Panther fressen Haie: 5:2 gegen Köln

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Nach dem Spiel stand Kölns Trainer Zach noch lange auf dem Eis und redete in seiner bekannt emotionalen Art auf Schiedsrichter Schurr ein. Wahrscheinlich gab er ihm zu verstehen, wie er hätte pfeifen sollen. Und wahrscheinlich fühlte er sich auch schwer benachteiligt bei der ersten Saisonniederlage seiner Haie gegen Ingolstadt, obwohl er sich bei der Pressekonferenz darüber in Schweigen hüllte.

In der Tat nahm der Unparteiische sehr wohl Einfluss auf den Spielverlauf, wobei allerdings beide Teams gleichermaßen betroffen waren. Besonders mit der ominösen Spielverzögerungsregel stand er bisweilen arg auf Kriegsfuß. So fiel auch das vorentscheidende 4:2 für die Panther in der 46. Minute, weil Schurr zwei Gästespieler auf die Strafbank geschickt hatte, davon einen wegen dieser neuen Regel. Hauptgrund für den Panther-Sieg war allerdings nicht der Schiedsrichter, sondern die Tatsache, dass Ingolstadt über die gesamte Spielzeit hinweg mehr vom Spiel hatte und seine Chancen auch konsequenter nutzen konnte.

So begannen die Panther wie im Pokalendspiel mit viel Einsatz und Tempo und gingen bereits nach sechs Minuten durch Cameron Mann in Führung. Dieser wurde im Powerplay erneut als Verteidiger eingesetzt und konnte Gästetorwart Rogles mit einem harten Schlagschuss überwinden. In der 17. Minute ließ Doug Ast, der diesmal zusammen mit Sturm und Mann in einer Reihe spielte, nach einem unnachahmlichen Solo das 2:0 folgen. Die Fans in der ausverkauften Saturn-Arena waren begeistert.

Duplizität der Ereignisse: Wie am Dienstag, verspielten die Panther auch diesmal wieder einen zwei-Tore-Vorsprung. - „Woran das liegt, weiß ich nicht“, zuckte Trainer Kennedy mit den Schultern. „Wahrscheinlich waren wir uns zu sicher und dann mangelte es an der Konzentration.“ - Jedenfalls gelang den Haien, die im zweiten Abschnitt wesentlich bissiger wirkten, durch Hicks und Furchner innerhalb von drei Minuten der Ausgleich. Weitere Treffer der Gäste konnte Steffen Karg, der diesmal das Tor hütete, mit Glück und Geschick verhindern. Im Gegenteil: In der 33. Minute schloss Doug Ast eine Traumkombination mit Sturm und Goodall im Powerplay zum 3:2 ab. Nach dem bereits angesprochenen 4:2 durch Jamie Langenbrunner – das erste Tor des NHL-Stars für die Panther - war der Widerstand der Haie endgültig gebrochen. Zwar nahmen sie in der letzten Minute ihren Torwart vom Eis, doch es gelang ihnen kein Treffer mehr. Dafür traf Ken Sutton mit einem sehenswerten Billard-Tor Sekunden vor Schluss von der Bande ins leere Gäste-Gehäuse zum Endstand von 5:2.

Haie-Trainer Zach war nach dem Spiel ganz gefasst: „Ingolstadts Sieg war verdient“, meinte er. „Wir waren zu viel in Unterzahl, da konnten wir nicht gewinnen. In den verbleibenden Spielen müssen wir nach den vielen überstandenen Verletzungen wieder zu einer Einheit werden, um in den Playoffs angreifen zu können.“ Panther-Coach Kennedy lobte seine Mannschaft: „Besonders das letzte Drittel war sehr gut. Auch das Powerplay mit drei Toren hat mir gefallen.“ Auf die Frage, warum er permanent die Zusammensetzung der Sturmreihen ändere, meinte er: „Wir haben in letzter Zeit dauernd neue Spieler bekommen, und da müssen wir so lange mit den Linien experimentieren, bis es zu den Playoffs passt.“

Am Sonntag steigt in Frankfurt das absolute Spitzenspiel zwischen den Lions und den Panthern. Und da wird Kennedy wohl wieder die Reihen neu zusammenstellen müssen, nachdem Ficenec (Hand) und Ferguson (Leiste) verletzt ausfallen. Dafür wird Markus Schröder nach seinem erfolglosen Ausflug in die Oberliga (EHC München) wieder mit von der Partie sein. Auch von den Langzeitverletzten gibt es Neues zu berichten: Justin Harney wird dieser Tage das Training aufnehmen. Jimmy Waite und Andy McDonald sind soweit fit, dass sie im Spiel gegen Düsseldorf am 6. März wieder für die Panther antreten möchten. Sollte dies tatsächlich so eintreten und Ingolstadt von weiteren Ausfällen verschont bleiben, dann könnten die Donaustädter bei der Vergabe des deutschen Meistertitels ein gewichtiges Wort mitreden. Den „kleinen Titel“ des Pokalsiegers besitzen sie ja bereits. (an)

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