Panther erleben Debakel gegen Mannheim

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Nachdem man in den beiden Partien zuvor jeweils nur einen Punkt holen konnte, stand für die Augsburger Panther in der Heimpartie gegen Mannheim einiges auf dem Spiel, wollte man nicht in Gefahr geraten, erstmals aus den Playoff-Rängen zu rutschen. Die Adler gehören beileibe nicht zu den liebsten Gegnern der Panther und auch diesmal tat man sich gegen den Favoriten erwartungsgemäß ziemlich schwer. Dass man aber am Ende mit 2:7 unter die Räder kommen würde, hatte wohl kaum jemand gerechnet. Mit Shawn Anderson und Eric Dandenault musste Trainer Benoit Laporte gleich auf zwei Verteidiger verzichten. Während ersterer in zwei Wochen vermutlich wieder ins Geschehen eingreifen kann, fällt die Nummer 17 nach einem Armbruch wohl fünf bis sechs Wochen aus. Das schien sich auch gleich bemerkbar zu machen, denn nach nur etwas mehr als einer Minute traf Mike Kennedy mit einem eher harmlosen Schuß zur Führung der Gäste. Trotz minutenlanger Überzahl im Anschluss daran, teilweise mit zwei Mann mehr auf dem Eis, konnten die Panther nicht entsprechend antworten. Besser machten es die Adler in gleicher Situation aber auch nicht, so dass das Ergebnis trotz zahlreicher Möglichkeiten auf beiden Seiten zunächst Bestand hatte. Beide Mannschaften waren kämpferisch gut eingestellt und konnten sich im ersten Drittel weitgehend neutralisieren. Aus einer der zahlreichen weiteren Überzahlsituationen gelang den Hausherren schließlich doch der verdiente Ausgleich durch Xavier Delisle. Nach der ersten Pause verflachte die Partie zusehends, die beste Chance vergab Arvids Rekis in der 23. Minute für die Panther. Schiedsrichter Müller behielt allerdings seine kleinliche Linie bei und als Ronny Arendt auf der Strafbank sass, kamen die Gäste durch Devin Edgerton zur neuerlichen Führung. Ab sofort tat sich wieder deutlich mehr auf dem Eis und ihrerseits in Überzahl folgte diesmal umgehend die Antwort: Erneut Delisle sorgte nach schöner Vorarbeit von Bob Wren für einen Gleichstand auf der Anzeigetafel. Doch die Mannheimer hatten nun „Blut geleckt“ und nutzten die verschiedentlichen Unaufmerksamkeiten in der Augsburger Hintermannschaft eiskalt aus. So gingen sie auch bald wieder durch Rene Corbet in Front. Die Gastgeber dagegen taten sich ab diesem Zeitpunkt immer schwerer gegen das abgeklärte Auftreten der Spieler aus der Quadratestadt. Vor allem in der Defensive schienen die Gaste gegen Ende des Mittelabschnittes fast unüberwindlich. Eine Strafzeit zu Beginn des Schlussdrittels war schließlich der Anfang vom Ende. Todd Hlushko staubte zum 2:4 ab, 34 Sekunden später erhöhte Tomas Martinec auf 2:5 aus Sicht der inzwischen überfordert wirkenden Panther, bei denen selbst einfachste Kombinationen nun missglückten. Entsprechend konnten sich die Adler darauf verlegen, das Ergebnis zu halten und ab und an einen Konter zu fahren. Ein Doppelschlag in der 54. Minute ließ das Spiel dann ergebnismäßig zum Debakel für die Hausherren werden. Sie bemühten sich zwar bis zum Schluss, gelingen wollte ihnen aber nichts mehr. Adler-Coach Bill Steward war natürlich im Anschluss sehr zufrieden, die negative Auswärtsserie nunmehr beendet zu haben. Weniger begeistert zeigte sich sein Kollege Benoit Laporte, der die fehlende Disziplin seiner Mannschaft vor allem im Schlussabschnitt bemängelte. Stellungnahmen zu einzelnen Akteuren, in erster Linie zum Torhüter, lehnte er aber kategorisch ab. Allerdings gab er seinen Panthern am Montag frei, „damit sich jeder für sich Gedanken über die eigene Leistung machen kann“.

Tore: (1:1 / 1:2 / 0:4)


0:1 (01:07) Kennedy ( Joseph ; Plante )

1:1 (15:53) Delisle ( Girard ; Miner ) 5:4

1:2 (25:12) Edgerton ( Groleau ; Roach ) 5:4

2:2 (26:50) Delisle ( Carter ; Miner ) 5:4

2:3 (32.08) Corbet ( Hlushko ; Hock )

2:4 (43:39) Hlushko ( Corbet ) 5:4

2:5 (44:13) Martinec ( Hock )

2:6 (53.29) Martinec (Kathan ; Pyka )

2:7 (53:43) Pyka ( Kathan ; Hock )


Zuschauer: 4768

Strafzeiten: Augsburger Panther 12 ; Adler Mannheim 18

Schiedsrichter: Gerhard Müller