Panther brechen wieder ein - 4:6 gegen Mannheim

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Mit erneut erheblichen Verletzungssorgen mussten die Panther in die wichtige Partie gegen die Mannheimer Adler starten. Torsten Fendt, Mike Pudlick, Marc Brown und Manuel Kofler waren nicht dabei, Angreifer Shawn Carter wurde deshalb in die Defensive beordert. Drei weitere Spieler, darunter auch Torhüter Jean-Francois Labbé gingen angeschlagen in die Begegnung. Doch der Kräfteverschleiß blieb nicht ohne Folgen und so musste man sich den überlegenen Gästen mit 4:6 geschlagen geben. Nach der nunmehr sechsten Niederlage in Folge ist man nun auf den zehnten Platz in der Tabelle zurück gefallen.


Bereits nach neun Sekunden musste bei den Gästen John Tripp auf die Strafbank und die Adler konnten von Glück reden, dass sie nicht bereits in Rückstand gerieten, denn die Panther brannten ein offensives Feuerwerk ab in dieser Phase. Sieben Minuten vergingen bis zum ersten Mannheimer Torschuss, während die Hausherren Steve Passmore gut beschäftigten. Obwohl Schiedsrichter Rademaker in der 9. Minute zunächst klar auf Tor für Augsburg erkannt hatte, bemühte er den Videobeweis, und zeigte dann doch wieder - trotz wütender Mannheimer Proteste - auf den Punkt. Angerechnet bekam den Treffer Shawn Carter, doch eigentlich ist die Scheibe von Nico Pykas Schlittschuh ins Tor geprallt. Mit einem starken Forechecking machten die Gastgeber, deren mangelndes Zweikampfverhalten Trainer Benoit Laporte zuletzt kritisiert hatte, ihren favorisierten Gegnern diesmal das Leben äußerst schwer, so dass sie trotz dreier NHL-Cracks offensiv schlicht und ergreifend nicht stattfanden. Die Panther machten aber zu wenig aus ihren Chancen. Immerhin konnte John Miner erneut in Überzahl – Devin Edgerton saß nach einem Befreiungsschlag über die Bande wegen Spielverzögerung gerade einmal fünf Sekunden draußen – auf 2:0 erhöhen. Doch währte die Freude nur kurz, denn nicht einmal eine halbe Minute später hatte Thomas Greilinger die Adler wieder herangebracht.


Nach der ersten Pause erwischten die Gäste den besseren Start und konnten den Druck nun deutlich verstärken, ohne allerdings zunächst Kapital daraus schlagen zu können. Erst ein kapitaler Fehler von Carter, dessen Zuspiel aus dem eigenen Drittel Edgerton abfangen konnte, brachte den Ausgleich. Das mustergültige Zuspiel verwertete Vitalij Aab zum 2:2. Nun schien der Faden bei den Panthern gerissen, denn von ihrem druckvollen Spiel des ersten Drittels war nun nichts mehr zu sehen. Mehr und mehr übernahmen die Adler das Kommando. Außerdem wurde die Partie immer ruppiger, was der Schiri allerdings großzügig übersah, zunächst auf beiden Seiten immerhin. Dann allerdings gingen nur Augsburger auf die Strafbank und das baute die Gäste zusätzlich auf. Allerdings konnten sich die Hausherren mit viel Einsatz und noch mehr Glück in die zweite Pause retten.


Danach aber war das Glück endgültig aufgebraucht. Als die Panther einmal mehr die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel brachten, nutzten die Adler ihre Chance und John Tripp brachte sein Team erstmalig an diesem Abend in Führung. Die Augsburger Defensive schien nun endgültig der hohen Belastung der letzten Wochen Tribut zollen zu müssen, denn die Gäste konnten fast schalten und walten wie sie wollten. Derek Plante zeichnete für den nächsten Mannheimer Treffer verantwortlich und sorgte damit vermeintlich für die Vorentscheidung. Doch nun wachten die Panther wieder auf. Zunächst scheiterte noch Francois Fortier, in Überzahl allerdings schlug dann Augsburgs Topscorer Francois Methot von der blauen Linie aus zu. Die Adler wollten sich den Sieg aber nicht mehr nehmen lassen: Rene Corbet und Vitalij Aab rückten die Möbel endgültig wieder gerade gegen Panther, die in der Abwehr weitgehend überfordert waren. Hätten sie wenigstens aus ihren nach wie vor vorhandenen Möglichkeiten etwas machen können, vielleicht hätte man die Sache noch enger gestalten können, aber so war die Niederlage nicht mehr abzuwenden. Carter gelang es zwar noch, mit seinem zweiten Treffer das Ergebnis erträglicher zu gestalten, doch dabei blieb es dann auch.


Auf dem Weihnachtsprogramm von Panther-Coach Benoit Laporte steht nun seiner Aussage nach in erster Linie Videostudium. „Es fehlt eigentlich nicht viel, doch am Ende sind es immer individuelle Fehler, mit denen wir unsere Gegner zurück ins Spiel bringen.“ Nichts desto trotz erkannte er natürlich auch an, dass man an diesem Abend gegen eine Mannschaft verloren hat, die vom Spielerpotential zum Besten in der Liga gehört. Angesichts der anhaltenden Verletztenmisere dürfte auf seinem Wunschzettel wohl ein weiterer Verteidiger die höchste Position einnehmen. Bis auf das erste Drittel, wo er die Augsburger als klar besser gesehen hatte, war sein Gegenüber Stephane Richer erwartungsgemäß sehr zufrieden. „Gewundert hat mich allerdings die hohe Fehlerquote der beiden Torhüter“, so der Mannheimer Trainer. (mor)


Tore: (2:1 / 0:1 / 2:4)

1:0 (08:14) Carter ( Arendt ; Girard ) 5:4

2:0 (16:51) Miner ( Carter ; Girard ) 5:4

2:1 (17:17) Greilinger ( Aab ; Plante )

2:2 (27:08) Aab ( Edgerton )

2:3 (41.31) Tripp ( Corbet ; Pyka )

2:4 (44:35) Plante ( Aab ; Butenschön )

3:4 (48:39) Methot ( Fortier ; Rau )

3:5 (50.59) Corbet (Tripp ; Plante )

3:6 (52:30) Aab (Plante ; Greilinger )

4:6 (58:34) Carter ( Rekis )


Zuschauer: 3433

Strafzeiten: Augsburger Panther 10, Adler Mannheim 18

Schiedsrichter: Axel Rademaker, Krefeld


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