Panther erzittern sich einen Punkt - 3:4 n.V. gegen Nürnberg

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Nachdem es beim Auftakt gegen Hamburg keine Punkte für die Augsburger Panther gab, wollte man das nun gegen die eigene „Filiale“ nachholen, denn angesichts der hohen Zahl von ehemaligen Augsburger Akteuren in Reihen der Nürnberger hatte Panther-Eigner Lothar Sigl scherzhaft von „Augsburg II“ gesprochen. Das Wiedersehen mit den „Ehemaligen“ gestaltete sich für die Hausherren allerdings als letztlich unbefriedigend, denn mehr als einen Punkt konnte man beim 3:4 nach Verlängerung nicht verzeichnen.

Verzichten musste Trainer Paulin Bordeleau auf Angreifer Scandella, der Probleme mit dem Oberschenkel hat. Dennoch war der Mannschaft anfangs anzumerken, dass sie die Fehler vom Freitag vermeiden wollte. So überstand man auch die erste Unterzahl unbeschadet. Allerdings gab es in der Folge auf beiden Seiten kaum nennenswerte Torchancen, da beide Teams diszipliniert agierten. Schließlich fanden die Augsburger doch die Lücke bei Jean-Francois Labbé im Nürnberger Tor. Erst schoss ihm Dominik Hammer durch die Schoner, 44 Sekunden später machte es Harlan Pratt in Überzahl genauso. Jetzt wurde die Partie etwas munterer und als die Panther kurz vor der ersten Pause nicht aufpassten, bewies Scott King, dass er auch in Nürnberg nichts verlernt hat. Sein gezielter Schuss sorgte für den Anschlusstreffer der Gäste.

Nach der Pause versuchten die Gäste den Druck zu erhöhen und wurden dabei wirkungsvoll von Schiedsrichter Schütz unterstützt. Minutenlang konnten sie in Überzahl agieren, teilweise sogar mit zwei Mann mehr. In einer solchen Situation gelang Rich Brennan dann auch der Ausgleich. Nicht zuletzt durch die eigenartigen Entscheidungen des Unparteiischen und seiner Assistenten wurde die Partie nun immer zerfahrener. Von den guten Ansätzen aus der Anfangsphase war bei den Augsburgern nun nicht mehr viel zu sehen. Eine der wenigen guten Aktionen ihrerseits konnten die Nürnberger immerhin zur Führung nutzen. Aus spitzem Winkel konnte Petr Fical den Augsburger Schlussmann überwinden. Doch die Panther schlugen zurück und drängten noch vor der zweiten Pause auf den Ausgleich. Als Stefan Schauer auf die Strafbank musste, nutzte das Josef Menauer binnen kürzester Zeit zum 3:3. Das konnte allerdings nur wenig darüber hinwegtäuschen, dass vor allem von den als Schlüsselspieler verpflichteten Cracks schlichtweg noch viel zu wenig Einsatz vorhanden ist.

Im letzten Drittel schien der Faden im Spiel endgültig gerissen, denn hüben wie drüben regierte bei den Aktionen der pure Zufall. Wirklich herausgespielte Chancen gab es keine, dafür jede Menge Fehlpässe und unkoordinierte Spielzüge. Wenigstens versuchten die Fans, für Stimmung im Stadion zu sorgen. Erst während einer strittigen Strafe gegen Manuel Kofler, wurde es auf dem Eis wieder spannender. Viel Glück hatten die Hausherren in dieser Phase, denn die IceTigers hatten einige Male den Siegtreffer auf der Kelle. So aber führte der Weg direkt in die Verlängerung.

Mit nur noch vier Feldspielern pro Seite musste nun die Entscheidung fallen. Die Gastgeber waren bald nur noch zu dritt, weil Kevin Bolibruck die Scheibe über die Bande katapultiert hatte. Mehrere erstklassige Chancen ließen die Nürnberger aus, dann vollstreckte Christian Laflamme zur Freude der mitgereisten Fans und sicherte seiner Mannschaft den Zusatzpunkt.

Während Benoit Laporte auf Nürnberger Seite wenigstens mit zwei Punkten zufrieden schien, war dem Panther-Coach der Ärger deutlich anzumerken. „Mit dieser Einstellung von mehreren der Spieler werden wir als Mannschaft keine Spiele gewinnen können.“ (mor)

Tore: (2:1 / 1:2 / 0:0 / 0:1)

1:0 (15:28) Hammer ( Buzas ; Kofler )

2:0 (16:12) Pratt ( Henderson ; Murphy ) 5:4

2:1 (19:24) King

2:2 (25:32) Brennan ( King ) 5:3

2:3 (32:54) Fical ( Brennan )

3:3 (38:09) Menauer ( Buzas ) 5:4

3:4 (63:17) Laflamme ( Beardsmore )

Zuschauer: 3911

Strafzeiten: Augsburger Panther 14 + 10 Kofler, Sinupret IceTigers 12

Schiedsrichter: Richard Schütz, Moers


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