Panther blamieren sich gegen Schlusslicht

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Da man am Freitag in Nürnberg erneut die bereits seit Jahren bestehende Niederlagenserie nicht beenden konnte, auch wenn man dicht dran war, sollte für die Augsburger Panther unbedingt ein Sieg gegen das Schlusslicht aus Duisburg herausspringen, um den Anschluss an die Playoff-Ränge zu halten. Zuletzt hatten die Füchse allerdings ansteigende Form gezeigt, so dass man dieses Unterfangen als nicht einfach eingeschätzt hatte. Das sollte sich auch bestätigen, doch hatten sich das die Panther ausschließlich selbst zuzuschreiben. Nach einer schwachen Leistung in einer insgesamt unansehnlichen Partie verloren sie am Ende verdient mit 4:5.

Brock Radunske hatte sich in Nürnberg eine schwere Gesichtsverletzung zugezogen und wird wohl mehrere Wochen ausfallen, ansonsten konnten die Panther komplett an den Start gehen. Bereits nach acht Sekunden musste Arvids Rekis auf die Strafbank und das nutzten die Gäste umgehend zur Führung durch Ray DiLauro. Das brachte bei den Hausherren einige Nervosität mit sich, die sie auch in eigener Überzahl so schnell nicht ablegen konnten. Erst nach und nach übernahmen sie wieder das Kommando, allerdings konnten weder Travis Brigley noch Harlan Pratt zu diesem Zeitpunkt ihre Chancen nutzen. Panther-Torhüter Patrick DesRochers hatte beim ersten Treffer schon nicht glücklich agiert und auch beim zweiten Powerplay der Füchse servierte er die Scheibe maßgerecht für den Gegner. Richard Mueller bedankte sich mit dem 0:2. Trotz aller Bemühungen kamen die Hausherren im ersten Drittel nicht mehr richtig ins Spiel, zu konfus waren sie in ihren Aktionen. Auch wenn sich der Ärger der Fans in erster Linie gegen Schiedsrichter Schütz richtete, am deutlichen Rückstand waren die Augsburger Akteure schon selbst schuld.

Viel besser lief es auch nach der Pause zunächst nicht, doch gelang immerhin Mark Murphy der in Überzahl schön heraus gespielte Anschlusstreffer. Da die Duisburger nun mehr unter Druck gerieten, kassierten sie einige Strafen und so hatten die Panther eindeutig die Oberhand. Doch spielerisch zu überzeugen vermochten sie auch weiterhin nicht, auch wenn Brigley dann endlich für den längst fälligen Ausgleich sorgen konnte. Die Füchse versuchten mit kämpferischen Mitteln dagegen zu halten, doch hatten sie im Abschluss mehrfach Pech bei Pfostenschüssen. Bei den Hausherren kehrte langsam wieder etwas Ruhe ein und man gewann etwas von Selbstbewusstsein der letzten Heimpartien zurück. Das Ergebnis des daraus resultierenden besseren Kombinationsspiels war das 3:2 wiederum durch Brigley, der zuletzt immer mehr zum Goalgetter der Panther wird. Mit dieser Führung ging es dann auch in die zweite Pause.

Eigentlich hätten die Augsburger den Sieg nun durch einen weiteren Treffer absichern müssen und die Chancen dafür waren auch da, doch ließ man diese ungenutzt. Auf diese Weise machte man die Gäste wieder stark und die ließen sich dann auch nicht lumpen. Binnen nicht einmal zwei Minuten hatten DiLauro und Teljukin die Partie wieder gedreht und die Panther liefen zum zweiten Mal an diesem Abend einem Rückstand hinterher. Mark Murphy machte seinem Frust dadurch Luft, dass er gegen die zugegebermaßen zweifelhaften Entscheidungen des Unparteiischen lautstark insistierte. Da er auch auf der Strafbank noch weiter wütete, fügte er seiner gerade ausgesprochenen Zehn-Minuten-Strafe umgehend eine weitere dazu, was Spieldauer bedeutete. Diesmal gab es keine Aufholjagd der Augsburger mehr, denn Adam Courchaine erhöhte wenig später auf 3:5. Erst in der Schlussminute, als man den Torhüter bereits zugunsten eines weiteren Fedlspeielers vom Eis genommen hatte, gelang Brigley mit seinem dritten Treffer an diesem Abend der Anschluss, der aber reine Ergebniskosmetik blieb.

Zufrieden waren beide Trainer nicht mit ihren Mannschaften. „Wir haben gut angefangen, dann das spiel aber aus der Hand gegeben“, beklagte Peter Draisaitl. „Immerhin sind wird im Schlussdrittel mit etwas Glück zurück gekommen. Aber wir müssen lernen, über 60 Minuten diszipliniert zu spielen.“ – „Wir waren zu unkonzentriert in der Defensive und haben zu viele Fehler gemacht, das Spiel haben wir in der eigenen Zone verloren“, fasste Paulin Bordeleau zusammen. (mor – Foto: Travis Brigley by City-Press))

Tore: (0:2 / 3:0 / 1:3)

0:1 (01:35) DiLauro ( Cox ; Tkaczuk ) 5:4

0:2 (11:10) Mueller ( Tkaczuk ; Ask ) 5:4

1:2 (22:57) Murphy ( Chartier ; Brigley ) 5:4

2:2 (31:27) Brigley ( Mann ; Gordon )

3:2 (34:15) Brigley ( Gordon ; Mann )

3:3 (49:38) Teljukin ( Tkachuk ; Mueller )

3:4 (51:13) DiLauro ( Schenkel ; Courchaine )

3:5 (55:42) Courchaine ( DiLauro ; Paul )

4:5 (59:20) Brigley ( Joseph ; Mann )

Zuschauer: 2809

Strafzeiten: Augsburger Panther 8 + 10 + Spieldauer Murphy, Füchse Duisburg 16

Schiedsrichter: Richard Schütz, Moers