Panther feiern glücklichen Sieg

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Ein Wunsch der Panther-Verantwortlichen war bereits vor dem Eröffnungsbully in Erfüllung gegangen – bei der Zuschauerzahl stand ganz vorne eine „Vier“, was aber auch dem Gästeblock zu verdanken war. Zufrieden konnte man auch mit dem Ergebnis sein, denn im bayerischen Derby gegen die Ice Tigers aus Nürnberg setzten sich die Augsburger am Ende knapp mit 2:1 durch.

Durch die Rückkehr von Thomas Jörg nach seiner Sperre konnte Larry Mitchell im Angriff wieder aus dem Vollen schöpfen. Unverändert dagegen ist die Situation in der Defensive, wo mit Christian Chartier und Steffen Tölzer weiterhin zwei wichtige Akteure verletzungsbedingt ausfallen. Beide Mannschaften begannen sehr diszipliniert, so dass fast sechs Minuten verstrichen, ehe die erste wirkliche Torchance durch Martin Schymainski zu verzeichnen war. Danach erarbeiteten sich die Gäste dann leichte Vorteile, doch auch im Powerplay gelang ihnen die Führung nicht. Um jede Scheibe wurde teilweise erbittert gekämpft und Schiedsrichter Schütz sprach fleißig Strafen aus. Für den Nürnberger Petr Fical war die Partie frühzeitig beendet, nachdem er Matt Ryan mit dem Stock eine Risswunde am Kopf verpasst hatte. Diese wurde noch auf der Bank genäht und so konnte es danach für den Augsburger Goalgetter glücklicherweise weitergehen. Mehr als eine Minute lang hatten die Panther in der Folge zwei Mann mehr auf dem Eis, konnten daraus aber ebenfalls kein Kapital schlagen. Das gelang um so besser in Unterzahl, denn einen schnellen Konter schloss Ryan kurz vor der Pause zum 1:0 ab.

Auch der Mittelabschnitt war eher von Kampf als von spielerischer Raffinesse geprägt, wobei sich die Fans aus beiden Lagern über ein schnelles und abwechslungsreiches Spiel freuen konnten. Zunächst dominierten nun die Gastgeber minutenlang und schnürten die Ice Tigers in ihrem Drittel ein, doch verpassten sie es, den Vorsprung auszubauen. Als die Nürnberger sich dann langsam aus der Umklammerung befreien konnten, war die Partie wieder völlig offen. Insofern war es von Spielverlauf auch nicht unverdient, dass schließlich der Ausgleich fiel. Andre Savage ließ Dennis Endras bei seinem Schuss in den Winkel keine Chance. Vorausgegangen war dem Treffer eine Unkonzentriertheit in der Augsburger Hintermannschaft. Der neuerlichen Augsburger Führung durch Steve Junker kurz vor dem Ende des Drittels verweigerte der Unparteiische, der seine kleinliche Linie aus der ersten 20 Minuten inzwischen völlig aufgegeben hatte, wegen Torraumabseits die Anerkennung. Gellende Pfiffe begleiteten diese umstrittene Entscheidung bis zur Pause.

Endgültig alle Sympathien hatte sich der Schiedsrichter beim Augsburger Publikum verscherzt, als er Kapitän Mark Murphy mit der zweiten Zehnminuten-Strafe endgültig vom Eis schickte, der nach einer grotesken Strafe von Schütz die Beherrschung verlor. Die Panther jedoch gaben die richtige Antwort auf dem Eis. Rhett Gordon erzielte das unumstrittene 2:1 nach schöner Vorarbeit von Jamie Hunt. Dem Schiedsrichter schien nun der Arm weh zu tun, denn selbst bei Stockattacken der gröberen Art direkt vor seiner Nase, die nun auf beiden Seiten häufiger zu sehen waren, verzichtete er auf Konsequenzen. Den Panthern war die dünne Personaldecke in der Defensive nun immer mehr anzumerken und die Nürnberger waren dem Ausgleich, der auch verdient gewesen wäre, einige Male sehr nahe. Augsburgs Torhüter Dennis Endras musste einige Male Kopf und Kragen riskieren, um den letztlich glücklichen Sieg für seine Mannschaft festzuhalten. Dass ein Schuss ins mittlerweile leere Nürnberger Tor nicht anerkannt wurde und es statt dessen eine Strafe gab, spielte angesichts der gewonnenen drei Punkte dann keine Rolle mehr.

„Ich kann meiner Mannschaft im Grunde keinen Vorwurf machen, denn wir haben hart gearbeitet und druckvoll gespielt. Allerdings kann man nicht gewinnen, wenn man seine Chancen nicht nutzt“, zog Nürnbergs sichtlich angefressener Coach Andreas Brockmann Bilanz. Weitgehend ausgeglichen hatte auch Larry Mitchell die Partie gesehen, der den Erfolg letztlich an dem Unterzahltreffer und einer starken Torhüterleistung festmachte.

(mor)

Tore: (1:0 / 0:1 / 1:0)

1:0 (19:28) Ryan ( Jörg ) 4:5

1:1 (34:58) Savage ( Grygiel )

2:1 (45:51) Gordon ( Hunt ; Ryan )

Zuschauer: 4186

Strafzeiten: Augsburger Panther 18 + 10 + 10 jeweils Murphy, Nürnberg Ice Tigers 13 + 20 Fical

Schiedsrichter: Richard Schütz, Moers


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