Panther feiern ersten Saisonsieg - 5:1 gegen Krefeld

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Einen Punkt aus drei Spielen lautete die Bilanz der Augsburger Panther vor der Partie gegen Krefeld, höchste Zeit also, den ersten Saisonsieg einzufahren, um einen klassischen Fehlstart zu vermeiden. Trainer Benoit Laporte war mit dem Auftreten seiner Spieler bei den Niederlagen in Nürnberg und Hannover ganz und gar nicht zufrieden, bemängelte vor allem das fehlende Engagement. Auch wenn noch längst nicht alle Schwachstellen beseitigt waren, zeigte man sich am Sonntagabend deutlich stärker und gewann verdient mit 5:1.


Bis auf den Langzeitverletzten Pascal Appel waren die Augsburger komplett, so dass Torsten Fendt in den Angriff vorrückte. Dennoch erwischten die Hausherren einen denkbar schlechten Start. Nach 46 Sekunden musste Jean-Francois Labbé zum ersten Mal hinter sich greifen. Chris Herperger nutze einen Abpraller zur frühen Führung seines Teams. Die Hintermannschaft der Panther machte dabei erneut keine gute Figur. Immerhin hatte man den ersten Schock relativ schnell überwunden und fand dann besser ins Spiel. Rick Girard und Ronny Arendt scheiterten jeweils nur knapp. Im Tor der Gäste stand übrigens ein Bekannter. Christian Rohde hatte bereits bei den Amateuren in Augsburg gespielt und damals auch einige Spiele in der DEL absolviert. Mit Glück und Können verhinderte er im ersten Drittel ein um das andere Mal den mittlerweile durchaus verdienten Ausgleich. Fast zwei Minuten überstanden die Panther noch kurz vor der ersten Pause mit zwei Mann weniger auf dem Eis, ohne einen Gegentreffer zu kassieren. Glück hatten sie allerdings bei einem Schlagschuss von Shayne Wright, der an die Querlatte prallte. Bei eigener Überzahl aber agierten die Augsburger zunächst viel zu harmlos, als dass sie wirklich Druck auf das gegnerische Gehäuse hätten ausüben können. Eine Einzelaktion brachte schließlich den Erfolg. Björn Barta, von Robert Brezina in Szene gesetzt, lief allein auf Rohde zu und schob ihm die Scheibe zwischen den Schonern durch in die Maschen. Knapp vier Minuten später war die Partie gedreht: Brezina verwandelte einen Nachschuss zur Augsburger Führung. Jetzt schien der Bann endlich gebrochen und die Hausherren gingen mit mehr Selbstvertrauen zu Werke. So hämmerte Francois Fortier weitere vier Minuten später in Überzahl – Krefelds Kapitän Guy Lehoux saß auf der Bank - den Puck aus rund fünf Metern direkt unter die Latte. Die letzten Minuten des Mittelabschnittes verbrachten die Pinguine dann in Überzahl, da Augsburgs Brian Felsner vom tschechischen Schiedsrichter Turcan, der im Rahmen eines Austauschs derzeit in der DEL pfeift, für zwei plus zwei Minuten vom Eis geschickt wurde. Trotz aller Bemühungen konnten sie den Rückstand aber nicht verkürzen, was in erster Linie Goalie Labbé zu verdanken war, der an diesem Abend deutlich glücklicher agierte und einige starke Saves zeigte.


In der Anfangsphase des Schlussdrittels machten sich die Panther das Leben selbst schwer, indem sie durch unnötige Strafzeiten die Gäste weiter im Spiel hielten, die daraus aber kein Kapital zu schlagen wussten. Besser machten es da schon die Hausherren in Überzahl: Shawn Carter fälschte ein Zuspiel von Steve Bancroft direkt hoch ins Tor ab. Damit war die Entscheidung endgültig gefallen. Neun Sekunden vor Schluss stellte Fortier mit seinem zweiten Treffer den Endstand her. Krefelds Trainer Mario Simioni: „Nach unseren verpassten Möglichkeiten mit zwei Mann mehr auf dem Eis ist das Spiel gekippt. Wir haben im Gegensatz zu Augsburg einfach zu viele Chancen ausgelassen und deswegen verdient verloren.“ Mit zwei Dingen war Benoit Laporte zufrieden: Mit dem Ergebnis und seinem Torhüter. „Wir haben aber zu viel Strafzeiten kassiert und waren im ersten Drittel zu nervös. Außerdem müssen wir in der Defensive viel schneller spielen, da haben die Verteidiger noch einiges zu lernen“, so der Frankokanadier. (mor)


Tore: (0:1 / 3:0 / 2:0)


0:1 (00:46) Herperger

1:1 (23:47) Barta ( Brezina )

2:1 (27:28) Brezina ( Felsner ; Pudlick )

3:1 (31:12) Fortier ( Moeser ) 5:4

4:1 (54.20) Carter ( Bancroft ; Fortier ) 5:4

5:1 (59:51) Fortier ( Kofler ; Fendt )


Zuschauer: 3640

Strafzeiten: Augsburger Panther 18, Krefeld Pinguine 12

Schiedsrichter: Tomas Turcan (Tschechien)

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