Panther erkämpfen sich zwei Punkte - 4:3 n.P. gegen Eisbären

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Nachdem die Augsburger Panther am Freitag in Düsseldorf chancenlos mit 0:4 unter die Räder gekommen waren, sollte es nun gegen den schwächenden Meister aus der Hauptstadt mit den ersten Punkten seit der Länderspielpause klappen. Die Mannschaft von Trainer Paulin Bordeleau konnte den Abwärtstrend der letzten Spieltage dank einer Leistungssteigerung immerhin stoppen und mit dem 4:3 nach Penaltyschießen wenigstens zwei Punkte verbuchen.

Nicht nur mit einer Niederlage war man aus dem Rheinland zurück gekehrt, sondern auch mit Sperren für Kevin Bolibruck und Travis Brigley, dafür kann Mark Murphy nach seiner Verletzung inzwischen wieder ins Geschehen eingreifen. Die Anfangsphase gehörte eindeutig den Gastgebern, die sich einige hochkarätige Chancen erspielten, ohne allerdings etwas Zählbares zustande zu bringen. Erst im Rahmen einer 4:3-Überzahl gelang das, als Harlan Pratt nach einer schönen Kombination über die Stockhand von Dshunussow schlenzte. Kämpferisch war den Panthern an diesem Abend bislang kein Vorwurf zu machen, allerdings erwiesen sich die Eisbären auch nicht besonders gefährlich, sieht man von einem Lattentreffer des Berliner Kapitäns Steve Walker in der 14. Minute ab. Auch der Ausgleich kurz vor der Pause war ein Geschenk von Schiedsrichter Oswald, der ein klares Berliner Foul während eines Augsburger Powerplays nicht ahndete und den Gästen so einen Konter ermöglichte, den Andre Rankel etwas glücklich zum 1:1 abschloss.

Im Mitteldrittel erhöhten die Eisbären das Tempo und damit auch den Druck. Die Hausherren, bei denen Roland Mayr wegen einer Knieverletzung in der Kabine gebleieb war, kamen zeitweilig ziemlich in Bedrängnis und hatten Mühe, sich immer wieder zu befreien. Selbst in Überzahl verzettelten sich die Panther viel zu häufig in Duelle an der Bande, statt die Scheibe laufen zu lassen. Erst als Jeff Jillson wieder zurück war, fasste sich Shane Joseph ein Herz, tanzte durch die gegnerische Abwehr und vollstreckte zum 2:1. Doch erneut reichte den Berlinern ein schneller Konter, um erneut den Gleichstand herzustellen. Beaufait erledigte das mit einem platzierten Schuss flach ins Eck. Weil der nicht immer ganz sicher in seinen Entscheidungen wirkende Schiedsrichter nun vermehrt Augsburger auf die Strafbank schickte, brannte es in deren Verteidigungsdrittel fast pausenlos lichterloh und nur mit Mühe gelang es den Gastgebern, sich ohne weiteren Gegentreffer bis zur zweiten Sirene zu retten.

Noch mit fast zwei Minuten Überzahl starteten die Eisbären in den Schlussabschnitt. Anfangen konnten sie damit aber auch nicht mehr als die Panther kurz darauf in gleicher Situation. Mit spielerischen Mitteln war für die Panther an diesem Abend nichts auszurichten, also versuchten sie es endlich wieder mit Kampf – und erkämpft war die neuerliche Führung. Erst im zigsten Versuch brachte Jay Henderson mit einem verdekcten Schuss die Scheibe zum 3:2 im Tor unter. Jedenfalls wurde die Partie nun erstmals richtig interessant und entwickelte sich zum offenen Schlagabtausch. Knapp fünf Minuten brauchten die Eisbären, um durch Steve Walker zum dritten Mal den Ausgleich zu schaffen und den Panthern vorzuführen, wie man Chancen effektiv nutzt.

Auch in der Overtime ging der Kampf um jeden Meter Eis weiter. Die Strafe gegen Henderson konnten die Panther mit viel Glück überstehen und so folgte schließlich das Penaltyschießen. Für Augsburg traf zunächst nur Craig Darby, erst im letzten Versuch konnte Steve Walker ausgleichen. Der insgesamt 14. Penalty brachte die Entscheidung und es war der Augsburger Kapitän, der mit seinem zweiten erfolgreichen Versuch den Zusatzpunkt sicherte.

„Wir haben sehr gut gespielt“, zog Bordeleau nach der Partie Bilanz, „doch ist Berlin immer wieder zurück gekommen. Insgesamt war es ein Sieg der Mannschaft, die für den Erfolg gekämpft hat.“ Weitgehend ausgeglichen hatte sein Gegenüber Pierre Pagé die Begegnung gesehen. „Mein Team braucht eine neue Identität, zuletzt konnten wir nach Rückständen immer noch gewinnen. Wir waren heute einfach nicht gut genug, um Augsburg zu schlagen.“

(mor)

Tore: (1:1 / 1:1 / 1:1 / 0:0 / 1:0)

1:0 (07:25) Pratt ( Henderson ; Darby ) 4:3

1:1 (19:03) Rankel ( Gawlik ) 4:5

2:1 (34:32) Joseph ( Lavallee )

2:2 (36:45) Beaufait ( Felski )

3:2 (50:23) Henderson ( Kofler ; Menauer )

3:3 (55:08) Walker ( Ustorf ; Roach )

4:3 (65:00) Darby GWS

Zuschauer: 2678

Strafzeiten: Augsburger Panther 16, Eisbären Berlin 18

Schiedsrichter: Christian Oswald


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