Panther kämpfen Roosters nieder

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Die Iserlohn Roosters gehören zu den Mannschaften, gegen die sich die Augsburger Panther zuletzt immer schwer getan haben. Daran sollte sich auch am Dienstagabend wenig ändern, wenn am Ende auch ein knapper Sieg zu verzeichnen war. Dafür gab es Positives zu vermelden. Am Vormittag kam die Freigabe, am Abend stand er bereits im Panther-Trikot auf dem Eis: Marc Savard, zuletzt bei den Kölner Haien, soll die verletzungsgeschwächte Verteidigung der Augsburger verstärken und machte bei seinem Debüt auch einen ordentlichen Eindruck. Den besseren Start erwischten aber die Gäste, die ihre erste Überzahlsituation bereits zur Führung nutzen konnten. Ausgerechnet der seinerzeit in Augsburg während der Saison ausgemusterte Chris Straube war dafür verantwortlich. Beide Mannschaften legten – auch das hat durchaus Tradition bei den Aufeinandertreffen – eine gesunde Härte an den Tag, so dass Schiedsrichter Schütz genügend zu tun bekam. Die Hausherren waren zwar überlegen und kamen zu einigen sehr guten Chancen, doch gegen Mike Fountain im Tor der Roosters fanden sie zunächst kein Mittel. Im weiteren hatten die Gäste aber auch viel Glück, nicht zuletzt als sie völlig unerwartet ihre Führung sogar noch ausbauen konnten. Erst zehn Sekunden vor der ersten Pause bekamen die einheimischen Fans Grund zum Jubeln. Francois Fortier schloss einen schnellen Konter mit einem Solo zum Anschlusstreffer ab. Gerade einmal 29 Sekunden waren im Mitteldrittel gespielt, als der überragende Bob Wren auch schon den Ausgleich besorgte und seine Mannschaft damit wieder ins Spiel zurück brachte. Die Panther setzten ihre Gegner nun immer mehr unter Druck und vermochten sogar in Unterzahl die Partie zu kontrollieren, ja erspielten sich dabei sogar die größeren Chancen. Iserlohn dagegen wirkte nach dem Doppelschlag minutenlang ziemlich konfus und steckte damit zwischenzeitlich damit auch den Schiedsrichter an. Zeitweise brannte es lichterloh vor dem Roosters-Gehäuse, aber die Hausherren verpassten es, schon zu diesem Zeitpunkt eine Entscheidung herbei zu führen. Immerhin gingen die Panther dank Bob Wren erstmals an diesem Abend in Führung, nachdem kurz zuvor Neuzugang Marc Savard an Fountain gescheitert war. Auch nach der zweiten Pause änderte sich das Bild nicht: Augsburg vergab die hochkarätigsten Chancen, Iserlohn hatte viel Mühe, sich des ständigen Drucks der Gastgeber zu erwehren. Selbst in Überzahl brachten die Roosters zunächst nicht viel zuwege, dann aber gelang doch der eher glückliche Ausgleich. In dieser Phase der Partie profitierten die Roosters davon, dass Schiedsrichter Schütz nur noch Augsburger auf die Strafbank schickte. In der 55. Minute allerdings hatte der Unparteiische die Panther-Fans wieder versöhnt, als er einen Treffer von Xavier Delisle nach längerem Videostudium schließlich doch anerkannte. Nun ließen sich die Gastgeber den Sieg auch nicht mehr nehmen und konnten mit ihrem fünften Treffer immerhin annähernd ihre Überlegenheit über die gesamte Spieldauer hinweg noch im Ergebnis ausdrücken. Insofern zeigte sich Trainer Benoit Laporte, der sein Versprechen einlöste, an Weihnachten zum ersten Mal die Pressekonferenz nach dem Spiel auf deutsch zu absolvieren, vorallem von der Moral seiner Truppe angetan. Ähnlich sah es auch sein Gegenüber Doug Mason, der die Überlegenheit der Panther in den letzten beiden Dritteln bestätigte. (mor)

Tore:

0:1 (02:22) Straube ( Cooper ; Sandrock ) 5:4

0:2 (15:52) Higgins ( Henderson ; Franz )

1:2 (19:50) Fortier ( Girard ; Dandenault )

2:2 (20:29) Wren ( Delisle ; Miner )

3:2 (36.17) Wren ( Delisle ; Fendt )

3:3 (44:22) Henderson ( Sandrock ; Higgins ) 5:4

4:3 (54:27) Delisle ( Lukes ; Wren )

5:3 (58.32) Fortier (Beardsmore ; Moeser ) 5:4

Zuschauer: 4745

Strafzeiten: Augsburger Panther 20 + 10 Barta ; Iserlohn Roosters 16 + 10 Goldmann + 10 Black

Schiedsrichter: Richard Schütz, Essen


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