Panther erzittern sich den ersten Heimsieg - Knappes 4:3 gegen Kassel

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Es gibt Eishockeyspiele, bei denen man froh ist, wenn die Schlusssirene dem Treiben auf dem Eis ein Ende macht. Ein solches bekamen die Fans an diesem Abend über weite Strecken zu sehen, wobei aus Sicht der Augsburger Anhänger wenigstens das Ergebnis Anlass zur Freude gab. Denn diesmal gelang es den Panthern immerhin, ihre Führung durch das letzte Drittel zu retten.

Vor allem der erste Spielabschnitt war aus Sicht der Gastgeber alles andere als begeisternd. In eigener Überzahl stellte man sich beim Spielaufbau so ungeschickt an, dass man den Huskies den Konter geradezu aufdrängte und diese sich dann auch nicht lange bitten ließen. Steffen Ziesche vollendete eiskalt. Die Panther fanden überhaupt nicht in die Partie und konnten von Glück reden, dass die Gäste in Sachen Chancenverwertung auch nicht besser waren, sonst wäre das Spiel schon frühzeitig entscheiden gewesen. Statt dessen gelang dem neuen Augsburger Torjäger Brendan Yarema der Ausgleich, als er in Überzahl einen Schuss von Verteidiger Arvids Rekis in die Maschen abfälschte. Lange währte die Freude allerdings nicht, denn kurz darauf sorgte Martin Sychra für die neuerliche Führung der Hessen. Ausnahmsweise konnten die Huskies aus dem Defensiv-Chaos ihrer Gegner diesmal Kapital schlagen. Erneut Yarema war es zu verdanken, dass die Hausherren nicht mit diesem Rückstand in die erste Pause gehen mussten, denn 31 Sekunden zuvor sorgte er für den mehr als glücklichen Ausgleich.

Auch im Mittelabschnitt spielte blanke Not gegen bitteres Elend, denn beide Teams brachten nur wenig Konstruktives zustande. Entsprechend legten die Kassel-Cracks selbst Hand an, um ihren Gastgebern das 3:2 zu bescheren, indem sie sich die Scheibe selbst ins Gehäuse warfen. Schiedsrichter Hascher bemühte noch den Videobeweis, bevor Rick Girard auf diesem Wege zu seinem ersten Saisontreffer kam. Die folgende Verwirrung in der gegnerischen Defensive wussten die Panther allerdings zu nutzen. Steve Potvin eroberte hinter dem Tor von Joaquin Gage die Scheibe, umkurvte das Gehäuse und war dann im zweiten Versuch erfolgreich. Wirklich zwingende Aktionen bleiben darüber hinaus hüben wie drüben Mangelware, Chancen ergaben sich zumeist nur aus Fehlern des Gegners.

Ein solcher ließ die Huskies dann noch einmal Hoffnung schöpfen. Etwas mehr als zwei Minuten waren im Schlussabschnitt gespielt, als Jason Ulmer völlig unbedrängt durch einheimische Defensivbemühungen einen Querpass von Eric Bertrand zum 4:3 verwerten konnte. Doch trotz aller Bemühungen, Tore fielen keine mehr in dieser Begegnung und so kamen die Hausherren dann doch noch – wenn auch glücklich - zum ersten Heimsieg.

So beklagte Huskies-Coach Bernie Engelbrecht denn auch das Schicksal, bereits zum dritten Mal mit nur einem Tor Unterschied verloren zu haben. „Wir machen einfach noch zu viele kleine Fehler. Wenn wir die abstellen können, werden wir ein solches Spiel auch einmal gewinnen.“ Wirklich zufrieden schien auch sein Gegenüber Randy Edmonds nicht zu sein, doch lobte er wenigstens seinen schwedischen Torhüter Wanhainen. „Rolf hat uns vor allem im ersten Drittel im Spiel gehalten. Im Schlussabschnitt waren wir dann zu nervös, da hatten die Spieler noch die Partie gegen Frankfurt im Kopf, wo wir einen 4:1-Vorsprung nicht halten konnten.“ (mor)

Tore: (2:2 / 2:0 / 0:1)

0:1 (02:42) Ziesche ( Abstreiter ) 4:5

1:1 (10:44) Yarema ( Rekis ; King ) 5:4

1:2 (12:16) Sychra ( Harney ; Abstreiter ) 5:4

2:2 (19:29) Yarema (King ; Potvin )

3:2 (33.45) Girard (Lindman ; Eklund ) 5:4

4:2 (35:06) Potvin (King ; Rekis )

4:3 (42.01) Ulmer ( Bertrand ; Kraft )

Zuschauer: 3574

Strafzeiten: Augsburger Panther 14; Kassel Huskies 14

Schiedsrichter: Alfred Hascher, Miesbach

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