Panther bleiben alles schuldig - 1:4 gegen Hannover

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„Immer wieder Konzentrationsschwächen“, hatte Paulin Bordeleau als

einen der Gründe genannt, der trotz teilweise ordentlicher Leistungen

eine höhere Punktausbeute der Panther in den letzten Wochen vereitelt

hatte. Vor allem in der Defensive gab es all zu oft diese kaum

erklärbaren Aussetzer. Dort liegen dafür unter anderem die Stärken der

Hannover Scorpions, wie es bei von Hans Zach gecoachten Teams üblich

ist. Am heutigen Abend zeigte sich das einmal mehr. Fast mühelos

setzten sich die Gäste durch, wobei das Auftreten von Teilen der

Augsburger Mannschaft fast nur mit Arbeitsverweigerung zu

charakterisieren ist.


Powerplay wie aus dem Lehrbuch zeigten die Scorpions bereits bei ihrer

ersten Möglichkeit und kein anderer als Sascha Goc sorgte von der

blauen Linie mit einem trockenen Flachschuss für die Führung der Gäste.

Doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Als die Hausherren

ihrerseits einen Mann mehr auf dem Eis hatten, fälschte Rainer Suchan

unhaltbar für Alex Jung zum Ausgleich ab. Schnell und

kombinationssicher agierten die Niedersachsen, im Rahmen ihrer

Möglichkeiten dagegen haltend das Heimteam – alles in allem aber eine

ansehnliche Partie. Obwohl sich der Unparteiische als alles andere als

ein Heimschiedsrichter präsentierte und den Panthern viele

Unterzahlphasen bescherte, ging man mit diesem Unentschieden auch in

die erste Pause.


Auch im weiteren Verlauf war die Begegnung zunächst noch ziemlich

ausgeglichen, mit leichten spielerischen Vorteilen seitens der

Scorpions. Diese waren durch Eric Schneider etwas glücklich erneut in

Front gegangen. An Möglichkeiten zum Ausgleich hätte es den Panthern

nicht gefehlt, doch entweder erwiesen sie sich als zu unfähig wie

Travis Brigley oder hatten Pech wie Arvids Rekis, der nur den Pfosten

traf. Mehr Glück hatte da im Gegenzug Eric Schneider, dem die Scheibe

direkt vor den Schläger sprang und der nur noch einschieben musste.

Spätestens jetzt brachen die Panther völlig ein und boten – gerade auch

in Überzahl – jenes konfuse Spiel, das an die schlimmsten Zeiten dieser

Saison erinnerte.

Die Gäste beschränkten sich auf das Notwendigste und so verlor die Partie deutlich an Niveau.


Sollten die einheimischen Fans noch etwas Hoffnung auf eine Wende

gehabt haben, war diese kurz nach der zweiten Pause endgültig dahin.

Eric Schneider gönnte sich seinen Hattrick und überwand den

bedauernswerten Rolf Wanhainen zum dritten Mal hintereinander. Es war

fast eine Unverschämtheit, wie unmotiviert einige der Augsburger

Spieler – Paradebeispiel dafür war Travis Brigley – im Grunde genommen

nur ihren Stock auf dem Eis spazieren fuhren. Niemand braucht sich

wundern, wenn sich die Fans betrogen fühlen, pfeifen und letztlich mit

den Füßen abstimmen. Dumm nur, dass man auf deren Eintrittsgelder

dringend angewiesen wäre. Auf diese Weise aber hat man nicht nur den

zwölften Platz nunmehr an Straubing verloren, sondern spielt sich auf

Dauer das Stadion leer.


„Enttäuscht“, beschrieb Paulin Bordeleau seine Verfassung nach dem

Spiel. „So können wir auf keinen Fall den Rest der Saison spielen.“

Über mögliche Konsequenzen aber wollte er auch keine Auskunft geben.

Dass Hans Zach mit seinem Team durchgängig zufrieden war, bedarf

eigentlich keiner

Erwähnung.           

(mor)


Tore: (1:1 / 0:2 / 0:1)

0:1    (01:23)  Goc ( Tapper ; Dolak )  5:4

1:1    (05:23)  Suchan ( Brigley ; Damgard )  5:4

1:2    (22:43)  Schneider ( Lambert ; Goc )

1:3    (32:19)  Schneider ( Dolak ; Mondt )

1:4    (41:41)  Schneider ( Dolak ; Mondt )


Zuschauer: 2870

Strafzeiten: Augsburger Panther 16, Hannover Scorpions 16

Schiedsrichter: Christian Oswald, Bad Wörishofen


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