:4

3:4 (32:24) Miner ( Barta ; Wren )

4:4 (33.59) Wren (Delisle ; Barta )

4:5 (53:04) Peterson ( Daffner )

5:5 (57.50) Girard ( Moeser ; Miner )

5:6 (60:00) Busch GWS


Zuschauer: 5161

Strafzeiten: Augsburger Panther 8 + 10 Beardsmore; Kassel Huskies 12

Schiedsrichter: Petr Chvatal, Waldkraiburg