Panther geben nicht auf - 6:4 gegen Köln

Das Vorbereitungsprogramm des ERC IngolstadtDas Vorbereitungsprogramm des ERC Ingolstadt
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Das war ein richtiges Playoff-Spiel, welches die 4815

Zuschauer am Sonntag in der Saturn-Arena zu sehen bekamen. Mit allem, was dazu

gehört: Rasanz, Brisanz und schöne Tore. Dazu eine gehörige Portion Härte, was

angesichts der Vorgeschichte mit den vielen Protesten und Beschuldigungen vor

allem von Kölner Seite kein Wunder war. Selbst Ligenleiter Gernot Tripcke

wollte sich ein persönliches Bild von der Lage machen und wohnte der Begegnung

bei. Er blieb ganz gelassen: „Solches Theater haben wir doch jedes Jahr zu

Beginn der Playoff. Und gerade Köln, mit seinen vielen Zeitungen, benützt

natürlich die Presse, um Stimmung für sich zu machen.“

Stimmung machten auch Ingolstadts Fans wie in alten Tagen.

Mit Erfolg: Bereits nach sieben Minuten konnte Tory in Überzahl das erste Tor

für die Panther erzielen. Doch den Haien gelang noch vor der Pause der

Ausgleich ,diesmal sogar in doppelter Überzahl. Dies war bezeichnend für das

ganze Spiel: Nur zwei der insgesamt 10 Treffer fielen bei nominellem

Gleichstand.

Die körperlich überlegenen Gäste aus der Domstadt brachten

zu Beginn eine sehr harte Note in die Begegnung, die von Schiedsrichter

Reichert anfangs nur unzureichend unterbunden wurde. Nachdem ihm sein Obmann

Stefan Trainer in der Pause wohl die passenden Worte gesagt hat, pfiff er

kleinlicher, was dem Spiel allerdings sichtlich gut tat. Vorentscheidend für

den Ausgang der Partie war der Ingolstädter Doppelschlag Mitte des zweiten

Drittels: Innerhalb von 45 Sekunden trafen Tripp und Melischko ins Kölner Tor.

Danach konnten die Panther sogar bis auf 5:1 davon ziehen und schalteten dann

einen Gang zurück.  Zu früh! Innerhalb

dreier Minuten schlug es bei Jimmy Waite dreimal ein und es stand nur noch 5:4.

Alles war wieder offen, bis Keller 50 Sekunden vor dem Ende die Pantherfans mit

dem 6:4 erlöste.

Während Haie-Coach Doug Mason die vielen Strafzeiten seines Teams als

ursächlich für die Niederlage sah, lobte sein Gegenüber Ron Kennedy das gute

Powerplay der Panther. Dagegen war er mit dem Unterzahlspiel seiner Mannschaft

nicht zufrieden: „Erstmals nach zwei Spielen bekamen wir wieder Unterzahltore.

Wichtig war aber heute vor allem der Sieg. Am Dienstag geht es ums Ganze: Leben

oder fertig!“

Viele Ingolstädter sind so optimistisch, dass sie fest an

ein siebtes Spiel am Donnerstag glauben. Sie werden die Haie dann sicher wieder

kräftig auspfeifen, denn große Freunde haben sie sich mit ihrem Verhalten nicht

gemacht. Bis jetzt präsentierten sich die Kölner in erster Linie als Meister im

Reklamieren, Protestieren und Jammern, aber nicht gerade als Meister der

Herzen.

Tore:

1:0  (07:03) 

Tory (Keller, Tkaczuk)

1:1  (17:57) 

Ciernik (Rudslätt, McLlwain)

2:1  (29:56)  Tripp (Mann, Seidenberg)

3:1  (30:41) 

Melischko (Tory, Tkaczuk)

4:1  (37:20) 

Tory (Schmidt, Ast)

5:1  (49:09) 

Ast (Valicevic, Holland)

5:2  (53:03) 

Ciernik (Rudslätt, McLlwain)

5:3  (56:11) 

Gavey (Trygg, Hauser)

5:4  (56:27)  Rudslätt (Julien, McLlwain)

6:4  (59:11)  Keller (Tripp, Tkaczuk)

Zuschauer.  4815

(ausverkauft)

Schiedsrichter: Martin Reichert

Strafen:   Ingolstadt:

32    Köln:  36 + 10 (Marshall)

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