Panther heizen Freezers ein

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Seit dem vergangenen Wochenende hatte es bei den Augsburger Panthern jede Menge Gespräche zwischen Trainer und Spielern gegeben. Benoit Laporte war mit dem Auftreten der Mannschaft alles andere als zufrieden gewesen und hatte für die Partie gegen die Hamburg Freezers zunächst einmal die Reihen neu zusammengestellt. Ob es nun daran gelegen hat oder nicht, auf jeden Fall zeigte sich das Team schon etwas schlagkräftiger und disziplinierter und setzte sich am Ende durchaus verdient mit 4:2 durch.

Nach zehn Sekunden musste der Hamburger Torhüter Boris Rousson nach einem Schuss von Shawn Carter zum ersten Mal ins Geschehen eingreifen. Überhaupt merkte man den Hausherren an, dass sie von Beginn an klare Verhältnisse schaffen wollten, doch wirkte man vor allem in der Defensive zunächst noch ziemlich nervös. Auch das erste Überzahlspiel – Jim Dowd saß bei den Gästen auf der Strafbank – führte zu keinen nennenswerten Chancen. Vielmehr hatten die Panther Glück, als Hamburgs Kapitän Jürgen Rumrich nach einem Alleingang gegen Jean-Francois Labbé nicht verwandeln konnte. Danach übernahmen mehr und mehr die Gäste das Kommando. Mit erneut einem Mann mehr auf dem Eis, diesmal hatte es Craig Johnson erwischt, kam es nicht zu einem einzigen Schuss auf das gegnerische Tor. Insofern war es schon sehr glücklich, dass den Augsburgern nur wenig später die Führung gelang. Ronny Arendt hatte von der blauen Linie abgezogen und Rousson rutschte die Scheibe unter dem Arm durch. Der Treffer tat dem Selbstvertrauen der Panther jedenfalls gut, denn in der Folge legten sie ihre Nervosität etwas ab und konnten die Partie zunehmend offener gestalten. Weiterhin unbefriedigend bleibt allerdings die Effektivität im Überzahlspiel.

Knapp eineinhalb Minuten waren im zweiten Drittel absolviert, als die Freezers einen schnellen Konter auf den Augsburger Kasten fuhren. Brandon Reid legte zurück auf Darren Van Impe und der nagelte den Puck aus rund fünf Metern direkt unter die Latte. In der Folge gab es gute Chancen auf beiden Seiten, doch während auf Seiten der Hausherren Labbé Rückhalt seiner Mannschaft war, scheiterten seine Kollegen von der Abteilung Attacke eher an sich selbst. Als es schließlich doch in Überzahl zu einem Treffer für die Panther reichte, Fortier verwandelte einen Abpraller von Mike Pudlick, währt die Freude nur kurz. Nur 13 Sekunden später sorgte Robert Francz mit einem Rückhandschlenzer aus kurzer Distanz für den erneuten Ausgleich. Dieser Treffer dürfte Trainer Laporte einmal mehr das schüttere Haupthaar zu Berge stehen lassen, denn von einer zielgerichteten Defensive war in dieser Szene so gut wie nichts zu sehen. Bis zum Ende des Mittelabschnittes verflachte die Partie zusehends.

Nur noch vier Sekunden hatte Freezers-Verteidiger Van Impe auf der Strafbank vor sich, als seine Mannschaft wieder in Rückstand geriet. Fortier fälschte einen Schuss von Pudlick unhaltbar für Rousson in die Maschen ab. Jetzt schien bei den Panther endlich der Knoten geplatzt. In der Offensive funktionierten nun die Kombinationen und als logische Folge bauten sie ihre Führung aus. Björn Barta stellte auf 4:2. Einen Bärendienst erwies dann allerdings Verteidiger Steve Bancroft seiner Mannschaft. Wegen eines versuchten Stockstiches schickte ihn der Unparteiische für zwei plus zwei plus zehn Minuten in die Box. Doch auch diese vier Minuten in Unterzahl überstanden die Hausherren unbeschadet. Eine Spieldauerstrafe handelte sich dafür der Hamburger Trainer Dave King gut sechs Minuten vor dem Ende ein, die er dem Schiedsrichter quittierte, indem er ihm einen Vogel zeigte. Rund zwei Minuten spielten die Hamburger am Ende ohne Torhüter, hatten dann dank einer Strafe gegen Marc Brown sogar eine 6:4-Überzahl, aber es reichte nicht mehr, den Hausherren den von ihnen so dringend benötigten Heimsieg zu entreißen.

Strafzeiten: Augsburger Panther 10 + 10 Bancroft, Hamburg Freezers 20 + Spieldauer Dave King

Tore: (1:0 / 1:2 / 2:0)

1:0 (11:24) Arendt ( Carter )

1:1 (21:29) Van Impe ( Reid ; Rumrich )

2:1 (31:37) Fortier ( Pudlick ) 5:4

2:2 (31:50) Francz ( Dowd )

3:2 (41.28) Brown ( Pudlick ; Methot ) 5:4

4:2 (47:32) Barta ( Arendt ; Carter )

Zuschauer: 3589

Schiedsrichter: Roland Aumüller


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