Panther feiern ersten Sieg - 5:2 gegen Straubing

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Vier knappe Niederlagen und nur ein Punkt lautete die magere Bilanz der Augsburger Panther vor der Begegnung gegen Straubing. Der Druck auf Spieler und Trainer war bereits gestiegen, da man nicht schon frühzeitig den Anschluss nach oben verlieren wollte. Da kam der Aufsteiger gerade recht, um sich den ersten Dreier zu holen. Allerdings hat sich Straubing zumindest daheim als alles andere als Kanonenfutter erwiesen und bislang viele überrascht. Auswärts aber wusste man noch nicht so recht zu überzeugen. Aus der Vorbereitung haben die Panther auch noch eine Rechnung mit den Tigers offen, denn da hatten die bayrischen Nachbarn zweimal die Nase deutlich vorn. Diesmal aber ließen sich die Hausherren übertölpeln und behielten in einer insgesamt äußerst schwachen Partie die Oberhand.

Ohne die verletzten Murphy und Scandella, dafür aber mit Sandro Schönberger vom EC Bad Tölz, dem man kurzfristig mit einer Förderlizenz ausgestattet hatte, gingen die Hausherren ins Rennen und versuchten von Beginn an Druck zu machen. Die Tigers waren zunächst in erster Linie auf Sicherheit bedacht und kamen hauptsächlich durch Konter zu einigen Chancen. Wirklich Sehenswertes blieb aber auf beiden Seiten Mangelware, vor allem das Powerplay war hüben wie drüben eine Katastrophe. So konnte es nicht verwundern, dass die Panther die Führung in Unterzahl erzielten. Travis Brigley spielte den langen Pass auf Rainer Suchan, der dann Mike Bales face-to-face keine Chance ließ. Schiedsrichter Piechczek und seine Assistenten passten sich dem spielerischen Niveau mühelos an und boten einige unterhaltsame Entscheidungen. Eine davon brachte den Gästen einmal mehr eine Überzahl und diesmal konnten sie in Person von Thomas Wilhelm den Ausgleich „erstochern“. Rätselhaft blieb allerdings, was Brigley durch den Kopf ging, als er in unmittelbarer Nähe des Unparteiischen den vor ihm auf dem Boden liegenden Markus Jocher mit dem Stock bearbeitete. Die Quittung bekam er in Höhe von 2 plus 2 Strafminuten unmittelbar vor der ersten Pause.

Entsprechend gingen die Panther mit einem Mann weniger in den Mittelabschnitt, doch angesichts des Straubinger Überzahlspiels konnte man diese Phase problemlos überstehen. Allerdings stellten sie sich im eigenen Powerplay nicht besser an. Als man schon dachte, dass überhaupt nichts Konstruktives mehr auf dem Eis passiert, weckte Arvids Rekis zumindest die einheimischen Fans mit seinem Schlagschuss zum 2:1 wieder auf. Nennenswert besser wurde das Spiel aber auch in der Folge nicht, vielleicht hatten die Gastgeber ein paar halbe Torchancen mehr. Doch schien das zu reichen, denn Jay Henderson nutzte eine solche zum 3:1, indem er die Scheibe Bales durch die Schoner schob. Die Tigers wirkten nun völlig konfus und konnten von Glück sagen, dass nicht bereits jetzt die deutliche Vorentscheidung fiel. Der Straubinger Schlussmann verhinderte in diesen Minuten Schlimmeres für sein Team.

Weil auf Seiten der Tigers Jason Dunham in der Box saß, konnten diesmal die Augsburger in Überzahl aus der Pause kommen, über das Ergebnis bewahrt man aber besser Stillschweigen. Das Spiel plätscherte so dahin, also war wieder die Phantasie des Schiedsrichters gefragt. Er schickte flugs zwei Augsburger auf die Strafbank und nun reichte selbst das Straubinger Powerplay aus, dass Günter Oswald den Anschlusstreffer markieren konnte. Doch kurz darauf, als hätte man sich des genutzten Vorteils geschämt, war der alte Abstand wieder hergestellt. Suchan eroberte hinter dem Tigers-Tor den Puck, drehte einen Bogen und vollstreckte dann. Die Entscheidung war gefallen und damit die Spannung endgültig aus der Partie. Wenigstens taten die Hausherren noch etwas für ihr Torverhältnis, als Henderson nach einem Brigley-Schuss zum 5:2-Endstand abstaubte.

(mor)

Tore: (1:1 / 2:0 / 2:1)

1:0 (11:54) Suchan ( Brigley ; Bolibruck ) 4:5

1:1 (17:49) Wilhelm ( Janke ; Gallant ) 5:4

2:1 (30:00) Rekis ( Damgaard ; Schönberger )

3:1 (37:47) Henderson ( Brigley ; Buzas )

3:2 (47.26) Oswald ( Elfring ; Lehner ) 5:3

4:2 (48:10) Suchan ( Menauer ) 4:5

5:2 (56:45) Henderson ( Brigley ) 4:4



Zuschauer: 2935

Strafzeiten: Augsburger Panther 16, Straubing Tigers 14

Schiedsrichter: Daniel Piechaczek


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