Panther haben längere Krallen

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Zwar hatte das erste Drittel keine Tore zu bieten, doch war es durchaus sehenswert. Beide Teams ließen sich nicht lange bitten und begannen von Anfang an in einem hohen Tempo. Die Niederbayern mussten erneut auf ihren etatmäßigen Kapitän Michael Bakos verzichten. Dessen Rolle auf dem Eis wurde vom  überzeugenden Stephan Wilhelm übernommen. Kapitän war erneut Lee Goren. Dieser hatte auch die besten Szenen im Eröffungsdrittel. Doch Goren, wie auch alle anderen Straubinger, scheiterte immer wieder an einem in Bestform spielenden Denis Endras. Auch Augsburg hatte einige Chancen in Führung zu gehen. Dennoch konnte man eine leichte Überlegenheit der Tigers erkennen.

Die Tore, die dem ersten Drittel fehlten, wurden im Mittelabschnitt nachgeholt. Besonders sehenswert war das Tor zum 0:2 für die Panther. Darin Olver klaute der Straubinger Verteidigung die Scheibe und stand frei vor Dimitri Pätzold. Zuvor hatte ebenfalls Olver das 0:1 in Überzahl erzielen können. Hier wurde er von Barry Tallackson und Justin Fletcher gesucht und mit einem Hammer brach er den Bann. Mehr die Zuschauer als das Team der Tigers standen unter Schock. Bereits kurz darauf konnte Florian Ondruschka verkürzen. Doch davon ließen sich die Panther nicht beeindrucken und hatten mehrere hochkarätige Torchancen. Doch es brauchte wieder ein Powerplay, um den alten Abstand wieder her zu stellen. Jonathan D'Aversa war es, der Pätzold überwinden konnte. Mit diesem 1:3 ging es dann auch zum zweiten Mal in die Kabine.

Auch im letzten Abschnitt war es ein insgesamt gutes Eishockeyspiel. Letztendlich gewann Augsburg nicht nur den Schlussabschnitt, sondern auch das Spiel verdient. Straubing kam zwar noch einmal durch einen Schlagschuss von Stephan Willhelm ran. Doch durch  individuelle Abwehrfehler und ein überragendes Unterzahlspiel Augsburgs gab es kaum einen Zweifel, wer das bessere Team war. So musste Augsburg eine fünfminütige Unterzahl überstehen, und tat dies  mit Bravur. Straubing stand zwar gut, konnte aber keine Lücken finden. Augsburg hingegen setzte immer wieder brandgefährliche Konter und lief mehrfach 2 auf 1 Richtung Pätzold. Mike Radja war es dann, der für die endgültige Entscheidung sorgte. Erst schoss er das Tor zum 2:4 und nur drei Minuten später stellte er den Endstand mit einem erneuten Powerplaytor her. Vor allem beim letzten Treffer des Abends sah Straubings Hintermannschaft nicht gut aus. Damit eroberten die Panther die Tabellenführung der DEL.

Tore: 2:5 (0:0/1:3/1:2)

22. 0:1 Darin Olver (Barry Tallackson; Justin Fletcher) PP

25. 0:2 Darin Olver

27. 1:2 Florian Ondruschka (Karl Stewart, Derek Hahn)

33. 1:3 Jonathan D´Aversa (Nathan Smith, Justin Fletcher) PP

45. 2:3 Stephan Wilhelm (Derek Hahn; Karl Stewart) PP

53. 2:4 Mike Radja (Kyle Wanvig, Nathan Smith)

56. 2:5 Mike Radja (Justin Fletcher, Nathan Smith) PP

Strafen: Straubing 18; Augsburg 23 + 10 (Diszi) Kyle Wanvig + 20 (Spieldauer) Austin Wycisk

SR Daniel Piechaczek ; LR Andreas Flad, Michael Sauer

Zuschauer 4.289

Bericht Armin Holl-Wagner

DEL PlayOffs

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