Panther kämpfen Eisbären nieder - 4:3 nach Penaltyschießen

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Ausgerechnet mit dem aktuellen Tabellenführer bekamen es die Augsburger Panther am Donnerstagabend zu tun, wo man nach drei Niederlagen in Folge nur zu gerne wieder drei Punkte einfahren wollte. Von der Auftaktoffensive, die sonst im eigenen Stadion Tradition ist, war diesmal nicht so viel zu sehen, möglicherweise auch deshalb, weil Trainer Benoit Laporte zuletzt im Defensivverhalten Defizite bei seiner Mannschaft festgestellt hatte. Zudem wollte man den offensiv starken Gästen aus der Hauptstadt wohl nicht ins offene Messer laufen. Trotzdem entwickelte sich schon bald ein offener Schlagabtausch und beide Torhüter bekamen einiges zu tun. Viel Glück hatte Panther-Goalie Magnus Eriksson, als er an der Scheibe vorbei schlitterte, Keith Aldrige das leere Tor aber nicht traf, sowie als kurz darauf Schiedsrichter Langer einen Treffer von Kelly Fairchild nicht anerkannte. Aber auch die Hausherren gingen mit ihren Chancen ziemlich großzügig um, obwohl die Abwehr der Eisbären durchaus nicht immer Herr der Lage war. So ging es torlos in die erste Pause. Danach erhöhte der Tabellenführer merklich den Druck, ohne allerdings das Augsburger Tor ernsthaft in Gefahr bringen zu können. Selbst in sechs Minuten Überzahl, normalerweise eine Paradedisziplin der Berliner, waren die Panther nicht zu knacken. Leider waren die diesbezüglichen Entscheidungen des Schiedsrichters nur schwer nachvollziehbar und etwas einseitig. Auch nach der zweiten Pause erwischten die Gäste den besseren Start und die gut 3600 Zuschauer bekamen nun endgültig ein Spiel zu sehen, das erstklassige Werbung für die Sportart Eishockey darstellte. Nach einem Abwehrfehler der Panther gelang Alexander Barta die Führung. Während eines Augsburger Überzahlangriffs blieb ein klares Foul an der blauen Linie ungeahndet und so kamen die Eisbären zu einem unbedrängten Konter, mit dem sie erneut erfolgreich waren. Doch im Duell der Barta-Brüder folgte bald das Unentschieden, denn Björn auf Augsburger Seite wollte Alexander nicht nachstehen und brachte sein Team ins Spiel zurück. Bedingungslose Offensive war nun bei den Hausherren angesagt und das Berliner Gehäuse geriet unter Dauerbeschuss. Der verdiente Lohn blieb auch nicht aus: Kapitän Duanne Moeser mogelte die Scheibe unter Rich Parent zum Ausgleich ins Tor. Endgültig tobte die Halle, als Xavier Delisle knapp zwei Minuten vor Schluss die Panther in Front brachte, doch hatten sich die heimischen Fans zu früh gefreut. In der Schlussminute nämlich erzielte Fairchild auf „Zuspiel“ von Schiedsrichter Langer, von dessen Schlittschuh der Puck abprallte, den letztlich nicht unverdienten Ausgleich. Im Penaltyschießen ließen die Hausherren aber nichts mehr anbrennen. Während Björn Barta und Bob Wren für Augsburg sicher verwandelten, war Magnus Eriksson von Fairchild, Pederson, Walker und Corriveau nicht zu überwinden. Beide Trainer waren nachher mit ihren Teams weitgehend zufrieden. Zwar trauerte Pierre Page der verspielten 2:0-Führung etwas hinterher und Benoit Laporte haderte ein wenig mit dem späten Ausgleich der Gäste, in der Summe jedoch zeigten sie sich angetan von einem wirklich begeisternden Spiel. (mor).

Tore:

0:1 (42:39) Barta ( Busch ; Keller )

0:2 (47:38) Pederson ( Roberts)

1:2 (50:27) Barta ( Arendt ; Strakhov )

2:2 (56:48) Moeser (Girard ; Beardsmore )

3:2 (58:09) Delisle (Girard )

3:3 (59:02) Fairchild

4:3 (60:00) Barta GWS

Strafzeiten: Augsburger Panther 10 - Eisbären Berlin 16 + 10 Aldridge

Zuschauer: 3608

Schiedsrichter: Michael Langer,


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