Panther brechen im Schlussdrittel ein

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Gerade einmal ein Punkt trennte Panther und Pinguine vor der Begegnung, insofern war ein spannendes Spiel im direkten Kampf um den sechsten Platz eigentlich vorprogrammiert. Doch es sollte dann im Lauf des Abends eine sehr einseitige Angelegenheit werden, denn die Augsburger gingen zu nachlässig mit ihren Chancen um und fingen sich verdient eine deftige 1:6-Packung gegen den Tabellennachbarn ein.

Die Hausherren konnten mit voller Besetzung antreten und hatten auch nach knapp zwei Minuten die erste große Möglichkeit. Chris Collins konnte allerdings aus dem Fehler von Pinguine-Goalie Scott Langkow, der ihm die Scheibe auf den Schläger serviert hatte, kein Kapital schlagen. Die Gäste gerieten in der Folge zunehmend unter Druck, wehrten sich aber erfolgreich. Ein wohl vom eigenen Verteidiger abgefälschter Verlegenheitsschuss von Patrick Hager, bei dem Dennis Endras im Augsburger Tor keine glückliche Figur machte, bescherte den Krefelder dann sogar die Führung, die den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Wie sich später herausstellte, war es nicht der Abend des zuletzt überragend haltenden Panther-Torhüters. Sein Team allerdings dominierte von den Spielanteilen her weiterhin das Geschehen auf dem Eis, konnte seine zahlreichen Chancen bis zu ersten Pause aber nicht nutzen. Statt den direkten Abschluss zu suchen, verzettelten sie sich zu oft in letztlich sinnlosen Spielzügen.

Im Mittelabschnitt änderte sich daran nicht viel. Die Augsburger berannten vergeblich den Krefelder Kasten und verkrampften vor allem in Überzahl immer mehr. Die Pinguine verteidigten sich sehr clever und starteten immer wieder gefährliche Konter. Und mitten in eine Drangphase der Panther fiel dann auch kurz vor Drittelende der zweite Gegentreffer durch Vasiljevs, der den Puck trotz zweier gegnerischer Verteidiger über die Linie stochern konnte.

Angesichts des bisherigen Spielverlaufs hatte wohl kaum jemand im Stadion den Eindruck, dass die Entscheidung damit noch nicht gefallen war. Was sich dann aber zu Beginn des Schlussdrittels abspielte, hatte sicherlich auch keiner erwartet. Nach 12 Sekunden hieß es 0:3 durch Vasiljevs, weitere 17 Sekunden später 0:4 durch Loyns. Dennis Endras, der erneut nicht gut aussah, von seinen Vorderleuten aber auch schmählich im Stich gelassen wurde, machte danach Platz im Augsburger Tor für Hugo Haas.

Hätten es die Pinguine darauf angelegt, sie hätten den Panthern, die nun phasenweise wie ein angeschlagener Boxer durch den Ring taumelten, bereits zu diesem Zeitpunkt ein Debakel bereiten können, taten es aber nicht. Erst als die Hausherren reihenweise auf die Strafbank wanderten, legten die Gäste in doppelter Überzahl durch Dusan Milo nach. Insofern passte es auch ins Bild, dass ein Augsburger Treffer vom Schiedsrichter nicht anerkannt wurde, da dieser unmittelbar zuvor wegen eines Krefelder Fouls das Spiel unterbrochen hatte. Doch Chris Collins holte das im darauffolgenden Überzahlspiel umgehend nach. Also ließen sich die Pinguine auch nicht lumpen und Andreas Driendl stellte den Fünf-Tore-Abstand wieder her. Das erste Aufeinandertreffen im Curt-Frenzel-Stadion hatte übrigens aus Panther-Sicht mit 0:5 geendet.

„Augsburg scheint uns irgendwie zu liegen“, zog Gäste-Trainer Igor Pavlov - nicht minder treffsicher als seine Spieler zuvor – als Fazit. „Es hat heute viel geklappt bei uns, wir haben glückliche Tore und Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt und den Augsburger Sturm mit viel Geduld überstanden. Ich bin glücklich über die Leistung meiner Mannschaft und die drei Punkte.“

Weniger Euphorie war bei Larry Mitchell zu spüren: „Wir haben zum dritten Mal verdient gegen Krefeld verloren, wofür es heute drei Gründe gab. Sie waren besser in Überzahl, hatten heute den besseren Torhüter und zudem die bessere Chancenverwertung. Nicht zum ersten Mal war das Schussverhältnis – heute 17 zu 6 – im ersten Drittel deutlich zu unseren Gunsten, aber das Ergebnis war nicht dementsprechend.“

(mor)



Tore: (0:1 / 0:1 / 1:4)

0:1 (08:13) Hager ( Driendl ; Payer ) 5:4

0:2 (37:41) Vasiljevs ( Fortin ; Hager )

0:3 (40:12) Vasiljevs ( Pavlikovsky ; Hager )

0:4 (40:29) Loyns ( Verwey ; Fahey )

0:5 (53.55) Hager ( Milo ; Pavlikovsky ) 5:3

1:5 (57:09) Collins ( Murphy ; Olimb ) 5:4

1:6 (59:12) Driendl ( Payer ; Endraß ) 6:1



Zuschauer: 2726

Strafzeiten: Augsburger Panther 14, Krefeld Pinguine 14

Schiedsrichter: Georg Jablukov, Berlin


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